FIFA WM 2018

Island ärgert Argentinien

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Island ärgert Argentinien

Die WM hat ihre erste Überraschung - und wiedermal waren die Isländer beteiligt. Der Favoritenschreck der EM 2016 trotzte im Auftaktspiel der WM-Gruppe D dem hohen Favoriten Argentinien ein 1:1 ab.

Sergio Aguero im Zweikampf mit Aron Gunnarsson (17) und Kári Árnason
Sergio Aguero im Zweikampf mit Aron Gunnarsson (17) und Kári Árnason Quelle: dpa

Sergio Aguero brachte den Favoriten in der 19. Minute in Führung, die Alfreð Finnbogason vom FC Augsburg vier Minuten später ausglich. Den Punktgewinn für Island hielt Keeper Hannes Halldórsson fest, als er in der 64. Minute einen Elfmeter des an diesem Tag glücklosen Lionel Messi hielt.

Neu formiert

Die Argentinier versuchten in der Anfangsphase, Sicherheit in ihr Spiel zu bringen, denn sie liefen erstmals unter Trainer Jorge Sampaoli in dieser Formation auf. Die abgeklärt wirkenden Isländer verschafften sich schnell Respekt, gingen auch gegen Messi kompromisslos in jeden Zweikampf und machten dem Star des FC Barcelona das Leben schwer.

Der 30-Jährige musste sich die Bälle selbst ungewohnt weit hinten erarbeiten, war aber wie gewohnt Dreh- und Angelpunkt im Spiel.

Die erste Chance für Island, das bei der EM 2016 bis ins Viertelfinale gestürmt war, hatte Finnbogason (9.). Auf der Gegenseite löste der erste Schuss von Messi Raunen unter den Zuschauern aus, ehe der erst im April am Knie operierte Agüero aus zwölf Metern in den rechten Winkel traf.

Schwache Abwehr

Fast im Gegenzug war Finnbogason erfolgreich. Dabei profitierte er von erneut groben Unzulänglichkeiten in der Abwehr der Argentinier, der Keeper Wilfredo Caballero wie befürchtet keinen großen Rückhalt geben konnte. Mit 36 Jahren bestritt er im gerade mal vierten Länderspiel sein WM-Debüt.

Island blieb bei der Maximal-Defensiv-Taktik, wenn der oft hilflos wirkende Gegner den Ball hatte. Nicht mal Messi blieb Raum zur Entfaltung - das änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Messi selbst hätte für die erneute Führung sorgen können, doch der fünfmalige Weltfußballer scheiterte mit seinem Strafstoß an Halldorsson. Damit hat Messi von seinen letzten sieben Elfmetern vier verschossen.

Messi im Dauereinsatz

Messi wollte es nach seinem Patzer erst recht erzwingen. Gefühlt landete jeder zweite Pass der Argentinier bei ihm. Doch er wurde immer mehr zur tragischen Figur. Denn was er auch machte, die nimmermüden Isländern warfen sich dazwischen. Oder er zielte knapp vorbei - wie bei seiner besten Gelegenheit neun Minuten vor dem für ihn so bitteren Schlusspfiff.

Zuvor hatte Island Glück, dass es bei einem Zweikampf zwischen Cristian Pavón und Birkir Sævarsson keinen Elfmeter gab. Der Isländer traf klar den Fuß des Argentiniers, aber Schiedsrichter Szymon Marciniak entscheidet auf Weiterspielen. Der Video-Assistent hatte sich nicht eingeschaltet.

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