Sie sind hier:

Jetzt wartet der Weltmeister

Eishockey-WM - Viertelfinale: Kanada - Deutschland

Aus deutscher Sicht ist die Heim-WM schon jetzt ein Erfolg: Nach dem Eishockey-Krimi gegen Lettland steht das DEB-Team im Viertelfinale. Gegen Titelverteidiger Kanada (Donnerstag, 20.15 Uhr) ist sie zwar nur Außenseiter, doch die Hoffnung lebt.

Leon Draisaitl (l.) und Frederik Tiffels
Leon Draisaitl (l.) und Frederik Tiffels Quelle: imago/Jan Huebner

Die Erleichterung war bei Bundestrainer Marco Sturm nach dem dramatischen Gruppenfinale gegen Lettland (4:3 nach Penaltyschießen) kaum zu übersehen. „Besser“ gehe es ihm nach dem entscheidenden Penalty von Shooting-Star Frederik Tiffels. „Die Jungs haben es sich wirklich verdient, durch harte Arbeit, Ehrgeiz, Leidenschaft – das macht mich natürlich stolz.“

Kanadier mit Weltklasse-Aufgebot

Bis 33 Sekunden vor Schluss, als Angreifer Felix Schütz mit seinem Tor zum 3:3 die Verlängerung erzwang, schien sich der Traum vom WM-Viertelfinale dem Ende zuzuneigen. Aber wie schon im richtungsweisenden Spiel gegen die Slowakei kam die deutsche Mannschaft zurück – und hatte im Penaltyschießen erneut das glücklichere Ende. Auch Kapitän Ehrhoff war sichtlich stolz: „Am Ende noch mal so zurückzukommen, das sagt eigentlich alles über uns.“

Im Viertelfinale wartet nun mit Titelverteidiger Kanada die derzeit beste Eishockey-Nation. Obwohl viele Stars wegen der NHL-Playoffs in Nordamerika geblieben sind, verfügt die Mannschaft über ein absolutes Weltklasse-Personal. Dazu zählen etwa Nate McKinnon und Mitch Marner, die zu den Top-Scorern dieses Turniers gehören. Oder Claude Giroux, der vor einigen Jahren einmal ein Gastspiel bei den Eisbären Berlin gab. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass mit Top-Verteidiger Tyson Barrie ein Spieler bei einer Wrestling-Einlage mit einem Teamkollegen im Hotelzimmer am Bein verletzte und bereits abreisen musste.

Voll konzentriert weiter spielen

Ein Sieg der deutschen Mannschaft wäre angesichts des Formats der Kanadier eine absolute Sensation. Torwart Philipp Grubauer, der bei seinem ersten WM-Einsatz gegen Lettland zu überzeugen wusste, sieht die Herausforderung jedoch ganz locker: „Wir müssen jetzt nicht nervös werden, nur weil bei denen ‚Kanada‘ auf dem Trikot steht. Wir können auch Eishockey spielen.“ Auch Bundestrainer Sturm macht Mut: „Wir haben beim 2:1 gegen die USA gezeigt, dass wir eine große Nation schlagen können.“

Sturm geht es vor allem darum, dass seine Mannschaft nicht den gleichen Fehler macht wie bei der WM im Vorjahr: Nach einer starken Vorrunde erreichte das DEB-Team damals ebenfalls das Viertelfinale – und verlor gegen Rekordweltmeister Russland erwartungsgemäß mit 1:4. Die Art und Weise jedoch ärgerte den Bundestrainer. Damals sei man mit dem Viertelfinal-Einzug schon zufrieden gewesen und habe daher den letzten Ehrgeiz vermissen lassen: „Ich hoffe, dass die Spieler daraus gelernt haben.“

Die Nervosität ablegen

Klar ist, dass die Mannschaft sich weiter steigern muss, um gegen Kanada zumindest eine kleine Chance zu wahren. Die Euphorie nach dem Lettland-Spiel kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das DEB-Team bisher nicht so souverän auftrat wie etwa noch bei der WM-Vorrunde 2016 oder der erfolgreichen Olympia-Qualifikation im vergangenen September. Immer wieder erlaubte es sich zuletzt Schwächephasen, die von den Gegnern meist eiskalt ausgenutzt wurden. „Die Jungs waren teilweise zu nervös“, so Sturm: „Ich hoffe, dass das jetzt vorbei ist. Sie sollen die Heim-WM noch mal genießen.“

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.