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Frankfurt siegt im Kellerduell

Sport - Frankfurt siegt im Kellerduell

Nach dem Heimsieg von Eintracht Frankfurt gegen den Tabellenletzten Hannover zeigt sich Trainer Niko Kovac im Interview mit Boris Büchler zufrieden und blickt zuversichtlich auf kommende Aufgaben.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.03.2017, 23:59

Mit dem ersten Sieg unter Trainer Niko Kovac hat Eintracht Frankfurt das Keller-Duell der Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96 für sich entschieden. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten siegte Frankfurt durch den Treffer von Änis Ben-Hatira in der 33. Minute 1:0 (1:0).

Damit beendete die Eintracht eine Negativserie von acht Spielen ohne Erfolg. Trotz des ersten Sieges unter ihrem neuen Trainer Niko Kovac fielen die Frankfurter aber auch zum ersten Mal in dieser Saison auf einen der beiden direkten Abstiegsplätze der Fußball-Bundesliga zurück. Der punktgleiche Rivale 1899 Hoffenheim hat nach seinem 3:1-Erfolg beim Hamburger SV die bessere Tordifferenz. "Das war sehr wichtig für uns, gerade wenn man gesehen hat, dass fast alle Konkurrenten gegen uns gespielt haben", sagte Stefan Aigner.

Hannover dagegen kann sich nach dem nächsten ganz schwachen und nicht bundesliga-reifen Auftritt vermutlich bald jede Form der Rechnerei sparen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nach der zwölften Niederlage in den vergangenen 13 Spielen bereits zehn Punkte. "Wir kriegen es diese Saison einfach überhaupt nicht auf den Platz, Woche für Woche. Das ist ernüchternd", sagte Torwart Ron-Robert Zieler. "Wenn wir letzte Woche gesagt haben, dass wir ein Riesen-Wunder brauchen, dann brauchen wir diese Woche noch ein größeres."

Letzte Chance vertan?

Besonders bitter war dieser Abend für 96-Trainer Thomas Schaaf. Der 54-Jährige hatte in dervergangenen Saison noch die Eintracht trainiert, verließ den Verein aber trotz eines sportlich erfolgreichen neunten Platzes im Unfrieden.

Schaaf sah in seiner Rückkehr nach Frankfurt auch so etwas wie die letzte Chance auf eine sportliche Wende mit seinem neuen Team. Gleich fünf Spieler verbannte er vor der Partie aus dem Kader, gleich vier Spieler rückten mal wieder neu in die Anfangsformation. Doch diese Maßnahme verpuffte genauso wirkungslos wie so vieles von dem Hannoveraner Krisenmanagement der vergangenen Monate. Der Tabellenletzte hatte gleich zu Beginn eine gute Chance durch Kenan Karaman (8.), überließ den Frankfurtern danach aber nahezu widerstandslos das Feld.

Zufall hilft beim 1:0

Die Gastgeber wussten mit ihrer Überlegenheit aber zunächst nicht viel anzufangen. Sie bemühten sich immer wieder um spielerische Lösungen, verloren dabei auch nie die Geduld, spielten sich aber zunächst keine klaren Torchancen heraus.

Auch der wichtige Führungstreffer entsprang allein dem Zufall. Stefan Aigner hatte den Ball im Strafraum eigentlich schon verloren, doch gleich drei 96er inklusive Torwart Ron-Robert Zieler wussten nicht, wer ihn denn nun klären sollte. Ben-Hatira ging dazwischen und schoss den Ball aus spitzem Winkel ins Tor. Es war bei seinem ersten Einsatz von Anfang an auch gleich der erste Treffer für den Winter-Neuzugang der Eintracht.

Besseres Spiel in Hälfte zwei

Nach der Pause wurde ein schwaches Spiel wenigstens zeitweise unterhaltsam. Haris Seferovic lief auf einmal allein auf Zieler los und scheiterte (48.). Aigner hatte nach einem Eckball die nächste dicke Chance (50.). Frankfurt drängte auf das zweite Tor, aber auch Hannover riskierte jetzt mehr: Das eröffnete beiden Teams viel Raum.

Wie wenig sie daraus machten, verriet aber viel über die mangelnde Qualität der beiden zuvor schwächsten Rückrunden-Mannschaften der Liga. Ben-Hatira vergab noch zwei weitere Groß-Chancen (65./71.). Dazu erzielte Seferovic zwei Abseitstore (74./76.) für Frankfurt und Hugo Almeida (83.) eines für Hannover. So mussten 43 300 Zuschauer noch bis zum Schluss um diesen wichtigen Sieg zittern.

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