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Ronaldo Weltfußballer - Neid beste Trainerin

Sport - Ronaldo Weltfußballer - Neid beste Trainerin

Cristiano Ronaldo räumt weiter ab: Der Portugiese ist zum vierten Mal zum Weltfußballer des Jahres gekürt worden. Beste Trainerin wurde die abgetretene Bundestrainerin Silvia Neid.

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Cristiano Ronaldo grinste zufrieden ins Publikum, gab seiner Gala-Begleitung einen Kuss auf die Wange - und ging stolz auf die Bühne, um nach seinem "traumhaften Jahr" die nächste bedeutende Trophäe entgegenzunehmen. Der portugiesische Europameister wurde zum vierten Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt, für den Weltverband FIFA ist der 31-Jährige seit Montagabend schlicht "The Best" - der Beste.

Messi bleibt lieber zu Hause

Cristiano Ronaldo nimmt in Zürich die Auszeichnung zum Weltfußballer entgegen
Cristiano Ronaldo nimmt in Zürich die Auszeichnung zum Weltfußballer entgegen Quelle: dpa

"Es ist ein großartiges Gefühl", sagte Ronaldo, der im marineblauen Zweireiher mit gestreifter Krawatte zuvor als letzter den grünen Teppich vor dem Fernsehstudio betreten hatte: "Es war eine unglaubliche Saison, das beste Jahr in meiner Karriere." Im Privatduell mit Lionel Messi (Argentinien), der statt in die Schweiz zu fliegen und zu verlieren lieber gleich in Barcelona geblieben war, liegt Ronaldo nur noch einen FIFA-Titel zurück. Seit 2008 machen die beiden Superstars die offizielle Wahl des Weltverbands unter sich aus. Der dritte Finalist, dieses Mal Antoine Griezmann (Frankreich), war erneut chancenlos. Ronaldo kam auf 34,5 Prozent der Stimmen, Messi auf 26,4, Griezmann auf 7,5.

Olympiasiegerin Melanie Behringer (16,6) hatte bei der Wahl der besten Spielerin des Planeten das Nachsehen gegen Titelverteidigerin Carli Lloyd (20,7) aus den USA. "Ich bin ein bisschen traurig, ich wäre es gerne geworden", sagte Behringer: "Aber Carli hat es auch verdient." Dafür wurde Ex-Bundestrainerin Silvia Neid (30,0), die mit Behringer in Brasilien Gold geholt hatte, als Welttrainerin geehrt. "Das ist einer der schönsten Momente in meiner Karriere. Ich bin überwältigt, dass ich diesen Preis zum dritten Mal entgegennehmen darf", sagte Neid: "Der erste Dank gilt natürlich meiner Mannschaft und dem Team hinter dem Team, das mir jahrelang den Rücken gestärkt hat."

Neuer und Kroos in der Weltauswahl


Bester Trainer wurde der Italiener Claudio Ranierei vom englischen Sensations-Meister Leicester City. Die deutschen Weltmeister spielten in der Zürcher Fernsehstraße nur eine Nebenrolle. Toni Kroos (Real Madrid) und Nationaltorwart Manuel Neuer (Bayern München) schafften es in die Weltauswahl, die von mehr als 26.000 Profis aus allen Teilen der Welt zusammengestellt wurde. "Ich freue mich, wieder hier zu sein und danke natürlich meinen Teamkollegen", sagte der Keeper des Rekordmeisters. Kroos gab sich wortkarg: "Wir hatten ein sehr gutes Jahr mit Madrid."

Dass Real-Star Ronaldo in den vergangenen Wochen so oft in die Kameras grinsen konnte, lag an dem entstandenen Wahl-Wirrwarr. Erstmals seit 2009 zeichnete die FIFA den Weltfußballer wieder in Eigenregie aus, der Goldene Ball der Fachzeitschrift France Football wurde davon unabhängig vergeben - natürlich auch an Ronaldo, der zudem zu "Europas Fußball des Jahres" gewählt worden war. In Zürich ging es deshalb offiziell um den "The Best - FIFA Football Award", der so aussieht wie der graue, langweilige Cousin der goldenen WM-Trophäe. Stimmberechtigt bei der Abstimmung (4. November bis 22. November 2016) waren die Kapitäne und Trainer der Nationalmannschaften, je ein Journalist pro FIFA-Verband sowie erstmals alle Fans weltweit.

Preis für BVB- und Liverpool-Fans

Bei allen stand Ronaldo nach seinen überragenden zwölf Monaten hoch im Kurs. 2016 gewann er mit den Königlichen die Champions League und, nachdem bereits abgestimmt worden war, im Dezember die Klub-WM. Den EM-Titel mit den Portugiesen hätte im Sommer kaum jemand für möglich gehalten. Den erstmals vergebenen Fanpreis erhielten derweil die Anhänger von Borussia Dortmund und Jürgen Klopps FC Liverpool für ihr gemeinsames Gedenken am Vorabend des 27. Jahrestages der Stadionkatastrophe von Hillsborough. Vor Liverpools 4:3 gegen den BVB im Viertelfinale der Europa League (14. April 2016) hatten alle Zuschauer im Stadion die Liverpooler Hymne "You'll Never Walk Alone" gesungen.

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