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Wieder in die Spur kommen

Eishockey-WM | Deutschland - Russland

Nach dem 2:7 gegen Schweden blieben die Führungsspieler der deutschen Mannschaft cool, Bundestrainer Marco Sturm wirkte jedoch angefressen. Für das Spiel gegen Rekordweltmeister Russland (Montag, 20.15 Uhr) fordert er von seinen Spielern mehr Disziplin.

Thomas Greiss
Thomas Greiss

Ausgerechnet Thomas Greiss, der gerade sieben Tore kassiert hatte und vorzeitig ausgewechselt worden war, wirkte nach der Partie gegen die Schweden entspannt. Auf die Frage, wie man gegen die nicht weniger starken Russen nun agieren müsse, antwortete der NHL-Torwart augenzwinkernd: „Wir müssen einfach weniger Tore reinlassen.“ Auch Angreifer Felix Schütz gab sich gelassen: „Mir ist es egal, ob wir gegen Schweden 2:4 oder 2:7 verlieren. Entscheidend ist, dass wir jetzt schnell aus unseren Fehlern lernen.“

Verlieren ja, aber nicht so

Zwar war die Niederlage gegen die Schweden durchaus einkalkuliert, doch mit der Art und Weise war Bundestrainer Marco Sturm alles andere als zufrieden. 35 Minuten lang hielt seine Mannschaft gut mit, wurde dabei aber auch von einem wieder überragenden Thomas Greiss im deutschen Tor im Spiel gehalten. Doch dann führten zwei vermeidbare Fehler in der eigenen Verteidigungszone dazu, dass das DEB-Team plötzlich spielentscheidend mit 2:4 hinten lag. Sturm: „Da haben wir total geschlafen.“

Mit Blick auf das schwere Match gegen Rekordweltmeister Russland forderte er, die Mannschaft müsse das Spielniveau über die gesamte Spieldauer aufrechterhalten. „Gegen einen solchen Gegner hast du nur eine Chance mit einer guten Mannschaftsleistung, einem guten Torhüter und du brauchst auch Glück.“ All das hatte das DEB-Team beim sensationellen Auftaktsieg gegen die USA (2:1). Mit den drei Punkten aus diesem Spiel liegt die deutsche Mannschaft zwar mehr als im Soll, doch ein erneutes Debakel wie gegen Schweden will Sturm gegen Russland unbedingt vermeiden: „Wir müssen wieder in die Spur kommen.“

Brillante Russen

Angesichts der Klasse des nächsten Gegners ist dies auch dringend geboten. Die russische Mannschaft spielt vielleicht das technisch brillanteste und spektakulärste Eishockey, das es bei internationalen Großturnieren zu sehen gibt. Auffällig ist, dass Nationalcoach Oleg Znarok bislang nur auf einige wenige NHL-Spieler setzt. Der Großteil der Mannschaft kommt aus der russischen KHL. Allein acht Spieler berücksichtigte Znarok von seinem Klubteam SKA St. Petersburg, das er in dieser Saison zur Meisterschaft führte.

Dazu zählt auch Vadim Shipachyov, Topscorer der WM im Vorjahr. Ein weiterer herausragender Einzelspieler ist etwa Angreifer Nikita Kucherov vom Tampa Bay Lightning, fünftbester Scorer der abgelaufenen NHL-Hauptrunde. Zum Glück für das DEB-Team noch nicht dabei: die Superstars Alexander Ovechkin (Washington Capitals) und Evgeni Malkin (Pittsburgh Penguins), die sich aktuell in den noch laufenden NHL-Playoffs gegenüberstehen.

Ein Sieg ist illusorisch

Ein einziger Sieg gelang der deutschen Mannschaft bisher bei einer Weltmeisterschaft gegen Russland: 2011 gewann sie in Bratislava mit 2:0. Patrick Reimer, der damals das zweite Tor schoss, hält es für illusorisch, sich spielerisch mit den Russen zu messen: „Wir sind jetzt nicht die technisch beste Mannschaft des Turniers, sondern wir kommen über den Kampf. Das zeichnet uns aus, und damit müssen wir uns auch nicht verstecken.“

Nachrichten - Deutschland feiert WM-Auftaktsieg gegen USA

Dank einer überragenden Leistung von NHL-Keeper Thomas Greiss und einer guten Portion Glück haben Deutschlands Eishockey-Cracks gegen Mitfavorit USA zum Auftakt der Heim-WM mit 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) gewonnen.

Videolänge:
1 min
Datum:

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