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Pechstein holt WM-Silber über 5000 Meter

Eisschnelllauf-WM in Gangneung/Südkorea

Claudia Pechstein jubelte nach Sensations-Silber im Stile einer Eiskunstläuferin, Patrick Beckert sprang dank eines grandiosen Schlussspurts auf das Podest: Die deutschen Hoffnungsträger haben bei der Einzelstrecken-WM der Eisschnellläufer in Gangneung am Samstag geglänzt und sich ihre Medaillenträume erfüllt.

Claudia Pechstein, Martina Sablikova und Ivanie Blondin
Eisschnelllauf-WM: Claudia Pechstein, Martina Sablikova und Ivanie Blondin Quelle: imago

Die Tschechin gewann ihren neunten WM-Titel nacheinander über diese Distanz. Bronze ging an Ivanie Blondin (Kanada/6:57,14). Bente Kraus (Berlin) belegte als zweite deutsche Starterin in 7:00,62 Minuten den achten Rang.

Guter, konstanter Lauf

"Es ist für mich wie Gold. Einfach ein Traum!", sagte Pechstein dem niederländischen TV-Sender NOS nach ihrem zweiten Platz über 5000 m und ihrer 30. Medaille bei einer Einzelstrecken-WM: "Ich bin stolz, wieder eine WM-Medaille gewonnen zu haben. Es war für mich ein fantastisches Rennen - so wie ich es mir vorgestellt habe." Elf Tage vor ihrem 45. Geburtstag musste sich Pechstein in 6:53,93 Minuten nur Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Martina Sablikova (Tschechien/6:52,38) geschlagen geben, die ihren neunten WM-Titel nacheinander über diese Distanz gewann. Bronze ging an Ivanie Blondin (Kanada/6:57,14). Bente Kraus (Berlin) belegte als zweite deutsche Starterin in persönlicher Bestzeit von 7:00,62 Minuten den achten Rang.


Pechstein verdiente sich ihre Jubiläumsmedaille bei den seit 1996 ausgetragenen Titelkämpfen mit einem äußerst guten und vor allem konstanten Lauf. Mit nur einer Ausnahme brachte sie stets 32er-Rundenzeiten auf das schnelle Eis, auf dem in einem Jahr bei den Winterspielen von Pyeongchang olympische Medaillengewinner ermittelt werden. Auf der Schlussrunde gelang Pechstein sogar die beste Zeit aller Starterinnen (32,2 Sekunden).

Beckert überzeugt

Patrick Beckert
Eisschnelllauf-WM: Patrick Beckert Quelle: dpa

Beckert überzeugte über 10.000 m mit deutschem Rekord von 12:52,76 Minuten und sicherte sich damit Bronze. Der 26 Jahre alte Erfurter, der seinen Erfolg von der WM 2015 wiederholte, musste nur Titelverteidiger Sven Kramer (12:38,89) und Olympiasieger Jorrit Bergsma (12:43,95/beide Niederlande) den Vortritt lassen. Beckert zeigte auf seiner Spezialstrecke ein gleichmäßiges Rennen mit Rundenzeiten im Bereich von knapp 31 Sekunden. Dabei überzeugte der Thüringer zugleich mit einer guten Renneinteilung, auf den letzten 800 Metern war kein Konkurrent schneller als Beckert.

Der zweite deutsche Starter Moritz Geisreiter (Inzell/13:23,15), der im direkten Duell mit Bergsma überrundet wurde, belegte den neunten Rang. Beckert war zum Auftakt am Donnerstag Siebter über 5000 m geworden und hatte dabei seine erste Medaillenchance ungenutzt gelassen.

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