Sie sind hier:

Deutschland schlägt die Slowakei

Deutschland bejubelt Sieg über Slowakei

Sport - Deutschland schlägt die Slowakei

Die Tür zum WM-Viertelfinale hat sich nach dem 5:1 gegen die Slowakei für das DEB-Team ein Stück weiter geöffnet.

Datum:
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich bei der WM in Russland eindrucksvoll zurückgemeldet. Gegen die hoch favorisierte Slowakei landete das Team, das zuvor gegen Frankreich und Finnland verloren hatte, einen 5:1 (0:1, 3:0, 2:0)-Sieg.

Nach dem Erfolg über den Weltmeister von 2002 hat das deutsche Team nun wieder bessere Chancen, das Viertelfinale zu erreichen.

Das Spiel schien zunächst den erwarteten Verlauf zu nehmen, Peter Cehlaric brachte die Slowakei nach 8:42 Minuten 1:0 in Führung. Doch ab dem zweiten Drittel lief es für Außenseiter Deutschland wie geschmiert. Patrick Hager (25:23), Philip Gogulla (28:57), Patrick Reimer (34:38), Brooks Macek (43:45) und Dominik Kahun (54:36) erzielten die Tore  gegen am Ende resignierende Slowaken.

Noch zwei Siege nötig

Für den Viertelfinaleinzug muss die DEB-Auswahl aber wohl noch zwei Siege einfahren. Im kommenden Gruppenspiel am Donnerstag (19.15 Uhr MEZ/Sport1) gegen Kanada scheint das Team von Bundestrainer Marco Sturm chancenlos. Der Titelverteidiger hat Deutschland bei der vergangenen WM in Prag mit 10:0 vom Eis gefegt und ist auch beim Turnier in Russland mit bislang 20 Treffern nach drei Spielen in Torlaune. "Ich denke, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern. Ich hoffe, dass wir noch eine Schippe drauf legen können", sagte NHL-Jungstar Leon Draisaitl vor dem Duell mit einigen seiner Team-Kollegen von den Edmonton Oilers.

Nach dem Spiel gegen Kanada wartet einen Tag später im Duell gegen Weißrussland das nächste Schlüsselspiel. Danach folgen die Partien gegen die USA und Aufsteiger Ungarn.

Zweikampfstark

Sturm hatte den Auftritt gegen die Slowakei im Vorfeld als eine "Frage des Charakters" bezeichnet. Entsprechend engagiert kamen seine Spieler vor rund 3000 Zuschauern aus der Kabine und zeigten sich in den Zweikämpfen anders als in den Spielen zuvor vom Start weg bissig. Sturms Maßnahme, die Paradereihe mit Leon Draisaitl, Tobias Rieder und DEL-Topscorer Patrick Reimer zu sprengen, sorgte für mehr Ausgeglichenheit in den Angriffsreihen.

Nachdem Deutschland ein frühes Unterzahlspiel mit Glück schadlos überstand und NHL-Profi Tobias Rieder eine Großchance hatte (7.), trafen die Slowaken jedoch zum 1:0. Das Gegentor war für die ohnehin verunsicherten deutschen Spieler Gift, die leichten Fehler und Unkonzentriertheiten nahmen zu.

Von der blauen Linie

Im Mitteldrittel erhöhten Draisaitl und Co. aber den Druck und wurden mit dem Ausgleich belohnt. Nach einem feinen Zuspiel von Felix Schütz hatte Hager aus kurzer Distanz keine Mühe. Beim 2:1 zog Gogulla mit einem wuchtigen Schlagschuss erfolgreich von der blauen Linie ab.

Thomas Greiss (New York Islanders)
Thomas Greiss (New York Islanders) Quelle: ap

Die Führung gab dem DEB-Team deutlich Rückenwind, die weiteren Treffer durch Reimer in Überzahl, Macek und Kahun waren die Folge. Aber auch das deutsche Unterzahlspiel war im Vergleich zum Finnland-Spiel deutlich verbessert. Zudem war in brenzligen Situationen auf Torhüter Timo Pielmeier erneut Verlass.

Thomas Greiss kommt

Bundestrainer Sturm bekommt derweil weitere Verstärkung aus der NHL. Torhüter Thomas Greiss hat nach dem Play-off-Aus der New York Islanders die Freigabe von seinem Klub erhalten. Am Mittwochabend werde der 30-Jährige in St. Petersburg erwartet, erklärte Sturm: "Von den nächsten beiden Spielen wird er auf jeden Fall eins spielen."

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet