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Bayern nicht zu stoppen - Schalke lässt Punkte liegen

Fußball-Bundesliga: der 19. Spieltag

Der FC Bayern lässt sich auch von starken Bremern nicht aufhalten. Dagegen holte Hannover in Schalke einen Punkt. Grund zum Jubeln am 19. Spieltag hatten Leverkusen, Gladbach, Frankfurt, Freiburg, Mainz und die Kölner. Ganz im Gegensatz zum HSV.

Bayern Münchens Thomas Müller
Erzielte sein 100. Bundesliga-Tor: Bayern-Angreifer Thomas Müller Quelle: reuters

Bayern München - Werder Bremen 4:2

Nach einem Kraftakt und dank der Kaltschnäuzigkeit von Robert Lewandowski und Thomas Müller strebt der FC Bayern München weiterhin ungehindert seinem sechsten Meistertitel in Folge entgegen. Die Münchner besiegten Werder Bremen allerdings nur mit etwas Mühe 4:2 (1:1) und liegen mit riesigem Vorsprung vor der Konkurrenz. Die Gäste konnten sich für eine starke Leistung nicht belohnen und haben nun vier Zähler Rückstand zum rettenden Ufer.

Nach einem Pfostentreffer durch Kruse ging Werder zunächst sogar in Führung: Jerome Gondorf (25.) erzielte zunächst nach Kruses Traumpass das erste Werder-Tor in der Allianz-Arena seit April 2014. Gegen das starke und mutige Team von Trainer Florian Kohfeldt gelang Müller (41.) aus kurzer Entfernung der Ausgleich. Lewandowski (63./76.) sorgte mit seinen Saisontreffern 16 und 17 für die Vorentscheidung, ehe Müller mit seinem 100. Bundesligator in der 84. Minute für die Bayern alles klar machte. Niklas Süle (74.) war zudem noch ein Eigentor unterlaufen.

Schalke 04 - Hannover 1:1 (1:0)

Schalkes Bastian Oczipka (l) und Hannovers Julian Korb
Schalkes Bastian Oczipka (l) und Hannovers Julian Korb kämpfen um den Ball Quelle: dpa

Erst der Wechsel-Wirbel um Leon Goretzka, dann der nächste Rückschlag in der Bundesliga: Mit dem im Sommer zum FC Bayern abwandernden Nationalspieler in der Startelf kam der Revierklub gegen Hannover 96 nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und verpasste damit den Sprung auf den zweiten Platz. Auch sonst traten die Königsblauen nicht wie ein Champions-League-Anwärter auf.

Dabei sah es im Spiel gegen die Niedersachsen mit Schalkes Ex-Trainer Andre Breitenreiter zunächst noch gut aus: Neuzugang Marko Pjaca sorgte vor 60.650 Zuschauern mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für die Führung (16.). Doch Niclas Füllkrug gelang kurz vor Schluss noch der nicht unverdiente Ausgleich (86.). Die Königsblauen liegen mit 31 Punkten auf dem dritten Platz hinter dem souveränen Spitzenreiter FC Bayern München und Leverkusen. Hannover bleibt Zehnter.

Hamburger SV - 1. FC Köln 0:2

Der Hamburger SV stürzt ungebremst weiter in Richtung Zweitklassigkeit. Der Vorletzte unterlag im Abendspiel dem Tabellenletzten 1. FC Köln mit 0:2 (0:1). Beide Tore für die siegreichen Gäste schoss vor 52.647 Zuschauern im nicht ausverkauften Volksparkstadion Kölns Neuerwerbung Simon Terodde (27. und 67. Minute). Nach zwei Partien für den FC hat der vom VfB Stuttgart geholte Mittelstürmer bereits drei Tore auf dem Konto.

