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Werder und Fortuna überzeugen

Fußball-Bundesliga, 21. Spieltag

Werder Bremen hat sich gegen den FC Augsburg überraschend klar durchgesetzt. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt bezwang den FCA souverän mit 4:0. Zum Abschluss des 21. Spieltages zeigte auch Fortuna Düsseldorf mit einem 3:0 gegen den VfB Stuttgart eine überzeugende Leistung.

Milot Rashica (Werder Bremen 11) mit Maximilian Eggestein (Werder Bremen 35) Max Kruse (Werder Bremen 10) Davy Klaassen (Werder Bremen 30)
Grund zur Freude: Spieler und Fans von Werder Bremen
Quelle: imago

Am Samstagabend hatte der FC Bayern München bereits den Rückstand auf Tabellenführer Dortmund auf fünf Punkte verkürzt. Die Bayern gewannen im Abendspiel zuhause gegen den FC Schalke 3:1. Dortmund war zuvor am Nachmittag trotz einer 3:0-Führung nicht über ein Unentschieden gegen Hoffenheim hinausgekommen.

Fortuna Düsseldorf - VfB Stuttgart 3:0 (1:0)

Santiago Ascacibar und Adam Bodzek am10.02.19 in Düsseldorf
Santiago Ascacibar und Adam Bodzek
Quelle: dpa

Fortuna Düsseldorf hat die Krise beim VfB Stuttgart dramatisch verschärft und selbst einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Der Aufsteiger gewann das Kellerduell gegen die enttäuschenden Schwaben hochverdient mit 3:0 (1:0) und setzte sich dadurch weiter von der Abstiegszone ab, während Stuttgart nach seinem sechsten Spiel in Serie ohne Sieg (fünf Niederlagen) auf dem Relegationsplatz weiter in höchster Gefahr schwebt.

VfB-Trainer Markus Weinzierl, der als Nachfolger von Tayfun Korkut nur drei Siege in 14 Spielen holte, muss nach der neuerlichen Pleite um seinen Job bangen. In Markus Gisdol und Felix Magath werden am Cannstatter Wasen bereits prominente Feuerwehrleute gehandelt. Kenan Karaman (33.) mit seinem ersten Saisontreffer, Kapitän Oliver Fink (49.) mit einem Traumtor und der eingewechselte Benito Raman (85.) machten den siebten Saisonsieg des Aufsteigers perfekt, der als Tabellenzwölfter schon zehn Punkte Vorsprung auf die Schwaben hat. Bei den Gästen sah Nicolas Gonzalez wegen einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit die Rote Karte.

Werder Bremen - FC Augsburg 4:0 (3:0)

Florian Kohfeldt herzte überglücklich seine Spieler, die Fans sangen beseelt vom Europacup: Werder Bremen hat seine rauschhafte Jubiläumswoche mit einer 4:0 (3:0)-Gala gegen den FC Augsburg gekrönt und greift nach einer grün-weißen Party zum 120. Klub-Geburtstag die internationalen Plätze an.

"Es war ein würdiges Jubiläum", sagte Kevin Möhwald, der beim höchsten Saisonsieg den Schlusspunkt setzte (83.). Den in der Rückrunde noch ungeschlagenen Hanseaten fehlen nur noch drei Punkte auf Rang fünf - und daran hat Milot Rashica einen großen Anteil. Der flinke Angreifer schnürte einen Doppelpack (5., 28.), vor allem sein Schlenzer zum 3:0 hatte Klasse. Auch Johannes Eggestein (27.) trug sich in die Torschützenliste ein. "In der ersten Halbzeit war fast jeder Schuss ein Treffer", sagte Maximilian Eggestein, der wusste, "dass heute ein besonderer Tag ist. Die Atmosphäre war außergewöhnlich."

Fünf Tage nach dem Pokal-Spektakel in Dortmund spielte die Mannschaft von Trainer Kohfeldt phasenweise entfesselt auf. "Nach dem Sieg gegen Dortmund war der Druck da, so eine Leistung noch einmal auf den Platz zu bringen. Das haben wir geschafft", sagte Möhwald.

