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Stuttgart vertreibt das Abstiegsgespenst

Fußball-Bundesliga, 25. Spieltag

Der VfB Stuttgart hat sich vorerst aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Die Schwaben gewannen beim 1. FC Köln mit 3:2 und verbesserten sich in der Tabelle auf Platz neun. Die Kölner bleiben Letzter. Am Abend setzte sich der FC Bayern mit 4:0 beim SC Freiburg durch.

Andreas Beck, Erik Thommy und Mario Gomez
Wichtiger Sieg für den VfB: Andreas Beck, Erik Thommy und Mario Gomez Quelle: imago

Der Kampf des 1. FC Köln gegen den Abstieg aus der Bundesliga wird immer aussichtsloser. Gegen den VfB Stuttgart verloren die Rheinländer mit 2:3 (1:2) und konnten damit auch das vierte Heimspiel in Serie nicht gewinnen. Der Rückstand auf Relegationsplatz 16 ist mit acht Punkten fast wieder so groß wie nach der Hinrunde (9). Neun Spieltage stehen in dieser Saison noch auf dem Programm. Stuttgart blieb derweil zum fünften Mal hintereinander ungeschlagen und feierte den vierten Dreier in Folge.

Vor 50.000 Zuschauern brachte Claudio Pizarro (7. Minute) Köln zunächst in Führung, das vermeintliche 2:0 wurde wegen eines Foulspiels aber nicht anerkannt. Eher aus dem Nichts drehte Mario Gomez unmittelbar vor der Pause die Partie (44./45.+2). Beim 1:2 sah der Kölner Schlussmann Timo Horn ganz schlecht aus. Nach dem Seitenwechsel sorgte Andreas Beck (57.) für die Vorentscheidung. Der Anschluss durch einen hübschen Freistoß von Milos Jojic (86.) kam zu spät.

Am Abend verdeutlichte der FC Bayern München seine Ausnahmestellung in der Liga. Der designierte Meister siegte vor 24.000 Zuschauern beim SC Freiburg mit 4:0 (2:0).

Thiago Alcantara, Corentin Tolisso, Jerome Boateng und Mats Hummels
Der FC Bayern siegt auch beim SC Freiburg. Quelle: reuters

Die Freiburger hielten vor allem in der ersten Hälfte gut mit, spielten mutig nach vorne und hatten auch die ein oder andere Chance. Die Tore erzielten allerdings die Münchner. Beim 1:0 half zunächst jedoch SC-Keeper Alexander Schwolow kräftig mit. Der Torhüter lenkte einen Schuss von Thomas Müller unglücklich ins eigene Tor (25.). Corentin Tolisso legte in der 29. Minute mit einem sehenswerten Weitschuss nach. Da 3:0 durch Sandro Wagner (54.) und das 4:0 durch Müller (69.) beendeten die Gegenwehr der Freiburger, die als 13. der Tabelle vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 haben.

Borussia Dortmund und RB Leipzig haben trotz eines phasenweise mitreißenden Offensivspektakels im Kampf um die Champions League wichtige Punkte eingebüßt. Nach einem intensiven Topspiel trennten sich die Mannschaften am Samstagabend vor 42 558 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Red Bull Arena mit 1:1 (1:1).

Nach der Führung der Gastgeber durch Jean-Kévin Augustin in der 28. Minute glich Marco Reus (39.) noch vor der Pause aus. In der Tabelle rutschten die seit nunmehr zehn Spielen unter Peter Stöger ungeschlagenen Dortmunder am 25. Spieltag vom zweiten auf den dritten Platz ab. Leipzig bleibt Sechster und damit außerhalb der Champion-League-Plätze.

Mit seinem dritten Sieg in Folge hat Schalke 04 Kurs auf die Champions League genommen. Die Königsblauen bezwangen ihren Lieblingsgegner Hertha BSC mit 1:0 (1:0) und kletterten zumindest vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz in der Bundesliga. Marko Pjaca, Leihgabe vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin, erzielte in der 37. Minute das entscheidende Tor zum zehnten Erfolg in den letzten elf Heimspielen gegen die Berliner. Für die Hertha geht der Abwärtstrend weiter: Nach nur einem Sieg aus den vergangenen acht Bundesligaspielen ist der Hauptstadtklub mittlerweile der Abstiegszone näher als den Europacupplätzen. In einem über weite Strecken ereignislosen und wenig unterhaltsamen Spiel reichte den Gelsenkirchenern eine mäßige Leistung zum Dreier.

Schalke-Coach Domenico Tedesco musste den gelbgesperrten Stürmer Guido Burgstaller, den angeschlagenen Mittelfeldmotor Leon Goretzka und kurzfristig auch den erkrankten Abwehrspieler Thilo Kehrer ersetzen.

