Sie sind hier:

DFB-Frauen mühen sich zum Sieg

Eigentor bewahrt deutsches Team vor Punktverlust in der WM-Qualifikation

Nur ein Eigentor hat die deutschen Fußballerinnen vor einem blamablen Ausrutscher in der WM-Qualifikation bewahrt. Beim erschreckend schwachen Auftritt in Tschechien kam die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones dank eines Aussetzers von Verteidigerin Eva Bartonova (51.) zu einem 1:0 (0:0).

 Lucie Vonkova und Sara Däbritz
Tschechiens Lucie Vonkova (l.) im Zweikampf mit Sara Däbritz. Quelle: dpa

Nach dem 6:0-Auftaktsieg gegen Slowenien mühte sich das DFB-Team auf dem Weg zur Endrunde 2019 in Frankreich an die Spitze der Gruppe 5. Nur die Gruppensieger der sieben Qualifikations-Fünferstaffeln lösen direkt das WM-Ticket. Die vier besten Zweiten spielen in Play-offs um das letzte Europa-Ticket.

Die sichtlich frustrierte Jones versuchte dennoch, irgendwie das Positive aus der Partie zu ziehen. "Das war auch jetzt ein Schritt nach vorne. Denn wir müssen die Erkenntnis mitnehmen, dass wir zu harmlos sind vorne", sagte die 44-Jährige. Ihr Team habe zwar "gefightet, es war ein Kampfsieg, aber für unseren Anspruch zu wenig".

Probleme von Beginn an

Jones setzte im Mestsky Stadion von Usti nad Labem fast auf die gleiche Startformation wie drei Tage zuvor. Nur im Tor vertrat wie erwartet Laura Benkarth erneut Almuth Schult, die gegen Slowenien einen Bluterguss im linken Fuß erlitten hatte und nicht mit nach Tschechien reisen konnte.

Die deutsche Auswahl hatte von Beginn an Probleme, gegen das aggressive Pressing der Tschechinnen ins Spiel zu finden. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis ein Schuss aus spitzem Winkel von Simone Laudehr (28.) erstmals für einen Hauch von Torgefahr sorgte. Erst als den Gastgeberinnen ein wenig die Kräfte schwanden, konnte sich die DFB-Auswahl ansatzweise besser befreien. Doch für zwingende Aktionen im letzten Drittel fehlten wie schon beim EM-Debakel vor rund eineinhalb Monaten Durchschlagskraft und Präzision. Nach dem Halbzeitpfiff stapfte Jones mit entsprechend grimmiger Miene in Richtung Kabine.

Benkarth rettet den Sieg

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte profitierte der haushohe Favorit dann von einem schweren Lapsus in der Hintermannschaft des Weltranglisten-37.: Einen weiten Ball von Tabea Kemme lenkte Bartonova, die kurz zuvor noch mit einer Rettungstat auf der Linie geglänzt hatte, mit der Hüfte aufs eigene Tor und überraschte so die herausgeeilte Torhüterin Barbora Voitkova.

Doch selbst die Führung verlieh der DFB-Auswahl kein Selbstvertrauen. Während die kämpfenden Tschechinnen sich zunehmend vor dem eigenen Strafraum einigelten, blieb es im deutschen Spielaufbau häufig bei Stückwerk. Einen schönen Treffer von Kapitänin Dzsenifer Maroszan per Hacke (70.) erkannte Schiedsrichterin Marta Huerta De Aza (Spanien) wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht an - eine Fehlentscheidung. Bei einem Kopfball von Tereza Kozarova wurde es sogar noch einmal eng - Benkarth lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte (82.).

DFB-Frauen in der WM-Quali

Gegen Island muss eine Steigerung her

Weiter in Richtung Endrunde geht es am 20. Oktober, wenn der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister in Wiesbaden gegen den EM-Teilnehmer Island auf jeden Fall eine Leistungssteigerung zeigen muss. Vier Tage darauf geht es in Großaspach gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Färöer.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.