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Hoeneß - im November ist wohl Schluss

Bundesliga | FC Bayern München

Am Donnerstag will Uli Hoeneß die lange erwartete Entscheidung über seine Zukunft beim FC Bayern München verkünden. Allen Vorzeichen nach wird er seinen Rückzug aus der Klubspitze bekanntgeben.

Uli Hoeneß
Uli Hoeneß
Quelle: reuters/michael dalder

Der "kicker" berichtet unter Berufung auf den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, dass Hoeneß am Donnerstag dem Aufsichtsrat seine Entscheidung offiziell mitteilt. Demnach werde Hoeneß im November zurücktreten. Im neunköpfigen Aufsichtsrat will Hoeneß aber bleiben.

Hoeneß' Ämter soll der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer übernehmen. Der 65 Jahre alte Niederbayer fungiert aktuell als stellvertretender Vorsitzender im neunköpfigen Aufsichtsrat. "Herbert Hainer ist eine Top-Lösung als Nachfolge. Mit Leidenschaft und seinen unternehmerischen Fähigkeiten ist er in der Lage, diese Lücke zu füllen. Die Idee, ihn als Kandidat für das Amt des Präsidenten vorzuschlagen, kam von Uli Hoeneß selbst. Eine sehr gute Idee", sagte Stoiber der "Bild".

"Zwistigkeiten mit Kalle"

Laut Stoiber - Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern - hätten Unstimmigkeiten zwischen Hoeneß und Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge den langjährigen Bayern-Präsidenten maßgeblich zu diesem Schritt bewogen: Die Jahreshauptversammlung 2018 mit den Vorwürfen eines Mitglieds "war für ihn ein solcher Schock, und danach kamen die Zwistigkeiten mit Kalle dazu. Die Auseinandersetzung um den Trainer“, so Stoiber.

Herbert Hainer ist eine Top-Lösung als Nachfolge.
Edmund Stoiber

Hoeneß stand in der vergangenen Saison trotz mancher Schwächephasen der Bayern zu Trainer Niko Kovac, während sich Rummenigge mehrmals in aller Öffentlichkeit kritisch zum Nachfolger von Jupp Heynckes geäußert hatte. Die "Zwistigkeiten mit Kalle" gehen freilich weiter zurück. Bei der Jahreshauptversammlung im November 2016, als Hoeneß knapp neun Monate nach Ablauf seiner Haftstrafe unter großem Jubel der Mitglieder erneut für drei Jahre zum Präsidenten gewählt wurde, sagte Rummenigge: Es ist nun Zeit, den Umbruch in der Führung einzuleiten, sportlich Verantwortlicher solle Philipp Lahm werden. Was sich der Kopfmensch Rummenigge (63) da ausgedacht hatte, fand der Bauchmensch Hoeneß (67) nicht so gut: Lahm verzichtete im Frühjahr 2017 lieber.

Auf Hasan Salihamidzic konnten sich Rummenigge und Hoeneß einigen, der oft unglücklich agierende Sportdirektor, dessen Vertrag bis 2020 läuft, gilt aber als Mann von Hoeneß. Ebenso Oliver Kahn: Er wird ab Januar als Nachfolger von Rummenigge eingearbeitet - von Rummenigge. Der Machtwechsel soll dann nach dem Ablauf von Rummenigges Vertrag Ende 2021 vollzogen werden. Hoeneß wird dann weiter im Aufsichtsrat sitzen. Als einfaches Mitglied nur, aber stets im Beisein des mit ihm befreundeten Hainer. Hoeneß, sagte Stoiber, werde weiter Einfluss nehmen - "in der gebotenen Zurückhaltung". Schwinden wird der Einfluss des Patrons aber wohl kaum.

Hoeneß begann nach seiner Spielerkarriere vor über 40 Jahren seine Arbeit als Manager beim FC Bayern. Im Jahr 2009 wurde er erstmals zum Präsidenten gewählt.

Quelle: dpa / SID

ZDF-Mittagsmagazin - Hoeneß lässt Zukunft offen 

Uli Hoeneß will laut "Bild" und "kicker" im November nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident des FC Bayern München antreten. Hoeneß selbst bestätigt die Meldung nicht - dementiert aber ebenso wenig.

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