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Eintracht hofft auf nächsten Europa-Coup

Europa League | Viertelfinal-Hinspiel

Eintracht Frankfurt ist der letzte deutsche Teilnehmer auf Europas Fußball-Bühne. Im Viertelfinale der Europa League gegen Benfica Lissabon hoffen die im Wettbewerb noch unbesiegten Hessen auf den nächsten Coup.

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11.04.2019
11.04.2019
Fußball-Trainer Adi Hütter
Adi Hütter beim Abschlusstraining seiner Mannschaft im Stadion von Benfica Lissabon.
Quelle: dpa

Adi Hütter wirkte leicht angespannt, als er auf dem Podium im Estádio da Luz Platz nahm. Das erste Viertelfinale für Eintracht Frankfurt auf Europas großer Fußball-Bühne seit 24 Jahren ließ auch den Erfolgstrainer der Hessen nicht kalt.

Eintracht will weiter träumen

"Unser Traum lebt weiter", sagte Hütter vor dem Viertelfinal-Hinspiel der Europa League bei Benfica Lissabon an diesem Donnerstag (21 Uhr). "Aber wir müssen ein Topspiel machen, um uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu verschaffen."

Auf dem Weg zum angestrebten Europa-League-Finale in Baku will sich der DFB-Pokalsieger vom Main auch vom portugiesischen Rekordmeister nicht aufhalten lassen. "Du brauchst keinen Wettbewerb zu spielen, wenn du keine Träume hast", erklärte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic.

Zehn EL-Spiele, keine Niederlage

Zehn Spiele haben die Hessen in dieser Saison auf Europas Fußball-Bühne bestritten, keines ging verloren. Acht Siege und zwei Remis lautet die beeindruckende Bilanz des Bundesliga-Vierten, der in diesem Jahr in 15 Pflichtspielen ungeschlagen geblieben ist. "Die Serie gibt uns natürlich Selbstvertrauen", so Trainer Hütter.

Auf dem Weg ins Viertelfinale ließen die Hessen zuvor bereits Olympique Marseille, Lazio Rom sowie die Champions-League-Absteiger Schachtjor Donezk und Inter Mailand hinter sich. Nun soll gegen Benfica, das in der Gruppenphase der Königsklasse am FC Bayern München und Ajax Amsterdam gescheitert war, der nächste Coup folgen.

Benfica daheim eine Macht

Die Portugiesen haben allerdings seit 2009 in 20 Europa-League-Heimspielen keine Niederlage mehr kassiert. "Das ist eine homogene und torgefährliche Mannschaft", warnte Hütter. "Wir dürfen ihnen keine Räume anbieten."

Im Hinspiel helfen könnten auch die zuletzt angeschlagenen Sebastien Haller, Sebastian Rode, Mijat Gacinovic und Martin Hinteregger, die mit im Flieger saßen. Ihren Einsatz ließ Hütter - mit Ausnahme von Hinteregger - aber offen.

Benficas Europa-Glanzzeiten lange zurück

Anders als die Hessen hat Benfica auf seinem Briefkopf kaum noch Platz. "Es ist ein großer Name im europäischen Fußball", so Hütter. Der Hauptstadt-Klub gewann 36 Mal die Meisterschaft, 26 Mal den Pokal und ist Stammgast in Europa.

Dort liegen die großen Erfolge allerdings lange zurück: 1961 und 1962 holte der Verein den Cup der Landesmeister. Danach gelang noch achtmal der Einzug ins Finale eines europäischen Wettbewerbes - zuletzt 2014 in der Europa League - aber nie mehr der ganz große Triumph.

Jovic im Fokus

Den strebt dieses Jahr auch die Eintracht an. "Wir müssen in beiden Spielen konzentriert sein und den unbedingten Willen zeigen, dass wir ins Halbfinale einziehen wollen", sagte Stürmer Luka Jovic. Für den Frankfurter Torjäger ist es ein ganz besonderes Duell, steht er doch immer noch bei Benfica unter Vertrag.

Allerdings werden die Hessen demnächst die Kaufoption von sieben Millionen Euro für das im Sommer 2017 ausgeliehene Sturm-Juwel einlösen. Kein Wunder, denn für Sportvorstand Bobic ist der 21 Jahre alte serbische Nationalspieler die derzeit "heißeste Ware Europas". Sollte Jovic auch in Lissabon treffen, würde dies sowohl seinen Marktwert als auch die Chancen der Eintracht auf das Halbfinale erhöhen.

Geldregen winkt

Ein Weiterkommen würde sich für die Eintracht, die in der Liga Kurs auf die erstmalige Teilnahme an der Champions League hält, auch finanziell auszahlen. Rund 30 Millionen Euro haben die Frankfurter bislang durch Prämien und Zuschauereinnahmen schon verdient. Sollte sich der Traum vom zweiten Europa-Triumph nach dem Gewinn des UEFA-Pokals 1980 erfüllen, würden mindestens 15 Millionen Euro hinzukommen.

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