Hannovers Felipe und Frankfurts Ante Rebic im Duell
Hannovers Felipe und Frankfurts Ante Rebic im Duell Quelle: imago

Eintracht Frankfurt bleibt in der Bundesliga ein Champions-League-Kandidat. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac gewann mit 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 und gehört damit weiter zu den besten Vier der Tabelle. Das entscheidende 1:0 durch Danny da Costa in der 39. Minute hätte jedoch nicht zählen dürfen. Denn statt Eckball für Frankfurt hätte es zuvor Abstoß für Hannover geben müssen. Schiedsrichter Marco Fritz übersah, dass der frühere 96er Marius Wolf zuletzt am Ball war. Den irregulären Eckball zirkelte Jonathan de Guzman genau in den Lauf von da Costa, und der köpfte ihn unbedrängt ins Tor.

In einem ansonsten sehr schwachen und zähen Spiel war schon eine solche Verkettung von Schiedsrichter- und Abwehrfehlern nötig, um zu einem Torerfolg zu kommen. Denn in den 38 Minuten zuvor hatte sich lediglich Frankfurts Stürmer Ante Rebic zwei brauchbare Möglichkeiten erarbeitet. Beide Mal scheiterte der Kroate jedoch vor 48 500 Zuschauern an Hannovers Torwart Philipp Tschauner (6./16.).

Der Hamburger SV hat im Abstiegs-Showdown gegen den FSV Mainz 05 einen Befreiungsschlag verpasst und rutscht immer stärker Richtung zweite Liga. Den Hanseaten gelang gegen den direkten Konkurrenten trotz Überzahl und eines Elfmeters nur ein 0:0. Damit bleibt der HSV sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz 16, den die Rheinhessen besetzen. Auch das von Trainer Bernd Hollerbach vor der Partie abgehaltene Rettercamp brachte keine Wende. Die beste Chance auf den Sieg vergab Filip Kostic vom Elfmeterpunkt, er scheiterte am jungen Mainzer Schlussmann Florian Müller (62.). Leon Balogun hatte zuvor für sein Foul an Luca Waldschmidt die Gelb-Rote-Karte gesehen (61.).

Der HSV stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand und zeigte von Beginn an, dass nur ein Sieg zählt. Das Hollerbach-Team setzte auf lange Bällen in die Spitze, beeindruckte die Mainzer in der ersten Hälfte mit viel Wucht. Auch im zweiten Durchgang blieben die Gastgeber das überlegene Team, offenbarten aber immer wieder ihre eklatante Abschlussschwäche.

Neuer Trainer, alte Probleme: Die Heimpremiere von Bruno Labbadia als neuer Chefcoach beim VfL Wolfsburg ist gründlich daneben gegangen. Die Niedersachsen verloren gegen Bayer Leverkusen mit 1:2 (0:1) und warten seit mehr als drei Monaten auf einen Sieg vor eigenem Publikum.
Die Gäste hingegen untermauerten ihre Auswärtsstärke und sind im Kampf um einen Platz in der Champions League bestens im Rennen. Bei den Norddeutschen zeigt die Leistungskurve auch nach dem Trainerwechsel weiter nach unten, die Lage im Abstiegskampf wird immer bedrohlicher.

Lucas Alario traf für Bayer in der 31. Minute per Foulelfmeter. Den Strafstoß hatte Maximilian Arnold gegen Kai Havertz verursacht, gegen die Entscheidung von Schiedsrichter Felix Zwayer gab es keinerlei Proteste. Den Treffer von Nationalspieler Julian Brandt (78.) konterte der ehemalige Leverkusener Admir Mehmedi (79.) umgehend. Wolfsburgs William sah Gelb-Rot (90.+1).
Vor 24.354 Zuschauern enttäuschten die Platzherren auf der ganzen Linie. Ungenaues Passspiel, ungeschicktes Zweikampfverhalten.

Die Hoffenheimer bleiben nach dem neunten Saisonsieg im Rennen um einen Europa-League-Platz. Der ersatzgeschwächte FCA enttäuschte in der Offensive und konnte damit nur eines seiner vergangenen sieben Bundesligaspiele gewinnen.

Kramaric (30. Minute) brachte die Kraichgauer vor 27 100 Zuschauern mit seinem sechsten Tor in den vergangenen fünf Partien in Führung. Kurz nach dem Wechsel lieferte er die Vorlage zum vierten Saisontor von Gnabry (50.). Nach seinem 32. Bundesligasieg als 1899-Coach hat Nagelsmann die bisherige Bestmarke von Ralf Rangnick eingestellt.

Werder Bremen hat beim 2:2-Remis in Gladbach trotz eines Zwei-Tore-Rückstandes einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf der Bundesliga erkämpft. Für Gladbach stellen die verlorenen Punkte einen heftigen Dämpfer im Kampf um die internationalen Plätze dar.

25. Spieltag: Gladbach - Bremen

Der eingewechselte Offensivspieler Aron Johannsson traf in der 78. Minute zum 2:2 (0:2) bei Borussia Mönchengladbach, nachdem zuvor Denis Zakaria (5.) und ein Eigentor von Niklas Moisander (33.) die Gastgeber vor 52 211 Zuschauern in Führung gebracht hatten. Thomas Delaney erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2 (59.) für die Bremer.

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