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Freiburg siegt - Gladbach baut Führung aus

Fußball-Bundesliga | 11. Spieltag

Zum Abschluss des 11. Spieltags setzt sich der SC Freiburg 1:0 gegen Frankfurt durch und reiht sich in das Verfolgertrio auf Tabellenführer Gladbach ein, der zum Auftakt am Sonntag mit einem deutlichen 3:1 gegen Werder Bremen gewann. Wolfsburg konnte im 2. Sonntagsspiel die Negativserie nicht stoppen und verlor zuhause gegen Leverkusen mit 0:2. Die Krise zunächst überwunden hat bereits am Samstag der FC Bayern, der unter Interimstrainer Hansi Flick das Topspiel gegen Borussia Dortmund mit 4:0 für sich entschied. Der Spieltag im Überblick.

Philipp Lienhart (SC Freiburg), Goncalo Paciencia (Eintracht Frankfurt), Robin Koch (SC Freiburg)
Philipp Lienhart (SC Freiburg) und Goncalo Paciencia (Eintracht Frankfurt)
Quelle: imago

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt, David Abraham (l.)
SC Freiburg - Eintracht Frankfurt, David Abraham (l.)
Quelle: imago images/Jan Huebner

Der SC Freiburg hat dank einer Halbzeit in Überzahl Eintracht Frankfurt besiegt und den Sprung in die Champions-League-Plätze geschafft. Nach einem unnötigen Platzverweis für Gelson Fernandes (45. Minute) setzte sich der SC am Sonntag 1:0 (0:0) gegen die Eintracht durch. Nils Petersen erzielte vor 24.000 Zuschauern das entscheidende Tor für die Mannschaft von Christian Streich (77. Minute). Während die Breisgauer auf den vierten Platz der Fußball-Bundesliga kletterten, rutschte Frankfurt nach dem sechsten Spiel innerhalb von 18 Tagen auf den neunten Rang ab.

In der Nachspielzeit bekam auch noch Eintracht-Kapitän David Abraham nach einem Rempler gegen Freiburgs Coach Streich die Rote Karte (90.+6). Der bereits ausgewechselte Freiburger Vincenzo Grifo sah wegen der anschließenden Rudelbildung nach Videobeweis ebenfalls Rot. Von der Gelb-Roten Karte gegen Fernandes, der kurz vor der Pause im Zweikampf gegen Jonathan Schmid viel zu spät gekommen war, profitierte Freiburg zunächst überhaupt nicht. Frankfurt stand in Unterzahl deutlich tiefer, die Freiburger Vorstöße über die Außenbahnen führten jedoch nicht zum Erfolg. Brenzlig wurde es aus Eintracht-Sicht dennoch, als Roland Sallai (50.) aus kurzer Distanz per Kopf am stark reagierenden Frederik Rönnow scheiterte. Erst Stürmer Petersen machte mit seinem 82. Pflichtspieltreffer für Freiburg spät den sechsten Saisonsieg des Sportclubs perfekt.

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 0:2 (0:1)

Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen) und Joao Victor (VfL Wolfsburg) im Zweikampf
Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen) und Joao Victor (VfL Wolfsburg) im Zweikampf
Quelle: imago

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw hat Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Fünf Tage nach dem Erfolg in der Champions League gegen Atletico Madrid (2:1) setzten sich die Rheinländer beim VfL Wolfsburg mit 2:0 (1:0) durch und haben nach zuvor vier Ligaspielen ohne Sieg wieder Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen. Die Treffer erzielten Karim Bellarabi (25.) und der kurz zuvor eingewechselte Paulinho (90.+6). Bellarabi narrte bei seinem Solo mit ein bisschen Glück die gesamte VfL-Hintermannschaft und schoss aus kurzer Entfernung ein. Die Platzherren protestierten wegen eines angeblichen Foulspiels von Bellarabi an Marcel Tisserand, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe erkannte das Tor an.

Löw hatte am Mittag zusammen mit Teresa Enke das Grab des vor zehn Jahren freiwillig aus dem Leben geschiedenen Ex-Nationaltorhüters Robert Enke besucht und seinen Trip nach Niedersachsen mit einem Besuch in der Volkswagen-Arena fortgesetzt. Für die Gastgeber war es das siebte Pflichtspiel ohne Sieg in Serie. Drei Tage nach der 1:3-Niederlage in der Europa League gegen KAA Gent blieben die Norddeutschen erneut deutlich unter ihrem Leistungsvermögen, die 24.112 Zuschauer waren unüberhörbar enttäuscht.

