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Spiel mit dem Feuer

Ein Kommentar von ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann

Der "Spiegel" hat aufgedeckt, dass u.a. der FC Bayern München und Borussia Dortmund in Geheimverhandlungen an einer neuen Fußball Super League stricken. Beide Klubs haben schnell konkrete Pläne dementiert. Ein Kommentar von ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann.

Thomas Fuhrmann, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Sport, 2018
Thomas Fuhrmann, Leiter der ZDF-Sportredaktion
Quelle: ZDF

Die Gedanken sind frei. Auch für die Bosse des FC Bayern München. Also, was soll die Aufregung: Die beste Mannschaft der Bundesliga hat prüfen lassen, ob sie ihre nationale Liga verlässt und nur noch gegen die besten Mannschaften Europas antritt. Und die Bayern haben sich dagegen entschieden. Also, alles prima? Kein Grund zur Aufregung? Mitnichten.

Die Enthüllungen des "Spiegel" mit Hilfe der Plattform Football Leaks zeigen, dass im bezahlten Fußball jedes Mittel recht erscheint, wenn es um den Profit geht. Hauptsache mehr. Mehr Einfluss, mehr Geld. Das wird als Wettbewerb verbrämt und ist doch nur Gier.

Ein fairer Wettbewerb verläuft nach Regeln. Fair Play. Der existiert schon seit Jahren nicht im internationalen Fußball oder ist ausgehebelt. Die absurden Summen für die Wechsel von Neymar und anderen zu Paris St. Germain haben keine Folgen. Nur ein Beispiel.

Die Verantwortlichen von Bayern München spielen mit dem Feuer, wenn sie die Bedeutung ihrer Wurzeln falsch einschätzen. Das "Mia san mia", die DNA des FC Bayern, funktioniert in der Bundesliga und mit den heimischen Fans, aber nicht in einer europäischen "Super League". Immer wieder gegen den FC Barcelona oder andere Topklubs zu spielen, bindet nicht die Fans, die nationale Liga hat die Anziehungskraft. Das sollte bei allen Gedankenspielen im Vordergrund stehen.

Rafael Buschmann zur Super League

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Buschmann: Grundzüge einer Erpressung
 

Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge beteuert im Zuge der Diskussion um eine neue Super League, dass sich der FCB nicht aus Bundesliga und Champions League zurückziehen werde. Spiegel-Reporter Rafael Buschmann kommentiert die Aussagen im ZDF-Interview.

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