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Al-Sabah tritt von Fußball-Ämtern zurück

FIFA-Korruptionsskandal

Der mächtige sportpolitische Strippenzieher Ahmad Al Fahad Al-Sabah zieht sich mit sofortiger Wirkung von allen seinen Ämtern im Weltfußball zurück. Der Kuwaiter war im FIFA-Korruptionsskandal zuletzt indirekt schwer belastet worden.

Al-Sabah
Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah Quelle: reuters

"Ich weise die Vorwürfe energisch zurück und arbeite mit den Behörden zusammen, um diese für mich total überraschenden Vorwürfe zu widerlegen", schrieb der 53-Jährige in einem von der BBC verbreiteten Statement: "Dennoch möchte ich nicht, dass die Vorwürfe einen Schatten auf die kommenden Kongresse der FIFA und AFC (Weltverband und asiatische Konföderation, d. Red) werfen - deshalb habe ich entschieden, nicht für das FIFA-Council zu kandidieren und mich von allen meinen Ämtern im Fußball zurückzuziehen."

Guams Verbandschef packte aus

FIFA-Präsident Gianni Infantino nahm Al-Sabahs Schritt zur Kenntnis und dankte ihm für "diese sicher nicht einfache Entscheidung". Der Schritt sei aber im , "besten Interesse der FIFA", so Infantino weiter.

Am Donnerstag hatte Richard Lai, der Präsident des Fußballverbandes der Pazifikinsel Guam und im AFC-Vorstand, zugegeben, Schmiergelder angenommen zu haben. Demnach habe er 2011 von einem Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaftswahl 100.000 Dollar für seine Stimme und zwischen 2009 und 2014 mehr als 850.000 Dollar an Schmiergeldern von Funktionären in der AFC-Region erhalten.

Namentlich nicht genannt

Namentlich wurde Al-Sabah durch Lai zwar nicht genannt, allerdings war in den Verhör-Dokumenten vom Präsidenten des Olympic Council aus Asien als Mitverschwörer Nummer zwei die Rede. Al-Sabah zählt zu den mächtigsten Sport-Strippenziehern. Er war auch am Wahlerfolg von Thomas Bach zum IOC-Präsidenten maßgeblich beteiligt. Zu seinen Ämtern in Asiens Olympischem Rat (AOC) und in der Vereinigung der olympischen Spitzensportverbände (ANOC), der Al Sabah sogar vorsitzt, äußerte sich Al Sabah in der Stellungnahme nicht.

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