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DEB-Team als Gruppendritter im Viertelfinale

Sport - DEB-Team als Gruppendritter im Viertelfinale

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewinnt überraschend mit 3:2 gegen die favorisierten Amerikaner und steht vor dem letzten Spieltag schon fast sicher im Viertelfinale der WM in Russland.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.05.2017, 21:50

Erstmals seit 2011 steht das deutsche Eishockey-Nationalteam wieder in einem WM-Viertelfinale. Die DEB-Auswahl beendete die Gruppenphase als Dritter. Im letzten Gruppenspiel gegen Außenseiter Ungarn setzte sich das Team von Bundestrainer Marco Sturm mit 4:2 (0:1, 1:0, 3:1) durch.

Zum Abschluss der Vorrunde setzte sich die DEB-Auswahl in St. Petersburg gegen Außenseiter Ungarn durch. Vor rund 4000 Zuschauern waren nach einem 0:1-Rückstand Patrick Hager (32. Minute), Denis Reul (42.), Constantin Braun (58.) und Marcel Goc (60.) erfolgreich.

"Ein totaler Schub"

"Das ist ein totaler Schub", sagte der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, Franz Reindl. "Ein Viertelfinale zu erreichen, das ist etwas Besonderes - da steckt einem schon der Kloß ein bisschen im Hals."

Zum ersten Mal seit 1993 gewann die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes vier Vorrundenpartien. Der erste Sprung in die K.o.-Runde seit 2011 war dem Team von Bundestrainer Marco Sturm schon vor der Partie nicht mehr zunehmen, nachdem Frankreich gegen Kanada verloren hatte. Nur bei einer Sensation der Franzosen gegen den 25-maligen Weltmeister hätten die Deutschen gegen Ungarn unbedingt gewinnen müssen.

Es reichte aber auch so für einen Arbeitssieg. Lange taten sich die Deutschen gegen das Team aus Ungarn schwer. Zudem blieb ihnen das Verletzungspech treu: Stürmer Felix Schütz fiel im ersten Drittel aus, Verteidiger Torsten Ankert reiste vorher heim: Die Personalsorgen im deutschen Kader wurden größer.

Minimalziel bereits erreicht

Der deutsche Viertelfinal-Gegner entscheidet sich am Dienstag. Gegner am Donnerstag sind Gastgeber Russland, Tschechien oder Schweden.

Die WM in Russland hatte für das deutsche Eishockey-Team mit zwei Niederlagen gegen Frankreich und Finnland begonnen. Dann aber steigerte sich der Weltranglisten-13. und überzeugte mit Siegen gegen die Slowakei, Weißrussland, die USA und zum Gruppenabschluss gegen Ungarn.

Mit Skepsis war das Experiment mit dem Trainer-Neuling Marco Sturm begleitet worden. Sturm jedoch zeigt, was möglich ist, wenn die besten Spieler dem Ruf des Bundestrainers folgen. Das Minimalziel, in der Weltrangliste von Rang 13 nach oben zu klettern, ist bereits geschafft. "Er erreicht die Spieler. Wir wissen genau, was er von uns will", sagte Verteidiger Constantin Braun.

"Die Mannschaft ist der Star"

Mittlerweile ist das Selbstvertrauen immens gewachsen. Selbst die enttäuschende Form des großen NHL-Hoffnungsträgers Leon Draisaitl und das bittere WM-Aus des am Knie verletzten NHL-Stürmers Tobias Rieder konnten kompensiert werden. "Dass das die Mannschaft so wegsteckt - Hut ab", sagte Sturm: "Im Großen und Ganzen ist die Mannschaft der Star."

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