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Ein echter Dreikampf um den Titel?

Ferrari und Red Bull könnten die Mercedes-Dominanz durchbrechen

Statt Mercedes-Dominanz endlich wieder Spannung? Vettel und Ferrari mit Chancen im Titelkampf? Kann Red Bull den Vorschusslorbeeren gerecht werden? Vor dem Start der Formel-1-Saison 2017 gibt es viele Fragen.

PK zum Grand Prix von Australien mit Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel.
Garanten für Spannung: Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel (v.l.) Quelle: dpa

Niki Lauda hatte sich schon vorher festgelegt - und jetzt hat es Lewis Hamilton noch einmal wiederholt: Für die beiden geht Ferrari beim Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne als Favorit an den Start. Warum sie diese These in die Welt hinausposaunen, ist auch klar: Erstens, um den Druck von seinem eigenen Mercedes-Team, dem Dauerfavoriten der letzten Jahre, zu nehmen. Und zweitens, um auch bei den Fans die Erwartungen zu schüren: 2017 wird endlich einmal wieder eine wirklich spannende Saison!

Ferrari: gutes Auto, stärkerer Motor

Aber wie stark Ferrari nach wirklich ist, ob Sebastian Vettel in diesem Jahr wirklich Chancen hat, wieder einmal in den Titelkampf einzugreifen, ist dagegen nicht so eindeutig. Eines ist allerdings sicher: Besser aufgestellt als in der vergangenen Saison ist man auf jeden Fall. Damals musste sich Ferrari - nicht zum ersten Mal - vorwerfen lassen, ein zu konservatives Auto gebaut zu haben. Das scheint diesmal anders: Die Ferrari-Designer riskierten angesichts des neuen Aerodynamik-Reglements mehr und fanden offensichtlich gute Lösungen. Dazu kommen deutliche Fortschritte am Motor.

Das Ergebnis: Der neue Ferrari ist schnell - und liegt sehr gut auf der Strecke: "Wie ein Brett“, wie viele Experten in Barcelona bestätigten. Aber wie schnell ist er wirklich, vor allem im Vergleich zur Mercedes-Konkurrenz, die sich bei den Tests noch sehr bedeckt hielt, immer mit recht viel Benzin im Tank und der niedrigsten Leistungsstufe bei den Motoren unterwegs war? Sebastian Vettel ist jedenfalls noch vorsichtig: "Ich glaube, wir müssen uns noch steigern. Es gibt noch ein paar Ecken, in denen wir nicht ganz so gut sind. In den schnelleren Kurven fühlt sich das Auto schon ganz gut an, aber an den langsamen können wir noch arbeiten.“

Wie schnell ist Mercedes wirklich?

Wahrscheinlich hat der viermalige Weltmeister recht, wenn er meint: "Für mich ist in Wahrheit immer noch Mercedes vorn, sie sind die Messlatte.“ Hört man bei Lewis Hamilton auf die Zwischentöne, wird deutlich, dass es nie das Ziel der Silbernen war, bei den Tests Bestzeiten aufzustellen, sondern vor allem, alle Feinheiten des Autos kennen und nutzen zu lernen.“ Fast 1100 gefahrene Runden an acht Tagen, mit Abstand die meisten von allen Teams, sprechen auch für die extreme Zuverlässigkeit des neuen Silberpfeils. Einen wirklich besorgten Eindruck macht in der Mercedes-Führungsspitze jedenfalls niemand.

Nebenbei freut sich Teamchef Toto Wolff über die gute Stimmung im Team, jetzt, wo Valtteri Bottas neben Lewis Hamilton fährt: "Es herrscht ein sehr gutes Klima zwischen den beiden. Für uns ist das erfrischend, nach den nicht immer einfachen Zeiten, die wir mit Lewis und Nico hatten." Eher schade für die Fans: Bottas dürfte wohl kaum in der Lage sein, Hamilton wirklich unter Druck zu setzen.

Red Bull - in Australien erstmals mit voller Leistung

Von vielen im Winter vor Testbeginn als wahrscheinlich größter Mercedes-Herausforderer genannt, hinkten die Bullen in Barcelona noch ein bisschen weiter hinterher als erwartet, einiges davon war freilich Anfangsschwierigkeiten mit dem neuen Renault-Motor geschuldet. Jetzt in Melbourne soll diese Baustelle aber angeblich behoben sein. "Problem gelöst“, behauptet man in der Renault-Motorenabteilung in Viry-Chatilon, man könne die geplante Leistung jetzt erstmals komplett frei geben. Möglicherweise wird das Auto jetzt beim Saisonstart zumindest in Details auch schon wieder eine neue Optik haben. Chefdesigner Adrian Newey ist ja bekannt dafür, seine Geniestreiche erst in letzter Sekunde aufzudecken.

Die Einschätzung von Teamchef Christian Horner: "Mercedes ist realistisch gesehen drei Zehntel voraus, dann werden wir und Ferrari ungefähr auf gleichem Level kommen.“ Red-Bull-Motorkoordinator Dr. Helmut Marko setzt außerdem auf seine Piloten: "Mit Ricciardo und Verstappen haben wir die beste Fahrerpaarung im Feld!“

Weltmeister der letzten zehn Jahre

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