FC Bayern München - FC Schalke 04 3:1 (2:1)

Bayern München hat bei seiner Aufholjagd in der Bundesliga die Gunst der Stunde genutzt und mit einem souveränen 3:1 (2:1) gegen Schalke 04 seine Ausgangsposition im Titelkampf verbessert. Der Rekordmeister verkürzte den Rückstand auf Borussia Dortmund auf fünf Punkte, da der Spitzenreiter gegen die TSG Hoffenheim (3:3) den Sieg noch aus der Hand gegeben hatte. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac ist damit wieder erster Verfolger des BVB, nachdem Borussia Mönchengladbach gegen Hertha BSC (0:3) gepatzt hatte. Die Königsblauen stecken weiterhin im hinteren Tabellenmittelfeld fest.

Ein unglückliches Eigentor von Jeffrey Bruma (12.) brachte die Bayern, die weiter ohne den am Daumen verletzten Kapitän Manuel Neuer auskommen mussten, in Führung. Ahmed Kutucu (25.) gelang zunächst aus dem Nichts der Ausgleich, ehe Robert Lewandowski (27.) und Serge Gnabry (57.) für klare Verhältnisse sorgten. Die Bayern sammelten trotz kleinerer Schwächephasen Selbstvertrauen für den Achtelfinal-Kracher in der Champions League beim FC Liverpool am 19. Februar.

Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 3:3 (2:0)

Raphael Guerreiro (l) und Benjamin Hübner (r) am 09.02.19 in Dortmund
Raphael Guerreiro (l) und Benjamin Hübner kämpfen um den Ball
Quelle: dpa

Ohne den verletzten Kapitän Marco Reus und den erkrankten Trainer Lucien Favre hat Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga eine 3:0-Führung verspielt. Der Tabellenführer führte gegen die TSG Hoffenheim bereits deutlich - verlor dann aber völlig die Orientierung und musste sich mit einem 3:3 (2:0) zufrieden geben. Damit ging auch die Generalprobe für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Tottenham Hotspur am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) gehörig schief.

Der vor allem im ersten Durchgang starke Jadon Sancho (32.) und Mario Götze (42.) trafen bereits vor der Pause für den BVB, der in Favres Abwesenheit von den Assistenten Manfred Stefes und Edin Terzic betreut wurde. In der zweiten Halbzeit legte Raphael Guerreiro (66.) zum 3:0 nach. Ishak Belfodil (75./87.) und Pavel Kaderabek (83.) glichen aber für Hoffenheim aus, das große Moral zeigte. Die TSG verhinderte mit einer starken Aufholjagd ihre erste Auswärtspleite seit dem 1:2 in Düsseldorf vom vergangenen September.

RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 0:0

RB Leipzig hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Sieg gegen Verfolger Eintracht Frankfurt verpasst. Die Sachsen kamen im Heimspiel trotz großer Chancen nur zu einem 0:0. In der Tabelle festigten die seit drei Bundesligaspielen ungeschlagenen Leipziger dennoch den vierten Platz und den Fünf-Punkte-Vorsprung auf die seit vier Spielen ungeschlagenen Hessen.

In dem überwiegend wilden Spiel, in dem beide Teams auf eine kontrollierte Offensive keinen Wert legten, hielten die Leipziger "Bullen" die Frankfurter "Büffelherde" mit Ante Rebic, Sebastian Haller und Luka Jovic erfolgreich in Schach. Das Sturm-Trio, das 32 der 40 Ligatore der Eintracht erzielte, kam diesmal kaum zur Entfaltung.

Bor. Mönchengladbach - Hertha BSC 0:3 (0:1)

Thorgan Hazard und Jordan Torunarigha am 09.02.19 in Mönchengladbach
Thorgan Hazard und Jordan Torunarigha
Quelle: dpa

Die imposante Heimserie von Borussia Mönchengladbach ist gerissen. Nach saisonübergreifend zwölf Heimsiegen in Folge unterlag die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking Hertha BSC mit 0:3 (0:1) und liegt damit nach dem 21. Spieltag bereits acht Punkte hinter dem souveränen Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Salomon Kalou (30.), Ondrej Duda (56.) und Davie Selke (76.) erzielten die Treffer der Berliner, die durch den ersten Sieg in Gladbach seit elf Jahren Anschluss an die Europacup-Plätze halten. Für die Gastgeber waren es die ersten Gegentore in diesem Jahr.