Während die vor nicht allzu langer Zeit abgeschlagenen Kölner bis auf drei Zähler an den HSV herangerückt sind und mit dem Gewinn von neun Punkten in drei Spielen Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib schöpften, versinkt der HSV in Trostlosigkeit. Es war das sechste sieglose Spiel der Hanseaten in Serie. Nach zwölf Saisonniederlagen und lediglich 15 Punkten in 19 Spielen entließ der HSV am Sonntag Trainer Markus Gisdol.

1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen 1:4

Die Leverkusener Leon Bailey und Kevin Volland jubeln (v.l.)
Die Leverkusener Leon Bailey und Kevin Volland jubeln (v.l.) Quelle: reuters

Mit einem großartigen Hacken-Tor hat Leon Bailey Bayer Leverkusen wieder einmal verzaubert. Der Jamaikaner leitete mit seinem Kunststück in der 43. Minute den 4:1 (1:0)-Sieg bei 1899 Hoffenheim ein. Im Duell zweier Europacup-Aspiranten war die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich cleverer und glücklicher als das Team von Julian Nagelsmann, das zweimal die Latte traf.

Vor 28.017 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena erzielten Julian Baumgartlinger (53. Minute) und Lucas Alario (70./90.+3) die weiteren Treffer für die Gäste. Für die Kraichgauer war es die zweite Heimniederlage dieser Spielzeit nach dem 1:3 gegen Mönchengladbach und eine Woche vor der Partie beim FC Bayern ein herber Rückschlag. Das Anschlusstor des unauffälligen Adam Szalai (87.) kam zu spät.

Borussia Mönchengladbach - FC Augsburg 2:0

Zurück in den Champions-League-Rängen ist Borussia Mönchengladbach. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking bezwang Verfolger FC Augsburg mit 2:0 (1:0) und schob sich damit zunächst auf den vierten Rang in der Tabelle vor. Die Augsburger hingegen, die zuvor in sechs Spielen nur einmal verloren, verpassten den Sprung auf die internationalen Plätze. Vor der Saison-Minuskulisse von 42.016 Zuschauern erzielten Matthias Ginter (9. Minute) und Thorgan Hazard (90.) die Tore für Gladbach.

Die Gladbacher starteten wieder mit ihrem besten Torjäger Raffael in die Partie, mussten aber auf den an einer Grippe erkrankten Christoph Kramer verzichten. Für ihn rückte der junge Mickael Cuisance auf die defensive Mittelfeldposition. Die Augsburger, die in Alfred Finnbogason ebenfalls ihren besten Torschützen nach Achillessehnenproblemen wieder mit an Bord hatten, kamen nur schwerfällig in die Partie und hatten Glück, dass sie bis in die Schlussphase nur mit einem Tor zurücklagen. Erst ganz am Ende drängten die Gäste auf den Ausgleich, kassierten dann aber einen Konter zur Entscheidung.

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 1:3

Auch für Eintracht Frankfurt scheint nach dem 3:1 (2:0) beim Angstgegner VfL Wolfsburg die Champions-League-Teilnahme nicht ausgeschlossen zu sein. Nach zuvor drei Niederlagen in Serie ohne Torerfolg gegen die Niedersachsen gewann die Eintracht nach Toren von Sebastien Haller (18. Minute), Timothy Chandler (22.) und dem eingewechselten Luka Jovic (85.) völlig verdient. Das Team von Trainer Niko Kovac sprang damit auf Rang sieben. Mit nun 30 Punkten aus 19 Spielen haben die Hessen nur noch einen Zähler Rückstand auf Platz vier.

Für Wolfsburg traf lediglich Maximilian Arnold (66.). Nany Landry Dimata sah zudem nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (67.) und fehlt ebenso wie Josuha Guilavogui (fünfte Gelbe Karte) im Niedersachsen-Duell bei Hannover 96. Für den VfL, der in der vorherigen zehn Spielen nur einmal gegen die Hessen verloren hatte, ist die Tendenz damit wieder negativ. Es droht die nächste Zittersaison, was Trainer Martin Schmidt und Sportchef Olaf Rebbe zuletzt noch kategorisch ausgeschlossen hatten. Das Duo verwies auf die vermeintlich überzeugenden Leistungen und eine angeblich gute spielerische Entwicklung. Die Statistik sieht dagegen anders aus.