Bor. Mönchengladbach - Werder Bremen 3:1 (2:0)

Ramy Bensebaini bejubelt sein Tor
Ramy Bensebaini (Borussia Mönchengladbach) bejubelt sein Tor zum 1:0
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Mit begeisterndem Power-Fußball wächst Borussia Mönchengladbach allmählich zu einem Titelkandidaten in der Fußball-Bundesliga heran. Der Spitzenreiter gewann 64 Stunden nach dem kräftezehrenden Sieg in der Europa League gegen AS Rom auch sein viertes Liga-Heimspiel in Folge und konnte die Tabellenführung durch das 3:1 (2:0) gegen Werder Bremen mit 25 Punkten vor RB Leipzig und Bayern München (beide 21) sogar ausbauen. «Ein schöner Sieg, das war wichtig», sagte Torwart Yann Sommer beim Streamingdienst «DAZN» nach der Partie. «Ich freue mich riesig. Wir spielen jedes Wochenende, um diesen Platz zu behalten, wollen jedes Spiel drei Punkte holen. Die Situation ist positiv, aber die Saison ist noch sehr lang.»

Die Bremer hingegen fielen nach sieben sieglosen Spielen in Folge auf Rang 14 zurück. Vor 54.022 Zuschauern am Sonntag im Borussia-Park erzielten Ramy Bensebaini (20.), der in der 87. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah, und Patrick Herrmann (22./59.) die Tore für die Borussia. Der Treffer von Leonardo Bittencourt (90.+3) war ohne Bedeutung.

FC Bayern - Borussia Dortmund 4:0 (1:0)

Hansi Flick hat den FC Bayern München in Rekordzeit wiederbelebt und zu einem großen Sieg im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund geführt. Seine Mannschaft zeigte im Topspiel des 11. Spieltages gegen den BVB eine überzeugende Leistung und gewann verdient mit 4:0. Flick empfahl sich mit der Gala gegen die Borussia und zwei Zu-Null-Siegen (Bundesliga und zuvor Champions League) eindrucksvoll für eine längerfristige Trainerlösung in München. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte nach dem Spiel: "Wir machen bis auf Weiteres mit Hansi weiter. Er hat das jetzt gut gemacht und er hat unser Vertrauen." In zwei Wochen in Düsseldorf wird Flick nach der Länderspielpause also zum dritten Mal in der Verantwortung stehen.

Hans Dieter Flick, Dr. Holger Broich und Hasan Salihamidzic
Flick (r.) empfahl sich für ein längerfristiges Engagement auf der Bayernbank.
Quelle: imago

Wie lange die Münchner mit Flick planen, sagte Rummenigge nicht. Auch nicht, was das für die Trainersuche bedeute. "Was wir machen, das möchte ich nicht in der Öffentlichkeit kommentieren", sagte der Münchner Vorstandschef.

Im Topduell gegen Dortmund schraubte derweil Bayerns Torjäger Robert Lewandowski seine persönliche Torquote weiter nach oben. Der Stürmer brachte den deutschen Rekordmeister in Führung und sorgte für das vorentscheidende 3:0. Davor hatte Serge Gnabry für die Bayern erhöht. Ein Eigentor durch Mats Hummels besiegelte den Dortmunder Untergang in der Münchener Arena. Mit seinen Saisontreffern Nummer 15 und 16 in der diesjährigen Bundesliga-Saison übertraf Lewandowski einen Uralt-Rekord von "Bomber" Gerd Müller. Müller hatte es in der Saison 1968/69 nach elf Spieltagen auf 15 Tore gebracht. Insgesamt waren es für Lewandowski die Pflichtspieltreffer Nummer 22 und 23 in dieser Saison - bei nur 18 Einsätzen. Die Bayern schoben sich durch den Sieg bis auf einen Zähler hinter Borussia Mönchengladbach auf den dritten Rang. Dortmund rutschte auf den fünften Platz ab. RB Leipzig ist zumindest vorübergehend auf Platz zwei vorgestoßen, Schalke hat den Sprung in die Top 3 hingegen verpasst.

Hertha BSC - RB Leipzig 2:4 (1:2)

RB Leipzig hat seinen guten Lauf auch bei Hertha BSC fortgesetzt. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann siegte verdient mit 4:2 (2:1), feierte den vierten Pflichtspielsieg in Folge und festigte den Spitzenplatz in der Tabelle. Vor 48.532 Zuschauern erzielte Maxi Mittelstädt (32.) per Distanzschuss die Führung der Hausherren. Nationalstürmer Timo Werner (38., Handelfmeter/90.+1), Marcel Sabitzer (45.+1) und Kevin Kampl (87.) trafen für die Gäste, die im vierten Liga-Spiel bei der Hertha den vierten Sieg feierten. Davie Selke (90.+2) gelang der zweite Hertha-Treffer.