Hannover 96 - 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)

Enrico Valentini und Jonathas am 09.02.19 in Hannover
Enrico Valentini und Jonathas kämpfen um den Ball
Quelle: dpa

Die Hoffnung ist zurück: Hannover 96 hat dank Nicolai Müller und fast 80-minütiger Überzahl sein "Endspiel" im Abstiegskampf gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Müller (45+5./77.) sorgte quasi mit dem Pausenpfiff per Kopf und nach einem tollen Solo für das erlösende 2:0 (1:0) gegen den Club und den ersten Sieg im zweiten Spiel unter Neu-Trainer Thomas Doll. Dank des ersten Heim-Dreiers seit drei Monaten zogen die Niedersachsen in der Tabelle wieder an Nürnberg vorbei und sind "nur" noch Vorletzter der Bundesliga. Die Rote Laterne haben die Franken inne.

Die Hannoveraner, die die letzten fünf Heimspiele verloren hatten und dabei ohne Treffer geblieben waren, präsentierten sich über weite Strecken alles andere als bundesligatauglich - aber in diesem Kellerduell reichte auch eine mäßige Vorstellung zum Sieg. Weil das Team von Michael Köllner - auch verletzungsbedingt - vor 33.700 Zuschauern viel schuldig blieb. Hinzu kam die frühe Rote Karte für Simon Rhein, der in der elften Minute etwas übermotiviert und mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf mit Julian Korb ging.

SC Freiburg - VfL Wolfsburg 3:3 (1:1)

Der VfL Wolfsburg hat im Kampf um einen Europa-League-Platz einen wichtigen Sieg verspielt. Eine dreimalige Führung reichte den Niedersachsen beim 3:3 (1:1) beim SC Freiburg nicht zum erhofften Erfolg. Abwehrspieler Jerome Roussillon (11. Minute), Stürmer Wout Weghorst (63./Foulelfmeter) und Renato Steffen (74.) trafen zwar für die Wolfsburger. Doch Winter-Zugang Vincenzo Grifo (37.), Torjäger Nils Petersen (70.) und Luca Waldschmidt (88.) glichen jeweils für die Gastgeber aus.

In der Rückrunde bleiben die Wolfsburger damit bei einem Sieg in der Fußball-Bundesliga und verpassten den erhofften Erfolg als Reaktion auf das Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale. In der Nachspielzeit hätte es sogar eine Niederlage werden können, doch ein Freiburger Treffer von Philipp Lienhart zählte nach Videobeweis nicht.

FSV Mainz 05 - Bayer Leverkusen 1:5 (1:4)

Torschuetze Kai Havertz (vorn) und Karim Bellarabi (beide Bayer Leverkusen)
Torschuetze Kai Havertz (vorn) und Karim Bellarabi (beide Bayer Leverkusen)
Quelle: imago/Jan Huebner

Bayer Leverkusen hat sich den Pokal-Frust von der Seele geschossen und seine Aufholjagd in der Bundesliga mit einem furiosen Offensiv-Feuerwerk unaufhaltsam fortgesetzt. Drei Tage nach dem Achtelfinal-Aus bei Zweitligist 1. FC Heidenheim siegte Bayer beim FSV Mainz 05 5:1 (4:1). Durch den dritten Sieg im vierten Liga-Spiel unter Trainer Peter Bosz klettert die "Werkself" zumindest vorübergehend auf Tabellenplatz fünf.

Wendell (5.), Kai Havertz (20.), der alles überragende Julian Brandt (30./64.) und Karim Bellarabi (43.) trafen für die Gäste, die in der Vorwoche bereits Bayern München (3:1) besiegt hatten. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Robin Quaison (9.) war letztlich eine Randnotiz. Während Bayer nach dem verkorksten Saisonstart wieder klar auf Europapokal-Kurs liegt, bleibt Mainz im Tabellenmittelfeld stecken. "Leverkusen war brutal effektiv, gefühlt hatten sie immer ein Mann mehr", sagte FSV-Profi Daniel Brosinski bei Eurosport. Bayer-Held Brandt äußerte: "Ich hoffe, dass das Pokalspiel ein Ausrutscher war und wir in der Liga auf dem richtigen Weg bleiben."

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