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FC Bayern deklassiert Mainz

Fußball-Bundesliga, 26. Spieltag

Zum Abschluss des 26. Spieltages bleibt der FC Bayern mit einem klaren 6:0 gegen Mainz Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Zuvor hat Frankfurt seine Ambitionen auf einen Europapokalplatz mit einem 1:0-Sieg gegen Nürnberg untermauert. Leverkusen hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Rückschlag erlitten. Die Werkself verlor zuhause gegen Bremen mit 1:3.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München jubelt über seinen Treffer
Robert Lewandowski vom FC Bayern München jubelt über seinen Treffer
Quelle: dpa

Dortmund bleibt im Kampf um die Meisterschaft mit einem 3:2 bei Hertha BSC mit dem FCB auf Tuchfühlung. Schalke 04 hat beim Comeback von Trainer Huub Stevens gegen RB Leipzig mit 0:1 verloren und ist somit wie Hannover ein Verlierer im Abstiegskampf. Augsburg drehte gegen Hannover im direkten Duell das Blatt und verbuchte durch das 3:1 drei ganz wichtige Punkte. Stuttgart trotzte Hoffenheim ein 1:1 ab. Wolfsburg düpierte Düsseldorf mit 5:2. Bereits am Freitag erkämpfte Freiburg bei Gladbach ein 1:1.

FC Bayern München - FSV Mainz 05 6:0 (3:0)

Angeführt vom Dreifach-Torschützen James Rodríguez hat der FC Bayern München bei der Rückkehr an die Bundesligaspitze die Dortmunder Siegvorlage mit dem nächsten Schützenfest gekontert. Vier Tage nach dem frustrierenden Champions-League-K.o. gegen den FC Liverpool fertigten die Münchner am Sonntagabend einen wehrlosen FSV Mainz mit 6:0 (3:0) ab. Im Fernduell mit dem nach 26 Spieltagen weiterhin punktgleichen BVB erhöhte der deutsche Serienmeister seinen Vorsprung vor der zweiwöchigen Länderspielpause auf sieben Treffer.

Robert Lewandowski (3. Minute), der herausragende James Rodríguez (33./51./55.), Kingsley Coman (39.) und Alphonso Davies (70.) trafen vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena. Für James war es der erste Dreierpack in der Fußball-Bundesliga. Wie beim 5:1 in Gladbach und beim 6:0 gegen Wolfsburg hatten die Bayern erneut leichtes Spiel - das Leistungsgefälle zwischen Bundesliga und Champions-League-Spitze à la Liverpool war wieder eklatant.

Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0)

Frankfurts Mijat Gacinovic (l.) und Nürnbergs Hanno Behrens.
Frankfurts Mijat Gacinovic (l.) und Nürnbergs Hanno Behrens kämpfen um den Ball.
Quelle: dpa

Die Europa-League-Höhenflieger von Eintracht Frankfurt haben ihre Champions-League-Ambitionen untermauert und die Abstiegssorgen des Tabellenletzten 1. FC Nürnberg verstärkt. Der DFB-Pokalsieger gewann sein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga am Sonntag vor 51.000 Zuschauern durch ein Tor von Martin Hinteregger (31. Minute) mit 1:0 (1:0) und rückte mit 46 Punkten bis auf einen Zähler an den Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach heran. Die seit 20 Spielen sieglosen Franken gehen mit einem Rückstand von sieben Punkten auf den Relegationsplatz in die Länderspielpause.

Nach dem erfolgreichen Europa-League-Kraftakt in Mailand gönnte Eintracht-Trainer Adi Hütter Stürmer Sebastien Haller zunächst eine Verschnaufpause. Für ihn rückte Gonçalo Paciencia in der Startformation an die Seite von Top-Torjäger Luka Jovic. Zudem musste Linksverteidiger Evan Ndicka wegen muskulärer Probleme passen. Er wurde durch Almamy Touré ersetzt.

Bayer Leverkusen - Werder Bremen 1:3 (0:2)

Leverkusens Karim Bellarabi (l.) und der Bremer Milot Rashica kämpfen um den Ball
Leverkusens Karim Bellarabi (l.) und der Bremer Milot Rashica kämpfen um den Ball
Quelle: dpa

Werder Bremen hat Bayer Leverkusen im Kampf um die Champions-League-Plätze einen herben Dämpfer versetzt und seinen eigenen Traum von der Europacup-Teilnahme am Leben erhalten. Der Pokal-Viertelfinalist von der Weser blieb durch einen verdienten 3:1 (2:0)-Erfolg bei der Werkself in diesem Jahr ungeschlagen und rückte bis auf drei Punkte an Bayer heran. Kapitän Max Kruse (13., 90.+5) und Milot Rashica (37.) trafen für die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt zum fünften Auswärtssieg in dieser Saison. Bayer kassierte seinerseits unter Trainer Peter Bosz nach dem 0:1 zum Einstand des Niederländers gegen Mönchengladbach die zweite Heimpleite, daran änderte auch der Anschlusstreffer von Leon Bailey (75.) nichts. Der Rückstand auf die Champions-League-Plätze beträgt fünf Punkte.

