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Freiburg und 96 siegen, Remis in Augsburg

Bundesliga: 15. Spieltag

Der nächste Schock für den 1. FC Köln: Trotz einer 3:0-Führung unterlagen die Domstädter dem SC Freiburg zuhause mit 3:4. Hannover schlug Hoffenheim mit 2:0. Augsburg und Hertha trennten sich 1:1.

Freiburgs Nils Petersen (m)& Freiburgs Robin Koch (l)
Freiburgs Nils Petersen (M.) wird von Robin Koch (l.) und Tim Kleindienst gefeiert.
Quelle: dpa

Nach dem Spielverlauf dieses Kellerduells dürfte kaum noch jemand an den Kölner Klassenerhalt bleiben. Nach nur 29 Minuten führten die Rheinländer mit 3:0 und zeigten eine gute Leistung. Durch zwei Elfmetergegentore in der Nachspielzeit stehen die Kölner mit ihrem neuen Trainer Stefan Ruthenbeck mit leeren Händen da. Schlimmer noch: Solche Spiele sind Gift für die Moral einer ohnehin verunsicherten Mannschaft.

Köln erst furios, dann töricht

Köln - Freiburg
Guirassy trifft zum 2:0 - da war die Kölner Welt noch in Ordnung...
Quelle: imago

Dabei hatte alles so gut begonnen aus Sicht des Tabellenschlusslichts gegen den Vorletzten. Durch Treffer von Lukas Klünter (8.), Sehrou Guirassy (16./Elfmeter) und ein Eigentor des Freiburgers Caleb Stanko (29.) lag der Eff-Zeh komfortabel vorne. Erst nach der furiosen Anfangsphase kam Freiburg besser ins Spiel, Nils Petersen sorgte in der 39. Minute mit dem 1:3 für einen Hoffnungsschimmer.

Was dann kam, stellt selbst für die in dieser Saison so gebeutelten Kölner einen Schlag in die Magengrube dar: Spätestens nach dem 2:3 durch Janik Haberer (65.) griff die Angst um sich, wieder einmal zu scheitern. Wer sich derart töricht anstellt, wie es in der Schlussphase Salih Özcan und Guirassy taten, darf sich nicht wundern: Zuerst verursachte Özcan durch tölpelhaftes Einsteigen gegen Nicolas Höfler einen Strafstoß, dann ging Guirassy mit der Hand zum Ball - 20 Sekunden vor Ende der angezeigten Nachspielzeit. Petersen nahm dankend an und verwandelte beide Elfmeter sicher. Begonnen hatte die Partie wegen der Witterungsbedingungen übrigens mit einer halben Stunde Verspätung. Kurz vor dem Anpfiff musste der Rasen mit großen Schippen und Saugern vom Schnee befreit werden.

Hannover 96 - 1899 Hoffenheim 2:0

Im zweiten Sonntagsspiel setzte sich Aufsteiger Hannover 96 auf heimischem Geläuf mit 2:0 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim durch. Niclas Füllkrug (59.) und Martin Harnik (86.) trafen für die Niedersachsen, die als Tabellenzehnter mit nun 22 Zählern punktgleich mit Borussia Dortmund auf Platz acht sind. Hoffenheim verpasste den Sprung auf Platz drei. Ein dichtes Schneetreiben erschwerte beiden Teams vor 45.100 Zuschauern das Fußballspielen. Hannover spielte seine Stärken bei Standards und im Umschaltspiel aus und siegte nicht unverdient.

FC Augsburg - Hertha BSC 1:1

Zum Abschluss des 15. Spieltags trennten sich der FC Augsburg und Hertha BSC 1:1 (0:0). Caiuby hatte die Hausherren in der 74. Minute mit einem fulminanten Schuss in Führung gebracht, Salomon Kalou rettete den Berlinern in der Nachspielzeit den Auswärtspunkt. Augsburg muss sich vorwerfen lassen, aus einer Vielzahl an Chancen zu wenig gemacht zu haben. 26.641 Zuschauer sahen eine niemals aufsteckende Hertha, die trotz ihrer Unterlegenheit am Ende zumindest mit dem Teilerfolg belohnt wurde.

