FIFA WM 2018

WM-Kader: Puzzlespiel mit sechs festen Teilen

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WM-Kader: Puzzlespiel mit sechs festen Teilen

Nominierung am Dienstag ab 12.30 Uhr im zdfsport-Livestream

Bundestrainer Joachim Löw gibt am Dienstag im Dortmunder Fußballmuseum seinen WM-Kader bekannt. Es ist damit zu rechnen, dass 27, 28 Spieler das vorläufige Aufgebot bilden - und dass Manuel Neuer erstmal dabei ist. zdfsport.de zeigt die Pressekonferenz ab 12.30 Uhr im Livestream.

Der Raum der Pressekonferenz zur WM-Kadernominierung
Der Raum der Pressekonferenz zur WM-Kadernominierung
Quelle: dpa

Die wichtigste Frage betrifft den Torwart: Schafft es Manuel Neuer noch? Nach drei Mittelfußbrüchen hat der 32-Jährige seit dem 18. September 2017 kein Pflichtspiel mehr bestritten. Nicht mal der Keeper selbst fühlt sich eingedenk des von Vorsicht und Verzögerungen geprägten Heilungsverlauf so stabil, dass er sich einen Praxistest zugemutet hat. In Branchenkreisen mehren sich die Stimmen, die Neuers WM-Einsatz aus mehreren Gründen für unverantwortlich halten.

Zunächst vier Torhüter?

Eine erneute Blessur im linken Fuß könnte dem Welttorhüter die Karriere und den FC Bayern einen hohen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Vermutlich werden am Dienstag einfach vier Torhüter nominiert - neben Neuer noch das eingespielte Trio Marc-André ter Stegen, Bernd Leno und Kevin Trapp - , um dann eine von Vernunft geprägte Entscheidung zu fällen.

Eine WM-Absage Neuers wäre mittlerweile keine Überraschung mehr. Schließlich hatte der DFB-Kapitän zuletzt selbst gesagt: "Ich denke nicht, dass es vorstellbar ist, dass ich ohne Spielpraxis in ein Turnier gehe."

Das Gerüst auf dem Feld steht

Das Gerüst seiner Feldspieler hat Löw zuletzt bei den Länderspielen gegen Spanien (1:1) und Brasilien (0:1) benannt: Mats Hummels und Jerome Boateng in der Innenverteidigung, Sami Khedira und Toni Kroos im zentralen Mittelfeld, in der Offensive die Alleskönner Mesut Özil oder Thomas Müller, der zuletzt auch die Kapitänsbinde tragen durfte - allesamt Weltmeister und Stammspieler seit Jahren und gesetzt, wenn mit dem vom 23. Mai bis 7. Juni in Südtirol angesetzten Trainingslager der Feinschliff erfolgt.

Und doch sind einige Baustellen dazugekommen, die sich Löw gerne erspart hätte: Die verletzungsbedingten Absagen von Lars Stindl und Serge Gnabry haben die Handlungsoptionen in der Offensive derart eingeschränkt, dass vielleicht sogar Mario Götze - für die Härtetests im März gar nicht nominiert - doch noch auf den WM-Zug aufspringt.

Götze ein Wackelkandidat

Allerdings hat auch Dortmunds scheidender Trainer Peter Stöger so oft auf Götze verzichtet - gerade erst wieder am letzten Spieltag bei der TSG Hoffenheim -, dass eine Nominierung eigentlich nur mit einer Leistungsexplosion im Trainingscamp zu begründen wäre. Viel wahrscheinlicher wirkt da schon, dass es Marco Reus endlich mal wieder zu einem Turnier schafft, nachdem ihn vor der WM 2014 wie vor der EM 2016 bittere Rückschläge ereilten. Die Tür für einen weiteren Dortmunder, André Schürrle, dürfte geschlossen bleiben.

Genau überlegen muss sich der Bundestrainer, ob er mit Sandro Wagner und Mario Gomez tatsächlich zwei klassische Mittelstürmer mit nach Russland nimmt, oder den seit Mitte März an hartnäckigen Rückenproblemen leidenden Emre Can beruft, der wohl auch das Champions-League-Finale des FC Liverpool am 26. Mai in Kiew verpasst.

Boateng ist optimistisch

Anders bei Jerome Boateng: Der in Bestform unverzichtbare Abwehrmann arbeitet nach seiner Oberschenkelverletzung fieberhaft am Comeback und berichtete bei der Meisterfeier des FC Bayern, dass es nach Rücksprache mit Ärzten „absolut realistisch ist, dass ich da mitfahre“.

Das könnte Matthias Ginter um das WM-Ticket bringen, denn Antonio Rüdiger und Niklas Süle standen als Backup zuletzt höher im Kurs. Doch vieles kann sich bis zum 4. Juni, vielleicht sogar auch erst mit den Eindrücken des ersten Testspiels am 2. Juni in Klagenfurt gegen Österreich, noch ändern. Denn erst in drei Wochen müssen die 23 WM-Kräfte beim Weltverband hinterlegt werden.

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