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Eintracht mit Vorfreude und Respekt

Fußball | Europa League

Eintracht Frankfurt geht in die Europa-League-Partie gegen Inter Mailand am Donnerstag mit großem Selbstbewusstsein. Allerdings muss Trainer Adi Hütter auf seinen am Knie verletzten Stürmer Ante Rebic verzichten.

Eintracht-Trainer Adi Hütter
Eintracht-Trainer Adi Hütter
Quelle: dpa
Wir brauchen in diesem besonderen Spiel gegen diesen besonderen Gegner eine besondere Leistung
Adi Hütter

Adi Hütter betrat den vollbesetzten Presseraum in der WM-Arena gut gelaunt, aber auch hoch konzentriert. "Wir brauchen in diesem besonderen Spiel gegen diesen besonderen Gegner eine besondere Leistung", betonte der Trainer von Eintracht Frankfurt am Tag vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen den 18-maligen italienischen Meister Inter Mailand.

Von Ehrfurcht vor dem großen Namen war beim Österreicher nichts zu spüren."Wenn ich davon spreche, dass wir uns nicht verstecken wollen, dann müssen wir das auch umsetzen", sagte Hütter, der allerdings auf seinen Vize-Weltmeister Ante Rebic (Knieverletzung) verzichten muss. Als möglicher Ersatzmann steht Goncalo Paciencia bereit. Kein Gegentor zu kassieren, sei "unglaublich" wichtig, sagte Hütter: "Inter ist immer noch eine absolute Spitzenmannschaft."

Partie ist ausverkauft

Die Partie am Donnerstag (18:55 Uhr) ist mit 48.000 Zuschauern längst ausverkauft. Tausende Fans hatten sich ihr Ticket bereits gesichert, noch bevor der Gegner überhaupt feststand. Am Mittwoch wurden im Internet Karten zu Mondpreisen zum (illegalen) Weiterverkauf angeboten. Allerdings wächst bei den Fans der Hessen nicht erst seit dem souveränen Einzug ins Achtelfinale gegen Schachtjor Donezk die Sehnsucht nach dem Finale am 29. Mai in Aserbaidschans Hauptstadt Baku.

"Das ist ein großes Ziel, aber bis dahin sind es noch viele Brocken, die wir aus dem Weg räumen müssen", sagte Hütter am Mittwoch. Sportdirektor Bruno Hübner hatte bereits zu Wochenbeginn gesagt, es sei "legitim", diesen Termin im Kopf zu haben. Und es wäre "Wahnsinn", ein Jahr nach dem Triumph im DFB-Pokal gegen Rekordmeister Bayern München "noch einmal einen Titel zu holen", sagte der 58-Jährige.

"Angeschlagen heißt auch gefährlich."

Die Posse um Inters Starstürmer Mauro Icardi, dem die Kapitänsbinde abgenommen worden war und der seitdem kein Spiel mehr gemacht hat (oder machen möchte), könnte der Eintracht in die Karten spielen. "Natürlich interessiert mich das, aber das ist etwas, was ich nicht beeinflussen kann", sagte Hütter und warnte: "Angeschlagen heißt auch gefährlich."

In der Serie A hinkt Inter den eigenen Ansprüchen hinterher. Die Generalprobe am vergangenen Freitag verpatzten die Italiener mit einem 1:2 bei Cagliari Calcio. "Die können ruhig noch ein bisschen Unruhe haben", sagte Hübner. "Schön" wäre es sogar, wenn diese den Champions-League-Sieger von 2010 noch bis zum Rückspiel in der kommenden Woche beschäftigen würde.

Nach Italien werden mindestens 13.500 Frankfurter reisen, völlig unabhängig vom Ergebnis im Hinspiel. Bereits in den vorausgegangenen Auswärtsspielen hatten die Anhänger der Hessen für eine Heimspiel-Atmosphäre gesorgt. Das Rückspiel müsse "für Inter zu einer Herkulesaufgabe werden", sagte Hübner.

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