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Stuttgart überwintert auf Nicht-Abstiegsrang

Sport - Stuttgart überwintert auf Nicht-Abstiegsrang

Die Entscheidung ist gefallen.Verkünden wollte Robin Dutt im sportstudio noch nicht,wer Cheftrainer in Stuttgart wird. Nach dem Sieg des VfB gegen Wolfsburg hat Jürgen Kramny alle Trümpfe in der Hand.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.12.2016, 17:20

Mit seinem ersten Sieg im vierten Bundesliga-Spiel hat sich Trainer Jürgen Kramny eindrücklich für seine Weiterbeschäftigung beim VfB Stuttgart empfohlen. Dank des 3:1 (2:1)-Sieges gegen den VfL Wolfsburg verließen die Schwaben am letzten Vorrunden-Spieltag den letzten Tabellenplatz und kletterten auf Rang 15.

Maximilian Arnold (14. Minute) hatte den Champions-League-Achtelfinalisten am Samstagabend vor 47.343 Zuschauern in Führung gebracht. Ausgerechnet der von den Wolfsburgern umworbene Daniel Didavi erzielte dann zwei Tore (22./ 47.). Zudem traf Filip Kostic (31.) für den VfB.

Alles spricht für Kramny

Stuttgarts Innenverteidiger Toni Sunjic sah nach einem Tritt auf den Knöchel von Bas Dost in der 70. Minute die Gelb-Rote Karte. Drei Tage nach dem mühsamen Pokalerfolg gegen Eintracht Braunschweig beendete der VfB auch die Negativserie von fünf sieglosen Spielen im Abstiegskampf. Die Stuttgarter wollen nun bekanntgeben, ob Kramny Chefcoach bleiben darf. Der 44-Jährige war nach der Beurlaubung von Alexander Zorniger am 24. November befördert worden. "Wir werden uns in der Winterpause festlegen", sagte VfB-Sportvorstand Robin Dutt bei Sky zur Causa Kramny.


Didavi war nach überstandener Verletzungspause zurückgekehrt und tat dem VfB sichtlich gut. Allerdings hatte auch der Spielmacher zunächst Mühe, vernünftige Aktionen zu setzen, da die Wolfsburger die Gastgeber viel laufen ließen und die Räume geschickt nutzten. So auch beim 1:0. Nach einem Eckball wurden die Stuttgarter wie so oft in dieser Saison ausgekontert. Den ersten Schuss von Max Kruse konnte Torhüter Przemyslaw Tyton noch abwehren, doch nach einem Pass von Daniel Caligiuri hatte Arnold freie Bahn.

Didavi bringt die Wende

Das deutlich angekratzte Selbstbewusstsein der VfB-Profis polierte dann Didavi wieder auf. Sein Linksschuss senkte sich in einem herrlichen Bogen ins Netz - der überraschende Ausgleich. Plötzlich zeigten sich Didavi und Lukas Rupp, der Geoffroy Serey Dié (Zerrung) ersetzte, im Mittelfeld viel präsenter - und die Wolfsburger bekamen Schwierigkeiten, weil sie die Führung nur verwaltet hatten.

Bei einem Gegenangriff des VfB eilte wieder einmal Timo Werner auf der rechten Seite auf und davon, seinen Querpass verwandelte Kostic zielsicher zur 2:1-Führung. In ihrem besten Heimspiel in dieser Saison gaben die Schwaben weiter Gas. Allein der von den Wolfsburgern mit allen Freiheiten ausgestattete Werner hätte für die Entscheidung sorgen können: In der 42. und 65. Minute tauchte er alleine vor VfL-Keeper Benaglio auf uns schoss diesen an.

Wölfe lassen Chancen liegen

In der munteren Begegnung sorgte wenigstens der eingewechselte Dost im Wolfsburger Angriff mal für einen Weckruf: Kurz vor Werners zweiter Riesenchance traf der Niederländer den Pfosten. Unglaublich: Der eingewechselte Sebastian Jung köpfte aus zwei Metern über das leere Tor (80.).


Ansonsten enttäuschte der Pokalsieger und Vizemeister der vergangenen Spielzeit über weiter Strecken. Nicht umsonst hatte Manager Klaus Allofs bereits vor der Partie im Interview der "Wolfsburger Nachrichten" kritisiert, dass der VfL in der Liga zu oft unter seinen Möglichkeiten blieb. "Da haben wir nicht immer das zeigen können, was wir uns vorstellen. Da sehe ich noch viel Luft nach oben", sagte Allofs (Samstag).


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