Vor den Augen des neuen Aufsichtsratsmitglieds Jürgen Klinsmann zeigte Hertha erneut eine enttäuschende Leistung und kassierte die dritte Niederlage in Folge.

FC Schalke 04 - Fortuna Düsseldorf 3:3 (1:0)

Schalke-Trainer David Wagner
Schalke-Trainer David Wagner
Quelle: dpa

Rouwen Hennings hat mit einem Dreierpack Fortuna Düsseldorf einen Punkt bei Schalke 04 gerettet. In der 85. Minute traf der Fortuna-Torjäger zum 3:3 (0:1)-Endstand und krönte damit seine starke Leistung. Schalke verliert seinerseits ein wenig den Schwung und musste trotz dreimaliger Führung Punkte liegen lassen.

Die Königsblauen haben nur eines ihrer vergangenen fünf Ligaspiele gewonnen. Dennoch bleibt die Mannschaft von Trainer David Wagner in der erweiterten Spitzengruppe. Die Fortuna sammelte dank Hennings einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

FSV Mainz 05 - Union Berlin 2:3 (0:2)

Der FSV Mainz 05 hat eine Woche nach seiner bislang höchsten Bundesliga-Pleite die nächste Pleite Debakel erlebt - der angezählte Trainer Sandro Schwarz wackelt bedenklich. Anstatt Wiedergutmachung für das 0:8 (0:5) bei RB Leipzig zu betreiben, unterlagen die Rheinhessen am 11. Spieltag 2:3 (0:2) gegen Aufsteiger Union Berlin. Damit stellten die Mainzer einen Negativrekord auf. Acht Niederlagen aus den ersten elf Partien gab es für den FSV noch nie. Ein Eigentor des Mainzer Kapitäns Daniel Brosinski (30.) brachte die Rheinhessen auf die Verliererstraße. Der Schwede Sebastian Andersson (45.+3 und 51.) traf zudem für Union. Karim Onisiwo (81.) und Brosinski (90.+4) trafen für Mainz.

Die 24.349 Zuschauer in der Mainzer Arena sahen eine zähe Anfangsphase. Die von Schwarz geforderte "Reaktion" seiner Schützlinge blieb erst einmal aus, Union war die aktivere Mannschaft. Die Mainzer, deren Sportvorstand Rouven Schröder trotz der Misere auf Wintertransfers verzichten will, wirkten angeschlagen.

SC Paderborn - FC Augsburg 0:1 (0:1)

Der FC Augsburg hat zum Auftakt richtungweisender Wochen seine Negativserie beendet und Trainer Martin Schmidt vorerst Luft verschafft. Die Fuggerstädter gewannen das Bundesliga-Kellerduell beim fehlerhaften Schlusslicht SC Paderborn mit 1:0 (1:0) - nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg verlässt der FCA vorerst die Abstiegsränge.

Abwehrspieler Philipp Max (41.) erzielte vor 13.758 Zuschauern mit einem direkt verwandelten Freistoß das Tor für Augsburg, das nach der Länderspielpause mit Hertha BSC, dem kriselnden 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 auf Teams aus der zweiten Tabellenhälfte trifft. Die harmlosen Ostwestfalen behalten nach dem 11. Spieltag die Rote Laterne.

1. FC Köln - TSG Hoffenheim 1:2 (1:0)

Einen weiteren Rückschlag hat der 1. FC Köln hinnehmen müssen, der nach einem Last-Minute-K.o. gegen die TSG Hoffenheim tief in der Krise steckt. Nach dem 1:2 (1:0) am Freitag gab der Fußball-Bundesligist die sofortige Trennung von Sportchef Armin Veh bekannt. Der erst im Sommer als Trainer verpflichtete Achim Beierlorzer wurde am Tag darauf entlassen.

Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der Nachspielzeit: Nach einem Zweikampf zwischen Kölns Dominick Drexler und Sargis Adamyan entschied Schiedsrichter Robert Kampka nach Ansicht der Videobilder auf Foulelfmeter. Jürgen Locadia verwandelte (90.+8 Minute) und besiegelte damit den späten K.o. des FC und die bereits achte Niederlage im elften Saisonspiel.

Der 11. Spieltag im Liveticker

Sa, 12.12.2020
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Sp.S.U.N.ToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC00000:000
1Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB00000:000
1Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
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