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Gladbach erkämpft Dreier - S04 und BVB siegen klar

Fußball-Bundesliga - 1. Spieltag

Zum Abschluss des ersten Spieltages der neuen Bundesliga-Saison bezwang M'gladbach Lieblingsgegner Köln knapp mit 1:0. Schalke 04 siegte klar mit 2:0 gegen Leipzig, ebenso wie der BVB mit 3:0 in Wolfsburg und Aufsteiger Hannover mit 1:0 in Mainz. Start-Dreier gelangen auch dem HSV beim 1:0 gegen Augsburg, Hertha BSC beim 2:0 gegen Stuttgart und Hoffenheim mit einem 1:0 gegen Bremen. Im ersten Sonntagsspiel trennten sich Freiburg und Frankfurt torlos.

Spielszene Gladbach - Köln
Quelle: dpa

Borussia M'gladbach - 1. FC Köln 1:0 (0:0)

Borussia Mönchengladbach ist dank Tor-Debütant Nico Elvedi mit einem Derbysieg in die Saison gestartet. Die Fohlenelf bezwang ihren "Lieblingsgegner" 1. FC Köln in einer rasanten Partie verdient mit 1:0 (0:0) und rückte die zuletzt ins Wanken geratenen Verhältnisse am Rhein vorerst wieder zurecht.

Elvedi (49.) erzielte kurz nach der Pause in seiner 47. Erstliga-Begegnung vor 54.108 Zuschauern sein Premieren-Tor für die Borussia, die ihre starke Bilanz gegen den Rivalen auf 48 Siege in 87 Bundesliga-Duellen schraubte. Während Gladbach eine insgesamt überzeugende Vorstellung zeigte, haderte Europa-League-Teilnehmer Köln mit der altbekannten Auswärtsschwäche. Zum achten Mal in Folge blieb der FC auf fremden Plätzen ohne Sieg.

«Rhein-Derbys machen Spaß, und wenn sie dann so ablaufen, dann sind das vorbildliche Derbys», meinte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der den Sieg im Sky-Interview als «hochverdient» bezeichnete. «Wir hatten noch so viele große Chancen.» Das räumte auch Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke ein: «Es war kein unverdienter Sieg. Aber wir sind ein bisschen traurig, weil auch wir am Ende einige Chancen hatten.» Schmadtke bezeichnete es als «ärgerlich, dass das Gegentor aus einem Konter resultierte».

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 0:0

Eintracht Frankfurt ist beim Debüt von Neuzugang Kevin-Prince-Boateng zum Saisonstart nicht über ein 0:0 beim SC Freiburg hinausgekommen. Die beiden Fußball-Bundesligisten trennten sich im ersten Sonntagsspiel vor 24.000 Zuschauern in Freiburg mit einem torlosen Remis. «Wenn es gestern gewesen wäre, wären wir 1:0 in Führung gegangen. Da hat ja nichts funktioniert», sagte Streich zwar, erklärte aber auch: «Einmal bist du froh, einmal bist du traurig - dann bleibt es gleich. Ich habe schon auf der Bank gedacht, es ist knapp abseits.»

Ein Tor von Freiburgs Tim Kleindienst erkannte Schiedsrichter Manuel Gräfe mit Hilfe des Videobeweises wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht an (17. Minute). «Es ist fair. Ich glaube, dass uns das größtenteils das richtige Ergebnis bringen wird», sagte Kovac dazu. Bei den Frankfurtern wurde Rückkehrer Boateng 833 Tage nach seinem zuvor letzten Bundesliga-Spiel für den FC Schalke 04 in der 67. Minute eingewechselt. Stürmer Sebastien Haller traf nach einer guten halben Stunde nur die Latte.

Schalke 04 - RB Leipzig 2:0 (1:0)

Schalke 04 hat seinem neuen Trainer Domenico Tedesco einen perfekten Bundesliga-Einstand beschert und RB Leipzig den Saisonstart verdorben. Die Königsblauen besiegten den Vize-Meister am Samstagabend verdient mit 2:0 (1:0) - für die Schalker war es nach den fünf Start-Niederlagen in der turbulenten Vorsaison eine Wohltat. RB verlor erstmals in der jungen Vereinsgeschichte (seit 2009) ein Spiel zum Saisonauftakt. "Wir haben nicht gegen Irgendjemanden gespielt, sondern gegen RB Leipzig. Ich finde, dass die Mannschaft genau das umgesetzt hat, was der Trainer ihr gesagt hat", kommentierte S04-Manager Christian Heidel bei Sky das Ergebnis: "Die Mannschaft ist ans Limit gegangen, deshalb sind wir rundherum zufrieden."

Nabil Bentaleb brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße: Der Algerier verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0 (43.). Jewgeni Konopljanka (73.) legte nach glänzender Vorlage des Neuzugangs Amine Harit nach, der zwei Gegenspieler ausgedribbelt und dann maßgerecht in die Tiefe gepasst hatte.

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 0:3 (0:2)

Dortmunder Jubel in Wolfsburg

Beim umjubelten Comeback von Weltmeister Mario Götze hat Borussia Dortmunds neuer Coach Peter Bosz eine erfolgreiche Bundesliga-Premiere gefeiert. Beim hilflosen VfL Wolfsburg gewann der DFB-Pokalsieger am ersten Ligaspieltag locker mit 3:0 (2:0). Götze bereitete das 1:0 durch Christian Pulisic (22. Minute) vor.