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena startete Bayer ohne Nationalspieler Kai Havertz, der wegen Magenbeschwerden nur auf der Bank saß. Dafür meldete sich Kapitän Lars Bender nach auskurierter Oberschenkelblessur zurück. Werder musste auf Philipp Bargfrede und Routinier Claudio Pizarro (beide Oberschenkelprobleme) verzichten.

Die Trainerstimmen zum Spieltag

Hertha BSC - Borussia Dortmund 2:3 (2:1)

Marco Reus hat mit seinem Tor in der Nachspielzeit Borussia Dortmund doch noch zum Sieg bei Hertha BSC geschossen. Der Nationalspieler erzielte am Samstag den Treffer zum 3:2 (1:2)-Erfolg (90.+2). In einer hektischen Schlussphase sah der Berliner Angreifer Vedad Ibisevic wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte (90.+4).

Damit übernahm das Team von Trainer Lucien Favre (60 Punkte) wieder die Tabellenführung, der FC Bayern (57) kann mit einem Sieg am Sonntag gegen Mainz aber wieder vorbeiziehen. Vor 74.000 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion waren die Gastgeber durch Treffer von Routinier Salomon Kalou (4. und 35./Handelfmeter) sogar zweimal in Führung gegangen. Thomas Delaney (14.) und Dan-Axel Zagadou (47.) schafften jeweils den Ausgleich - ehe Reus zuschlug. Herthas Jordan Torunarigha hatte zuvor schon die Gelb-Rote Karte gesehen (85.). Hertha ist mit 35 Punkten Zehnter.

Schalke 04 - RB Leipzig 0:1 (0:1)

Salif Sane (l.) und Yussuf Poulsen (r.)
Salif Sane und Yussuf Poulsen kämpfen um den Ball
Quelle: reuters

Dem FC Schalke 04 ist trotz einer klaren Leistungssteigerung mit Trainer-Rückkehrer Huub Stevens noch nicht der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga geglückt. Die Königsblauen kassierten am Samstag mit dem 0:1 (0:1) gegen RB Leipzig die vierte Heimniederlage in Serie ohne eigenes Tor und stellten damit einen Vereins-Negativrekord auf. Vor 59.913 Zuschauern in der Veltins-Arena erwiesen sich die Sachsen als die reifere und spielerisch überlegene Mannschaft und eroberten dank Siegtorschütze Timo Werner (14.) den am Freitag vorübergehend an Mönchengladbach verlorenen dritten Tabellen-Platz zurück.

Der von den Fans mit großen Applaus begrüßte Schalker «Jahrhunderttrainer» Stevens vertraute bei seinem Comeback auf der Trainerbank nach 1134 Tagen wie sein Vorgänger Domenico Tedesco dem 22 Jahre alten Alexander Nübel im Tor. So blieb Routinier und Kapitän Ralf Fährmann, der zuletzt in der Champions League ran durfte, nur die Zuschauerrolle. Der von Tedesco aussortierte Mark Uth kehrte ebenso in die Startelf zurück wie Sebastian Rudy.

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim 1:1 (0:1)

Ausgerechnet Steven Zuber hat dem VfB Stuttgart im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wenigstens einen Punkt beschert und die Europapokal-Hoffnungen der TSG 1899 Hoffenheim gedämpft. Der von den Kraichgauern ausgeliehene Schweizer sorgte am Samstag mit seinem Treffer in der 66. Minute für den 1:1 (0:1)-Endstand im Baden-Württemberg-Duell. Zuvor hatte Andrej Kramaric (42.) die Gäste in einem unterhaltsamen Spiel in Führung gebracht.

Der VfB verharrt damit weiter auf dem Abstiegs-Relegationsplatz - und die Hoffenheimer ärgerten sich über die zehnte Partie in dieser Saison, in der sie aus einer Führung keinen Sieg machten. Für TSG-Trainer Julian Nagelsmann hatte es vor dem Anpfiff ein kurioses Wiedersehen mit seinem VfB-Kollegen Markus Weinzierl gegeben. Erstmals in seiner noch jungen Bundesliga-Karriere traf Nagelsmann zum zweiten Mal nacheinander auf denselben VfB-Trainer.

