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Hertha und Schalke auf dem Vormarsch

Fußball-Bundesliga, 12. Spieltag

Zum Abschluss des 12. Spieltags hat Hertha BSC den dritten Platz erobert. Die Berliner besiegten Mainz 05 mit 2:1. Zuvor konnte Schalke auch gegen Darmstadt seinen Höhenflug beim 3:1-Sieg fortsetzen.

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Herthas Plattenhardt (li.) und der Mainzer Öztunali Quelle: ap

Liveticker vom 12. Spieltag

Hertha erobert Rang drei

Torjäger Vedad Ibisevic hat den Heimnimbus von Hertha BSC gewahrt und sein Team zurück auf einen Champions-League-Platz geschossen. Der bosnische Stürmer sorgte mit seinen Saisontreffern Nummer sieben und acht (36. und 67.) fast im Alleingang für den 2:1 (1:1)-Erfolg der Berliner gegen den FSV Mainz 05. In der 74. Minute musste der Matchwinner, der kurz zuvor sein 100. Bundesligator hatte feiern dürfen, nach einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz. Mit dem sechsten Sieg im sechsten Heimspiel kletterte Hertha wieder auf Platz drei der Bundesliga-Tabelle hinter Rekordmeister Bayern München und Spitzenreiter RB Leipzig.

Bundesliga-Debütant Aaron Seydel hatte die Mainzer vor 37.852 Zuschauern im Olympiastadion in Führung (25.) gebracht. Die Mainzer, die drei Tage zuvor durch das 0:0 bei AS St. Etienne vorzeitig aus der Europa League ausgeschieden waren, spielten wegen einer Gelb-Roten Karte für Jean-Philippe Gbamin (62.) zwölf Minuten in Unterzahl, ehe auch Ibisevic vorzeitig in die Kabine geschickt wurde.

Knappen auf dem Vormarsch

Spielszene Bundesliga Schalke - Darmstadt
Quelle: dpa

Mit einem Kraftakt hat der FC Schalke 04 seine Erfolgsserie ausgebaut und den Anschluss an das obere Tabellen-Drittel hergestellt. Der Revierclub gewann mühevoll, aber verdient mit 3:1 (1:1) gegen den SV Darmstadt 98 und brachte den tapferen Hessen die vierte Bundesliga-Niederlage in Serie bei. Sead Kolasinac (26. Minute), Eric Maxim Choupo-Moting (60.), der zuvor einen Strafstoß (28.) vergeben hatte, und Alessandro Schöpf (89.) sicherten den Königsblauen vor 58 703 Zuschauern in der Veltins-Arena den vierten Heimsieg nacheinander.

Während Schalke seinen Positivtrend mit dem insgesamt zwölften Pflichtspiel ohne Niederlage fortsetzte, hofften die abstiegsbedrohten Darmstädter trotz der frühen Führung von Marcel Heller (6.) im sechsten Auswärtsspiel der Saison vergeblich auf den ersten Punkt.

BVB stolpert in Frankfurt

Pierre-Emerick Aubameyang (li.) gegen David Abraham
Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (li.) gegen David Abraham Quelle: ap

Keinen Sieger, dafür vier Tore gab's im Nordderby zwischen dem HSV und Bremen. Remis endeten auch Gladbach -Hoffenheim, Köln - Augsburg und Ingolstadt - Wolfsburg

Nicht Borussia Dortmund, sondern Überraschungsteam Eintracht Frankfurt bleibt an Tabellenführer RB Leipzig dran. Die Eintracht gewann ein packendes Verfolgerduell gegen den BVB mit 2:1 (0:0). Vor 51.500 Zuschauern brachte Szabolcs Huszti die Mannschaft von Niko Kovac in der 46. Minute zum ersten Mal in Führung. In der Schlussphase wurde es dramatisch. Zunächst ließ Seferovic die große Chance zum 2:0 aus (76.). Im Gegenzug machte Pierre-Emerick Aubameyang (77.) dann doch noch sein Tor.

Das half dem BVB aber auch nicht, denn wiederum nur zwei Minuten später traf der eingewechselte Haris Seferovic (79.). Der Schlusspunkt: In der Nachspielzeit setzte Dortmunds Dembélé den Ball an die Latte, der BVB war geschlagen und hat als Sechster nun neun Punkte Rückstand auf RB Leipzig. In den Tagen zuvor hatte die Mannschaft von Thomas Tuchel noch gegen Bayern München (1:0) und Legia Warschau (8:4) gewonnen.

