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Kapitän Ehrhoff bringt DEB-Team auf Kurs

Eishockey-WM - Vorrunde: Dänemark - Deutschland

Den WM-Auftakt verpasste er verletzt, mittlerweile ist er wieder eine wichtige Stütze der deutschen Mannschaft: Auch dank Kapitän Christian Ehrhoff geht das DEB-Team mit neuem Selbstvertrauen ins Spiel gegen Dänemark (Freitag, 20.15 Uhr).

Christian Ehrhoff
Christian Ehrhoff Quelle: Imago

Vor dem richtungsweisenden Wochenende mit den Partien gegen Dänemark (Freitag) und Italien (Samstag) hatten sich alle Augen auf die Frage gerichtet, ob Leon Draisaitl nach seinem Playoff-Aus in der NHL zum deutschen Team stoßen würde. Dabei ging eine andere Personalie fast unter: Der langjährige NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff (mittlerweile für die Kölner Haie aktiv) hat nach einer Verletzung zu Turnierbeginn sofort wieder mit starken Leistungen überzeugt. Gegen Russland (3:6) und die Slowakei (3:2 nach Penaltyschießen) gab er nicht nur jeweils eine Torvorlage, sondern war die ordnende Kraft im ansonsten oft zerfahrenen und fehleranfälligen deutschen Spiel.

"Extrem wichtig für uns"

Die Erleichterung, dass Ehrhoff wieder eingreifen kann, war seinen Mitspielern anzumerken: "Christian ist extrem wichtig für uns, er führt die komplette Mannschaft und spielt die Scheiben clever aus der eigenen Zone. Den brauchen wir einfach", sagt etwa Angreifer Yasin Ehliz. Ähnlich wertschätzend äußerte sich Dominik Kahun, Schütze des entscheidenden Penaltys gegen die Slowakei: "Er hat uns in den ersten beiden Spielen gefehlt. Er spielt ruhig und macht die wichtigen Spielzüge."

Dass Ehrhoff überhaupt noch mal ins Turniergeschehen eingreifen würde, war noch bis Anfang der Woche unklar. Eine nicht näher benannte Oberkörperverletzung zwang ihn zunächst zum Zusehen. Bundestrainer Marco Sturm war schon drauf und dran, Ersatzmann Sinan Akdag für ihn nachzunominieren. Doch das Thema hat sich mittlerweile erledigt.

Auch Sturm ist froh, neben NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg nun einen weiteren Stabilitätsanker in der Abwehr zu haben: "Zu Beginn lag die ganze Last auf Dennis. Jetzt haben wir eine zweite, sehr solide Verteidigungsreihe. Man merkt bei beiden die Erfahrung, was gerade für unsere jungen Spieler sehr wichtig ist."

Ehrhoffs siebte Weltmeisterschaft

Die Wahl Ehrhoffs zum Kapitän war für den Bundestrainer, der mit ihm beim NHL-Team San Jose zwischen 2003 und 2006 noch selbst zusammenspielte, eine einfache Entscheidung. Anders als manch anderer Leistungsträger stellte sich der 34-Jährige über viele Jahre hinweg immer wieder ohne zu zögern der Nationalmannschaft zur Verfügung. Mittlerweile bestreitet er seine siebte Weltmeisterschaft, hinzu kommen zwei Olympische Spiele.

"Jeder weiß, dass ich super-gerne für Deutschland spiele. Dass ich dann auch noch Kapitän sein darf, ist für mich eine große Ehre", so Ehrhoff. Nach eigenen Worten ist er allerdings nicht derjenige, der in der Kabine das große Wort führt: "Ich versuche, eher auf dem Eis voranzugehen."

Genau das hat der Routinier zuletzt wieder getan. Dass seine Mannschaft zu Beginn der Partie gegen die Slowakei zuweilen übernervös agierte und zunächst überhaupt nicht zu ihrem Spiel fand, ist aus Sicht von Ehrhoff nicht entscheidend: "Wir haben uns zurückgekämpft. Und jetzt gehen wir mit neu gewonnenem Selbstvertrauen ins Spiel gegen Dänemark." Das Ziel des Kapitäns ist klar: drei Punkte und damit ein weiterer Schritt in Richtung Viertelfinale.

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