FIFA WM 2018

Uruguay mit Kampf - Frankreich mit Zauber

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Uruguay mit Kampf - Frankreich mit Zauber

Das war Fußball vom Feinsten: Mit einem 4:3-Sieg über Argentinien hat sich Frankreich ins Viertelfinale geschossen. Gegner ist dort Uruguay, das Portugal mit einem 2:1 aus dem Rennen warf. Damit geht die WM ohne die Top-Spieler Lionel Messi und Cristiano Ronaldo zu Ende.

Edinson Cavani aus Uruguay bejubelt sein Tor zum 2:1
Edinson Cavani aus Uruguay bejubelt sein Tor zum 2:1 Quelle: dpa

Die Franzosen erwischten einen Blitzstart. Vor allem der pfeilschnelle Kylian Mbappé war von der argentinischen Defensive kaum zu stoppen. Das 1:0 resultierte aus einem Konter über Mbappé. Marcos Rojo foullte den Stürmer von Paris St. Germain im Strafraum, und Antoine Griezmann verwandelte den Elfmeter (13.). Vier Minuten vorher hatte Griezmann mit einem Freistoß die Latte getroffen.

Schreck vor der Halbzeit

Les Bleus hatten das Spiel in der ersten Halbzeit im Griff, doch kurz vor der Pause bestrafte Di María eine Lücke in der französischen Defensive mit einem Sonntagsschuss zum Ausgleich (41.).

Der Treffer schien die Argentinier beflügelt zu haben, denn sie erwischten nach Wiederanpfiff ihrerseits einen Traumstart: Gabriel Mercado fälschte einen harmlosen Schuss von Lionel Messi unhaltbar in die linke Ecke ab (48.). Das Tor ging auch auf die Kappe des französischen Verteidigers Benjamin Pavard, der das Abseits aufhob.

Frankreich zeigte kurz Wirkung, meldete sich dann aber eindrucksvoll zurück. Pavard, der in der Bundesliga für den VfB Stuttgart spielt, machte mit einem sehenswerten Volleyschuss seinen Fehler wett (2:2/57.). Und als Mbappé in der 64. Minute im argentinischen Strafraum am schnellsten schaltete und zum 3:2 einschoss, war das Spiel abermals gedreht.

Wie aus dem Lehrbuch

Die Vorentscheidung fiel, als Mbappé bei einem Lehrbuch-Konter in der 68. Minute freie Bahn hatte und das 4:2 machte. Die Franzosen setzten nun auf Spielkontrolle und gingen kein Risiko mehr ein. Argentiniens Anschlusstreffer (90.+3.) durch Sergio Aguero kam zu spät.

Kylian Mbappe feiert das vierte Tor für Frankreich
Kylian Mbappe feiert das vierte Tor für Frankreich Quelle: reuters

Der Sieg war hochverdient, denn die hochgelobten Franzosen hatten nach drei wenig überzeugenden Vorrundenspielen endlich ihre Ketten gesprengt. Im Viertelfinale am Freitag (16 Uhr) gegen Uruguay wird Blaise Matuidi, der seine zweite Gelbe Karte sah, fehlen.

Die Argentinier hatten ihr ganzes Spiel wieder auf Messi ausgerichtet - und ein weiteres Mal damit verloren. Ob der Superstar weiterhin der Nationalmannschaft spielen wird, ist fraglich. Javier Mascherano und Lucas Biglia jedoch haben ihre Konsequenzen gezogen und erklärten nach dem Spiel ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Mascherano ist 34 Jahre alt, Biglia 32.

Uruguay - Portugal 2:1 (1:1)

Die Uruguayer gingen mit dem ersten gekonnt vorgetragenen Angriff in Führung (7.): Luis Suárez leistete bei einer Flanke Maßarbeit, Edinson Cavani köpfte den Ball mit Wucht und unhaltbar in den rechten Winkel.

Anschließend konzentrierte sich Uruguay auf die Defensive. Portugal versuchte, das Spiel in die Breite zu ziehen und über Flanken zum Erfolg zu kommen, doch meistens war bei Diego Godín Endstation. Als die Abwehr um Uruguays Weltklasse-Verteidiger zum ersten Mal nicht Bilde war, schlug es prompt ein. Nach einer kurzen Ecke flankte Raphael Guerreiro in den Strafraum, und Pepe nutzte seinen Freiraum, um zum 1:1 einzuköpfen (55.).

Torwartfehler

Nur sieben Minuen später brachte Cavani Uruguay wieder in Führung. Dabei profitierte er von einem Stellungsfehler des portugiesischen Keepers Rui Patrício. Cavani zirkelte den Ball aus 16 Metern gekonnt ins lange Eck.

Portugal machte nun Druck, Uruguays Abwehr begann zu wackeln. Nach einem Fehler von Keeper Fernando Muslera hatte Bernardo Silva freie Bahn, verzog den Schuss allerdings (70.)

Gänzlich auf die Defensiv beschränkten sich die Uruguayer, nachdem Cavani in der 71. Minute verletzt vom Platz musste. Am Ende drängte Portugal verzweifelt auf den Ausgleich, ohne allerdings größere Gefahr heraufzubeschwören.

"Ich bin glücklich und zufrieden, wie alles abgelaufen ist. Es war ein sehr emotionales Spiel, mir fehlen die Worte. Davon träumt man", sagte Cavani. Ob der Angreifer im Viertelfinale dabei sein kann, ist derzeit fraglich.

Die Portugiesen warten nun schon seit 1966 auf das Erreichen eines WM-Viertelfinales.

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