HSV - Bremen
Hamburgs Filip Kostic (li.) im Zweikampf gegen Robert Bauer Quelle: dpa

Der Hamburger SV verpasste im 105. Nord-Derby der Bundesliga gegen Werder Bremen den ersten Saisonsieg. Nach dem 2:2 (2:2) ist die Elf von Markus Gisdol mit nur vier Punkten in der Tabelle weiterhin abgeschlagen Letzter. Die ebenfalls abstiegsgefährdeten Bremer haben acht Zähler auf dem Konto, warten aber auch seit fünf Partien auf einen Sieg.

Die Tore für den HSV erzielten Michael Gregoritsch (3./28.), für Werder trafen Fin Bartels (14.) und Serge Gnabry (45.). Bei dem sogenannten Hochrisiko-Spiel waren 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Schon vor dem Anpfiff randalierten Fans an einem Bahnhof in Schleswig-Holstein, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Im Fanblock der 6000 mitgereisten Fans wurde zudem Pyrotechnik gezündet.

Köln mit respektabler Ausbeute

Der 1. FC Köln verpasste den Sprung auf Tabellenplatz drei. Nach dem 0:0 gegen den FC Augsburg weisen die Rheinländer mit 22 Punkten aber eine respektable Ausbeute auf und sind saisonübergreifend seit acht Heimbegegnungen unbesiegt. Die Augsburger Mannschaft des früheren Kölner Profis Dirk Schuster blieb mit dem torlosen Remis schon zum dritten Mal nacheinander ohne Niederlage.

Der FCA sah sich vor den mit 50. 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion früh in die Defensive gedrängt. Schon nach zwei Minuten traf Frederik Sörensen den Außenpfosten. Dann verhinderte der rechtzeitig von einem Magen-Darm-Virus genesene Ausgbruger Keeper Marwin Hitz bei einem Schuss von Yuya Osako einen Treffer. 180 Sekunden später setzte Kölns Torjäger Anthony Modeste einen Kopfball über das Gehäuse. Marcel Risses Distanzversuch ging knapp rechts vorbei.

Nach einer lange dominanten Vorstellung hat sich der FC Ingolstadt bei der Heimpremiere von Trainer Maik Walpurgis mit einem Punkt gegen einen enttäuschenden VfL Wolfsburg begnügen müssen. Ein abgefälschter Schuss des eingewechselten Daniel Caligiuri (78.) rettete den Gästen ein glückliches 1:1 (0:1) bei den Oberbayern, die durch das erste Bundesligator von Anthony Jung (31.) in Führung gelegen hatten.

Eine mangelhafte Chancenverwertung brachte die Ingolstädter, die allein dreimal Aluminium trafen und einen Foulelfmeter vergaben, um den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter Walpurgis. Mit sechs Punkten bleibt Ingolstadt auf einem direkten Abstiegsplatz, Wolfsburg ist mit zehn Zählern weiter unten dabei.

Sport | das aktuelle sportstudio - FC Bayern zurück in der Erfolgsspur

Uli Hoeneß ist als Präsident zurück - und sein FC Bayern siegt gleich wieder im Spiel gegen Bayer Leverkusen 2:1.

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Stimmen zum 12. Spieltag

Leipzig bleibt ungeschlagener Spitzenreiter

Der RB Leipzig thront eine weitere Woche an der Spitze der Bundesliga. Zum Auftakt des 12. Spieltags gewannen die Sachsen auch das Aufsteigerduell beim SC Freiburg mit 4:1 (3:1); es war der siebte RB-Sieg in Serie.

Leipzig setzt Bayern unter DruckNaby Keita, der überragende Timo Werner (21./35.) und Marcel Sabitzer (79.) trafen für die Gäste. Florian Niederlechner (15.) hatte für die völlig überforderten Freiburger zwischenzeitlich ausgeglichen. Mit jeder Menge Spielwitz, technischer Raffinesse und überfallartigen Angriffen setzten die Gäste ihrem Rivalen im ersten Durchgang praktisch pausenlos zu. Allein der Kunstschuss von Keita nach nur 80 Sekunden und die beiden Treffer des pfeilschnellen Werner bildeten dabei die komplette Palette der Leipziger Qualitäten ab.

Sport | das aktuelle sportstudio - Hasenhüttl: "Wer uns schlagen will, muss viel richtig machen"

Dass seine Mannschaft künftig besser ausrechenbar werden könnte, befürchtet Leipzig-Coach Hasenhüttl nicht. „Wir kennen unsere Gegner dann ja auch besser“, sagt der Österreicher im aktuellen sportstudio bei Katrin Müller-Hohenstein.

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