Gladbach - Schalke 1:1

Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 haben sich nach rassigen 90 Minuten 1:1 (1:0) getrennt.Damit blieben die Königsblauen am Samstagabend im neunten Liga-Spiel in Serie unbesiegt und verteidigten Platz drei in der Tabelle vor dem Rivalen vom Niederrhein. Ein unglückliches Eigentor von Jannik Vestergaard hatte die Gladbacher vor 54 018 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park den Sieg gekostet. Der Däne rutschte in eine Hereingabe von Daniel Caligiuri und lenkte den Ball in der 62. Minute ins eigene Netz. Zuvor hatte Weltmeister Christoph Kramer die Hausherren in der 24. Minute in Führung gebracht.

Dortmund - Bremen 1:2

Konzeptlos, harmlos, hilflos: Trainer Peter Bosz muss bei Borussia Dortmund gehen. Nach der Pleite gegen den Abstiegskandidaten Werder Bremen am 15. Spieltag standen die Zeichen schon am Abend auf Abschied vom Holländer. Am Sonntagmittag wurde Peter Stöger als Nachfolger vorgestellt.

Werder Bremens Max Kruse gegen Borussia Dortmunds Neven Subotic
Werder Bremens Max Kruse gegen Borussia Dortmunds Neven Subotic
Quelle: reuters

Auch gegen Bremen blieb wieder eine Wende hinsichtlich des Ergebnisses oder zumindest der sehr fahrigen Spielweise aus. Ob vor oder nach dem 0:1 durch ein Traumtor von Maximilian Eggestein (26.): Der BVB brachte fast nichts von dem auf den Platz, was ihn in den berauschenden ersten Saisonwochen ausgezeichnet hatte. Am vorläufigen Ende des atemberaubenden Absturzes stand das achte Bundesliga-Spiel in Serie ohne Sieg. Den BVB-Ausgleich durch ein Eigentor von Philipp Bargfrede (57.) konterte Theodor Gebre Selassie (65.). Werder sicherte sich wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Frankfurt - FC Bayern 0:1

Rekordmeister Bayern München hat sich zum 23. Mal die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga gesichert. Das Team von Trainer Jupp Heynckes gewann knapp aber verdient bei Eintracht Frankfurt und ist bis zur Rückrunde nicht mehr vom Spitzenplatz zu verdrängen. Die Bayern profitierten vom 2:2 (2:1) von Verfolger RB Leipzig gegen den FSV Mainz 05. Der FC Bayern holte zum siebten Mal in Folge die Herbstmeisterschaft.

HSV - Wolfsburg 0:0

Der Hamburger SV steckt weiter in der Gefahrenzone der Liga fest. Trotz einer über weite Strecken überlegen geführten Begegnung kamen die Hanseaten am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Ende nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Vor 45 226 Zuschauern hatte der zuvor zweimal nacheinander im Volksparkstadion erfolgreiche HSV zwar die klar besseren Chancen, vermochte diese aber nicht in das siegbringende Tor umzumünzen. Die schwachen Gäste erkämpften sich eine Woche nach dem Heim-Triumph über Borussia Mönchengladbach einen glücklichen Punkt.

Stuttgart - Leverkusen 0:2 (0:1)

Kai Havertz (20. Minute) und Lars Bender (80.) erzielten am Freitagabend vor 54 650 Zuschauern die Treffer für Leverkusen zum 2:0-Erfolg in Stuttgart. Leverkusen ist nun seit zehn Spielen in der Fußball-Bundesliga unbesiegt ist. Für die Schwaben dagegen werden die Abstiegssorgen angesichts des schweren Restprogramms bis zur Winterpause größer: Letztmals hatte der VfB am 12. Dezember 2016 in der heimischen Arena verloren - damals noch in der 2. Liga mit 1:2 gegen Hannover 96.

Stuttgart - Leverkusen
Badstuber (li.) im Duell mit Havertz

Leverkusen zog sich im Laufe des ersten Durchgangs immer weiter zurück. Die Rheinländer ließen Stuttgart kommen und lauerten auf Konter. Anders als zu Beginn der Partie ließ der VfB jedoch keine schnellen Gegenangriffe mehr zu. Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf erhöhte weiter den Druck. Kurz nach dem Seitenwechsel verpasste Simon Terodde eine Donis-Hereingabe nur ganz knapp. Kurz nachdem Schiedsrichter Deniz Aytekin eine knappe Viertelstunde vor Schluss Herrlich wegen wiederholten Meckerns auf die Tribüne geschickt hatte, gelang Lars Bender per Kopf nach einer Ecke das zweite Leverkusener Tor.

Die Stimmen der Trainer

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