Marc Bartra erzielte in der ausverkauften Volkswagen Arena vor 30.000 Zuschauern das zweite Tor (27.), Pierre-Emerick Aubameyang (60.) sorgte für die Entscheidung. Dortmund reichte eine clevere und konzentrierte Leistung, um die harmlosen und defensiv schwachen Gastgeber zu bezwingen.

Die Trainerstimmen zum Spieltag

TSG Hoffenheim - Werder Bremen 1:0 (0:0)

André Kramaric hat 1899 Hoffenheim mit einem Glückstreffer den erhofften Auftaktsieg und damit auch eine erfolgreiche Generalprobe für den Champions-League-Showdown mit dem FC Liverpool beschert. Der eingewechselte Stürmer traf in der 84. Minute mit einem abgefälschten Schuss zum 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen und bewahrte die klar überlegenen Kraichgauer vor 30.150 Fans in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena vor einer Nullnummer.

Vier Tage nach der bitteren 1:2-Heimpleite im Playoff-Hinspiel der europäischen Königsklasse gegen Liverpool, bei der Kramaric noch einen Elfmeter verschossen hatte, und vier Tage vor dem Rückspiel an der Anfield Road hatte TSG-Trainer Julian Nagelsmann mächtig rotiert. Gleich auf sechs Positionen hatte er Veränderungen in der Startformation vorgenommen.

Hertha BSC - VfB Stuttgart 2:0 (0:0)

Mit einer Mathew-Leckie-Show ist Hertha BSC in die neue Saison gestartet und hat Wiederaufsteiger VfB Stuttgart gleich die Grenzen aufgezeigt. Der Australier Leckie, der im Sommer für drei Millionen Euro zum Berliner Fußball-Bundesligisten gestoßen war, sorgte mit seinen beiden Toren (46. und 62. Minute) für den 2:0 (0:0)-Sieg des Hauptstadtclubs.

In der Vorsaison hatte der 26 Jahre alte Flügelspieler für Absteiger Ingolstadt nicht ein einziges Mal getroffen. Hertha verdiente sich vor 44.751 Zuschauern im Olympiastadion die ersten drei Saisonpunkte mit einer Tempoverschärfung und präziserem Spiel in der zweiten Hälfte.

Hamburger SV - FC Augsburg 1:0 (1:0)

Der Hamburger SV hat die Attacken und die Unruhe vor dem Saisonstart der Fußball-Bundesliga weggesteckt und seine Auftaktpartie gegen den FC Augsburg mit 1:0 (1:0) gewonnen. Die Norddeutschen stoppten damit die aufkommende Hektik nach dem Rundumschlag von Investor Klaus-Michael Kühne und entschärften die Debatten um Führungspersonal und Spieler. Nicolai Müller (8.) erzielte vor 49.449 Zuschauern im Volksparkstadion den Siegtreffer. Für die Hamburger war es der erste Auftaktsieg seit 2010 (2:1 gegen Schalke 04). Die Augsburger bleiben sich indes treu: Noch nie seit ihrem Aufstieg in die Bundesliga 2011 schafften sie zum Saisostart einen Sieg. In Hamburg kassierten sie bereits die sechste Niederlage und blieben dabei erneut ohne Tor.

Nicolai Müller verewigte sich gleich zum Bundesliga-Saisonstart im Kuriositätenkabinett. Als das gesamte Volksparkstadion nach dem Tor des Tages durch den 29 Jahre alten Stürmer noch im Freudentaumel war, lag der Torschütze mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Für einige Momente herrschte Fassungslosigkeit - nicht nur bei den Fans. "Das ist schon ein Wermutstropfen", sagte Trainer Markus Gisdol nach dem 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg: "Ich weiß noch nicht, wie schlimm es ist, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt." Nach seinem typischen Propeller-Jubel war Müller in der achten Minute unglücklich gelandet und hatte sich dabei das Knie verdreht. Anschließend musste er vom Platz, eine Diagnose steht noch aus.

1. FSV Mainz 05 - Hannover 96 0:1 (0:0)

Bundesliga: Mainz - Hannover
Harnik (l.) und Rosinski im Zweikampf

Die Bundesliga-Premiere des neuen Mainzer Cheftrainers Sandro Schwarz ist mit dem 0:1 (0:0) gegen Aufsteiger Hannover 96 gründlich daneben gegangen. Martin Harnik bescherte den Niedersachsen in der 73. Minute mit dem Siegtreffer nach einem Zweitliga-Jahr eine erfolgreiche Rückkehr ins Oberhaus.

Viel Anlass zur Begeisterung löste das Geschehen auf dem Rasen nicht aus, vor allem der Liga-Rückkehrer hatte vor 28.279 Zuschauern in der ersten Halbzeit nicht viel zu bieten. Deshalb dürfte den rund 2000 mitgereisten 96-Fans das selbstauferlegte Schweigen nicht schwer gefallen sein. Sie protestierten damit gegen Clubchef Martin Kind wegen dessen geplanter Übernahme der Mehrheitsanteile an der 96-Profigesellschaft.


Noch keine Aufbruchstimmung kam auch durch das erste Auftreten der Mainzer unter der Regie von Schwarz auf. Die von ihm verordnete neue Spielweise mit Vorwärtsvereidigung, viel Ballbesitz und flexiblem Positionsspiel klappte nur in Ansätzen, wenngleich das aggressive Auf-Mann-und-Ball-Gehen den Gästen wenig Raum zur Entfaltung ließ.

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