SC Freiburg - RB Leipzig 2:1

Gepatzt im Rennen um die begehrten Plätze in der Champions League hat derweil RB Leipzig beim SC Freiburg. Durch das überraschende 1:2 rutschten die Sachsen vorerst auf den dritten Tabellenplatz ab. Der Sportclub baute seine Erfolgsserie dagegen aus und ist seit sieben Partien ungeschlagen. Vor 23.700 Zuschauern brachte Nationalstürmer Timo Werner die Gäste zwar in Führung (66. Minute). Doch Janik Haberer (72.) und Robin Koch (76.) drehten mit zwei Treffern die Partie.

Insgesamt tat sich Leipzig trotz der zwischenzeitlichen Führung sehr schwer und offenbarte einmal mehr große Schwierigkeiten bei ruhenden Bällen. Beide Treffer der mit enormen Personalsorgen angetretenen Freiburger fielen nach Eckbällen. SC-Keeper Alexander Schwolow musste nach einem Zusammenprall Mitte der ersten Halbzeit mit Jean-Kevin Augustin ausgewechselt werden. Rafal Gikiewicz (27.) kam anschließend zu seiner Bundesliga-Premiere.

Mainz 05 - VfB Stuttgart 3:2

Mit einem Doppelschlag kurz vor und wenige Minuten nach der Pause hat der Japaner Yoshinori Muto beim FSV Mainz 05 zumindest sportlich für etwas Entspannung gesorgt. Einen Tag vor der Wahl eines neuen Vereinsvorsitzenden gewannen die Rheinhessen mit 3:2 (1:1)-Sieg gegen den Abstiegskampf-Konkurrenten VfB Stuttgart. Holger Badstuber brachte den Aufsteiger in der 19. Minute in Führung. Doch Muto schoss in der Nachspielzeit der ersten (45.+2) und kurz nach Beginn der zweiten Hälfte (54.) seine Saisontore fünf und sechs.

Gerrit Holtmann machte in der 64. Minute schon fast alles klar. Das Anschlusstor durch Daniel Ginczek (90.+1) fiel für den VfB zu spät. Aus Mainzer Sicht beendeten die drei Treffer eine Serie von sechs Spielen ohne Sieg in der Bundesliga. Aus Stuttgarter Sicht bedeuteten sie, dass es auch beim zehnten Versuch nichts wurde mit dem ersten Auswärtserfolg in dieser Saison. Schon im Dezember hatte der VfB im Pokal nach einer 1:0-Führung noch mit 1:3 in Mainz verloren.

Hertha BSC - Borussia Dortmund 1:1

Der Berliner Fabian Lustenberger und Dortmunds Christian Pulisic im Kampf um den Ball.
Der Berliner Fabian Lustenberger und Dortmunds Christian Pulisic im Kampf um den Ball. Quelle: Reuters

Bereits am Freitag musste sich Borussia Dortmund wie zum Rückrundenauftakt mit einem Unentschieden begnügen. Ohne den erneut nicht nominierten Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang reichte es für den BVB bei Hertha BSC nur zu einem 1:1 (0:0), durch das die Mannschaft von Trainer Peter Stöger aus den Champions-League-Plätzen rutschte.

Davie Selke brachte die im eigenen Stadion zum vierten Mal in Folge gegen Dortmund unbesiegten Gastgeber nach 46 Minuten mit 1:0 in Führung. Für die danach anrennende Borussia reichte es vor 65.893 Zuschauern durch Shinji Kagawa (71.) nur noch zum Ausgleich. Aubameyang war außen vor, weil der Gabuner nach Ansicht der sportlichen Leitung derzeit nicht bei der Sache ist. Ein Abschied des Angreifers, an dem der FC Arsenal interessiert sein soll, sei aber noch nicht beschlossen, versicherte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

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