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Frankfurt und Bayer schielen auf Achtelfinale

Europa League: Zwischenrunden-Hinspiele

Eintracht Frankfurt hat seinen Siegeszug durch die Europa League nicht fortsetzen können, darf aber wie Bayer Leverkusen weiter auf den Achtelfinal-Einzug hoffen. Die Hessen kamen im Zwischenrunden-Hinspiel bei Schachtjor Donezk zu einem 2:2. Bayer erkämpfte sich in Krasnodar ein 0:0.

Danny da Costa (l) köpft den Ball vor Alan Patrick
Frankfurts Danny da Costa (li.) und Alan Patrick von Schachtjor im Zweikampf
Quelle: dpa

Martin Hinteregger in der 7. Minute und Filip Kostic (50.) trafen vor rund 15.000 Zuschauern in Charkiw für den Bundesligisten, der zuvor alle sechs Gruppenspiele siegreich gestaltet hatte. Marlos (10.) per Foulelfmeter und Taison (67.) erzielten die Tore für die Ukrainer, die nach einem frühen Feldverweis gegen Taras Stepanenko (11.) fast die gesamte Partie in Unterzahl bestreiten mussten.

Neuzugänge besorgen Führung

Die Eintracht versteckte sich nicht und setzte die Hausherren mit aggressivem Pressing sofort unter Druck. Der Mut wurde schnell belohnt, denn gleich die erste Chance saß. Sebastian Rode schlug einen Freistoß auf den langen Pfosten, wo der in der Winterpause vom FC Augsburg gekommene Hinteregger unter Mithilfe von Donezk-Keeper Andrej Pjatow per Kopf vollendete.

Die Freude über die frühe Führung währte jedoch nur kurz. Fast im Gegenzug zeigte Schiedsrichter Anthony Taylor nach einem Zweikampf zwischen Eintracht-Verteidiger Evan N'Dicka und Junior Moraes auf den Elfmeterpunkt. Marlos verwandelte sicher. Nur 60 Sekunden später folgte der nächste Aufreger. Nach einem Foul an Rode sah der kurz vorher verwarnte Stepanenko Gelb-Rot.

Gacinovic scheitert

Mit der numerischen Überlegenheit konnten die Hessen trotz deutlicher Feldvorteile erst einmal nicht viel anfangen, auch wenn Luka Jovic (24.) mit einem Schlenzer knapp über das Tor und Ante Rebic (26.) mit einem Schuss ans Außennetz den zweiten Treffer auf dem Fuß hatten. Donezk blieb bei seinen überfallartigen Angriffen stets gefährlich.

Erst fünf Minuten vor der Pause bot sich den Hessen mal wieder eine Möglichkeit. Mijat Gacinovic, der anstelle von Sebastien Haller in der Startformation stand, scheiterte mit einem Distanzschuss an Pjatow.

Trapp mit Glanzparade

Nach dem Wechsel blieb Dortmund-Leihgabe Rode mit Wadenproblemen in der Kabine, für ihn kam Jetro Willems. Und wieder erwischte die Eintracht den besseren Start. Nach einer weiten Flanke von Jovic stand Kostic am langen Pfosten völlig frei und schob den Ball zum 2:1 ins Netz.

Frankfurt kontrollierte nun die Partie und kam zu weiteren Möglichkeiten. Rebic (60.) scheiterte mit einem direkten Freistoß an Pjatow, Jovic (61.) köpfte den Ball freistehend vorbei. Doch auch Donezk hatte sich längst noch nicht aufgegeben. Eintracht-Torwart Kevin Trapp vereitelte mit einer Glanzparade gegen Abwehrspieler Ismaily (62.) den Ausgleich, der wenig später dann aber Taison gelang.

Bayer mit Chancen auf Sieg

Bayer Leverkusen kam derweil beim Europacup-Comeback von Trainer Peter Bosz zu einem 0:0 beim russischen Tabellenzweiten FK Krasnodar. Vor 34.827 Zuschauern im Krasnodar-Stadion hatte der Bundesligist durchaus gute Chancen zum Sieg, konnte aber dank einer Steigerung nach der Pause auch mit dem torlosen Remis zufrieden sein.

Bei vier Grad Celsius in der südrussischen Stadt begannen die Gäste mit der gleichen Startelf wie beim 5:1-Sieg am vorigen Freitag in Mainz. Und die 116 mitgereisten Bayer-Fans sahen ein flottes Spiel mit zunächst etwas aktiveren Leverkusenern. Dauerläufer Karim Bellarabi hatte nach Zuspiel von Leon Bailey die erste gute Gelegenheit in der Partie (7.) - doch sein Schuss wurde abgeblockt.

Nachlässig im Mittelfeld

Der Bundesliga-Sechste spielte jetzt munter mit, war aber oft zu nachlässig bei Pässen im Mittelfeld. So setzte Krasnodar mit seinen überfallartigen Kontern fast im Minutentakt Nadelstiche. Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky konnte einen Distanzschuss von Wanderson nicht festhalten (21.) - ohne Folgen. Bei einer Top-Möglichkeit von Iwan Ignatjew musste der Finne im Bayer-Tor dann Kopf und Kragen riskieren (24.).

Die größte Chance vor der Pause vergab der Schwede Kristoffer Olsson, der nach einer Eingabe von Wanderson nur knapp scheiterte (39.). Als Bailey aus 20 Metern gefährlich abzog, schien die Gästeführung fällig - doch Stanislaw Krizjuk lenkte den Ball in höchster Not noch um den Pfosten (56.). Kurz zuvor hatte Kevin Volland eine gute Chance.

Do, 29.04.2021
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