FC Augsburg - Hannover 96 3:1 (0:1)

Waldemar Anton und  Dong-Won Ji am 16.03.19 in Augsburg
Waldemar Anton und Dong-Won Ji
Quelle: imago

Der FC Augsburg hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen wegweisenden Sieg gefeiert und Hannover 96 einen schweren Dämpfer zugefügt. Die Schwaben drehten am Samstag beim 3:1 (0:1) mit viel Willen das Heimspiel gegen die Niedersachsen, die zwischenzeitlich auf den ersten Auswärtssieg seit anderthalb Jahren hoffen durften. Nach dem frühen Rückstand durch Hendrik Weydandt (8. Minute) schlugen die Gastgeber dank Joker Sergio Cordova (65.) und eines frechen Freistoßes von Jonathan Schmidt (78.) vor 28.136 Zuschauern stark zurück. André Hahn macht alles klar (86.).

Augsburg vergrößerte den Abstand auf den Tabellenvorletzten Hannover auf komfortable elf Punkte und überholte im Liga-Tableau als neuer 14. sogar den FC Schalke. Bei einem überraschenden Punkt von Schlusslicht 1. FC Nürnberg am Sonntag auswärts gegen Eintracht Frankfurt würden die 96er auf den letzten Tabellenrang zurückfallen.

VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf 5:2 (1:1)

Mit drei Toren in fünf Minuten hat der VfL Wolfsburg seine Mini-Krise beendet und sich im Kampf um die Europacupplätze eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Wölfe gewannen im ersten Spiel nach dem feststehenden Abschied von Noch-Trainer Bruno Labbadia zum Saisonende gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf mit 5:2 (1:1).

Grundstein dafür war Wolfsburgs Vollgasfußball zwischen der 54. und 59. Minute, der mit den Treffern durch Torjäger Wout Weghorst (54. und 59.) und Innenverteidiger Robin Knoche belohnt wurde. Davor hatte Kaan Ayhan die Gäste nach einer halben Stunde mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung gebracht, ehe Geburtstagskind Admir Mehmedi (28) der 1:1-Ausgleich für die Wölfe gelang (34.). Benito Raman verkürzte für die Fortuna noch einmal zum zwischenzeitlichen 2:4 (66.), ehe erneut Weghorst den Schlusspunkt setzte (88.). Bei den Wolfsburgern erhielten jene Spieler eine Chance zur Rehabilitation, die schon vor einer Woche bei der 0:6-Klatsche bei Rekordmeister Bayern München zur Startelf gehört hatten. Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel stellte sein Team dagegen auf drei Positionen um, unter anderem durfte Rouwen Hennings im Sturm für den verletzten Polen Dawid Kownacki (Muskelfaserriss) beginnen.

Bor. Mönchengladbach - SC Freiburg 1:1 (1:1)

Dominique Heintz (l) und Jonas Hofmann kämpfen um den Ball
Dominique Heintz (l) und Jonas Hofmann
Quelle: dpa

Das Tor-Comeback von Alassane Plea war nicht genug: Borussia Mönchengladbach hat im Rennen um die Champions League erneut empfindlich gepatzt. Das Team von Trainer Dieter Hecking kam gegen den SC Freiburg nicht über ein mageres 1:1 (1:1) hinaus. Die in der Hinrunde noch so heimstarke Borussia blieb somit zum vierten Mal in Folge im eigenen Stadion ohne Sieg.

Der zuletzt in sieben Spielen torlose Plea (16.) bewahrte die Borussia sogar vor Schlimmerem, nachdem der Ex-Gladbacher Vincenzo Grifo (10.) die Gäste früh in Führung geschossen hatte. Der Vorsprung des Hecking-Teams auf Platz fünf kann somit am Sonntag auf einen Punkt schmelzen - vor wenigen Wochen waren es noch zehn. "Wir fahren nicht nach Gladbach, um nett zu sein", hatte Freiburgs Trainer Christian Streich vor dem Spiel angekündigt. Seine Elf hielt sich an die Vorgabe und wurde früh belohnt: Grifo, der vergangene Saison in 17 Einsätzen für die Borussia keinen Treffer erzielte hatte, überwand Yann Sommer per Flachschuss. Der Italiener war somit an sieben der letzten elf Freiburger Tore beteiligt.

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