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Frankfurt und Mainz sind heiß aufs Derby

Viertelfinale im DFB-Pokal

Die einen wollen einen unvergesslichen Tag wiederholen, die anderen erstmals ins Endspiel: Vor dem DFB-Pokal-Derby präsentieren sich Frankfurt und Mainz topmotiviert.

Niko Kovac
Frankfurts Trainer Niko Kovac hat das Endspiel fest im Visier. Quelle: reuters

"Wir wissen, wie schön es ist, im Pokalfinale zu stehen. Jeder, der im letzten Jahr dabei war, möchte da wieder hin", sagte Frankfurts Trainer Niko Kovac vor der Runde der letzten acht Teams. Sein Mainzer Kollege Sandro Schwarz erklärte: "Das ist ein geiler Wettbewerb."

Für Mainz wäre das Finale eine Premiere

Dieses Ziel haben auch der FC Schalke 04 und der VfL Wolfsburg, die das zweite Viertelfinale bestreiten. Wie für Mainz, wäre das Endspiel auch für Schalke-Coach Domenico Tedesco eine Premiere. "Das wäre eine Riesengeschichte", sagte der 32-Jährige über seine mögliche erste Finalteilnahme. Damit diese Geschichte wahr wird, muss sich sein Team im Vergleich zu den vergangenen Ligaspielen steigern. Auf eine glänzende Hinrunde folgten bislang in der Rückrunde nur vier Punkte aus vier Spielen, am Samstag setzte es eine Last-Minute-Heimpleite gegen Werder Bremen.

Tedesco sieht den Pokal auch als Chance. Vier Tage nach der Niederlage gegen Bremen ergebe sich "die Möglichkeit, kurzfristig Positives auf den Schirm und in den Kopf zu kriegen." Am Dienstag beschrieb der Coach seine Gefühlslage: "Ich brenne, die Jungs brennen - von mir aus könnte in einer halben Stunde angepfiffen werden." Die zuletzt offenbarten Schwächen im Schalker Spielaufbau und Abschluss sollen mit der Hilfe von Mittelfeldstratege Leon Goretzka und Torjäger Guido Burgstaller abgestellt werden. "Wir haben großen Hunger auf das Erreichen des Halbfinals", sagte Tedesco vor dem vierten Pokalduell der Klubgeschichte gegen Wolfsburg.

Pokal-Premiere: Frankfurt gegen Mainz

Frankfurt und Mainz trafen im nationalen Cup erst einmal aufeinander. Dafür schaffen es die Klubs immer wieder, genau dann gegeneinander zu spielen, wenn es für mindestens einen von beiden um sehr viel geht. Noch vor zwei Jahren wäre die Eintracht sicher abgestiegen, wenn sie nicht kurz vor Schluss noch ein Glückstor zum 2:1-Sieg gegen Mainz erzielt hätte. Und im vergangenen Mai drohten die 05er am vorletzten Spieltag auf den Relegationsplatz zurückzufallen, weil sie gegen Frankfurt nach knapp einer Stunde mit 0:2 zurücklagen. In einer der spektakulärsten Halbzeiten der Mainzer Bundesliga-Historie drehten sie dieses Spiel aber noch und gewannen 4:2. Eine ähnliche Moral will Mainz auch heute zeigen. Bestenfalls von Beginn an.

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