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Leipzig schlägt FCB - Köln lässt HSV hinter sich

Fußball-Bundesliga, 27. Spieltag

Zum Abschluss des 27.Spieltages muss Tabellenführer Bayern München eine 1:2-Niederlage bei RB Leipzig hinnehmen. Mit einem 2:0 gegen Leverkusen überlässt der 1. FC Köln mit 20 Punkten den letzten Tabellenplatz dem HSV (18 Punkte). Zuvor blieb der BVB dank des Treffers von Michy Batshuayi in der 24. Minute gegen Hannover auch in seinem 12. Ligaspiel in Serie ohne Niederlage. Am Samstag verlor Wolfsburg zu Hause gegen Schalke mit 0:1 nach verschossenem Elfmeter und anschließendem Eigentor.

Leipzigs Brum gegen Bayerns Sebastian Rudy
Leipzigs Brum gegen Bayerns Sebastian Rudy Quelle: reuters

RB Leipzig - Bayern München 2:1 (1:1)

Der FC Bayern München ist bei RB Leipzig gestolpert und kann nach der ersten Niederlage seit fast vier Monaten womöglich auch am Ostersamstag die Meisterschaftsparty noch nicht starten. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes verlor beim Vizemeister am Sonntag verdient mit 1:2 (1:1) und liegt damit sieben Spieltage vor Saisonende der Fußball-Bundesliga 17 Punkte vor Verfolger FC Schalke 04. Die Leipziger krönten dagegen nach dem Einzug ins Europa-League-Viertelfinale eine erfolgreiche Woche mit dem ersten Sieg gegen die Bayern in ihrer jungen Club-Historie.

Vor 42.588 Zuschauern im ausverkauften Leipziger Stadion brachte Sandro Wagner die Münchner in Führung (12.), doch Naby Keita (37.) und Timo Werner (56.) drehten das Spiel. Für Nationalstürmer Werner war es der erste Liga-Treffer nach 543 torlosen Minuten. Sollte nun Schalke nach der Länderspielpause sein Heimspiel gegen den SC Freiburg gewinnen, würde den Münchnern ein Erfolg gegen Dortmund noch nicht zum vorzeitigen Gewinn der 28. Meisterschaft reichen.

1. FC Köln - Bayer Leverkusen 2:0 (1:0)

Kölns Torschütze Simon Zoller (l-r), Marcel Risse und Vincent Koziello
Kölns Torschütze Simon Zoller (l-r), Marcel Risse und Vincent Koziello jubeln nach dem Treffer zum 2:0 Quelle: dpa

Der 1. FC Köln hat mit dem 2:0 (1:0)-Sieg im rheinischen Nachbarschaftduell mit Bayer Leverkusen zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag den letzten Platz in der Fußball-Bundesliga verlassen. Der FC darf sich nach den Niederlagen der Konkurrenten VfL Wolfsburg, Mainz 05 und Hamburger SV neue Hoffnungen im Kampf um den Klassenverbleib machen. Der Japaner Yuya Osako (9. Minute) und Simon Zoller (69.) trafen am Sonntag für die Domstädter. Allerdings trennen die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck immer noch fünf Punkte von den Mainzern, die auf dem Relegationsrang 16 stehen und gegen die die Kölner am 7. April ihr nächstes Heimspiel bestreiten.

Bayer 04 verpasste vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften RheinEnergie-Stadion dagegen die Chance, sich mit Blick auf die vier Champions-League-Ränge in eine bessere Position zu bringen. Das Team von Coach Heiko Herrlich bleibt auf dem fünften Rang.

Borussia Dortmund - Hannover 96 1:0 (1:0)

Michy Batshuayi
Michy Batshuayi Quelle: imago

In der Europa League krachend gescheitert, in der Bundesliga weiter auf Champions-League-Kurs: Borussia Dortmund hat drei Tage nach dem blamablen Achtelfinal-Aus in Salzburg mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Hannover 96 Wiedergutmachung betrieben und Platz drei hinter dem Erzrivalen Schalke 04 gefestigt.

Peter Stöger blieb damit auch in seinem zwölften Ligaspiel als BVB-Trainer ungeschlagen. Dabei konnte er sich wieder einmal auf Michy Batshuayi verlassen. Der Torjäger erzielte den Siegtreffer (24.). Hannover hat trotz der vierten Niederlage in Folge mit sieben Punkten immer noch ein beruhigendes Polster auf den Relegationsplatz.

VfL Wolfsburg - Schalke 04 0:1 (0:0)

Ein Eigentor von Robin Knoche in der 86. Minute hat dem VfL Wolfsburg im vierten Spiel unter Trainer Bruno Labbadia eine bittere Niederlage beschert. Gegen einen gnadenlos effizienten FC Schalke 04 mussten sich die Niedersachsen am Samstag mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und sind unter dem als Retter verpflichteten Labbadia auch nach vier Spielen noch ohne Sieg in der Fußball-Bundesliga.

Gegen Schalke zeigte der VfL vor 27.502 Zuschauern nach zuletzt schwachen Auftritten zumindest eine kämpferich gute Leistung - belohnte sich aber nicht. Bittere Note war der verschossene Foulelfmeter von Paul Verhaegh (77.), der an Schalkes Schlussmann Ralf Fährmann scheiterte. Sieben Spieltage vor Saisonende liegen die Wolfsburger weiter nur wegen des besseren Torverhältnisses vor dem FSV Mainz 05 knapp vor dem Relegationsrang. Die Schalker versuchten bei eisigen Temperaturen wieder mit viel Kalkül und Kontrolle zum fünften Sieg in Serie zu kommen, blieben dabei hinter den Erwartungen zurück und schlugen dann doch spät noch zu. Mit 49 Punkten wurde der zweite Platz gesichert und zudem eine verfrühte Meisterparty des FC Bayern schon am Sonntag in Leipzig verhindert.

Bor.Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 3:3 (1:1)

Borussia Mönchengladbach hat seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga gebremst. Die verletzungsgeplagte Mannschaft von Trainer Dieter Hecking rettete am Samstag im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim noch ein 3:3 (1:1) und bliebt damit im Kampf um den Europapokalplätze im Rennen. Vor 51.049 Zuschauern im Borussia-Park glichen Josip Drmic (33. Minute), Lars Stindl (72.) und Matthias Ginter (90.) die dreimalige TSG-Führung durch Benjamin Hübner (13.), Andrej Kramaric (58./Foulelfmeter) und Florian Grilitsch (73.) noch aus.

Während die Elf von Trainer Julian Nagelsmann den dritten Sieg nacheinander verpasste, konnte Gladbach dank großer Moral einen weiteren Rückschlag abwenden.

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 3:0 (3:0)

Eintracht Frankfurt hat dem FSV Mainz 05 das zweite Derby-Debakel in nur fünfeinhalb Wochen beschert und die Abstiegssorgen des Tabellen-16. weiter verstärkt. Während die Eintracht durch ihren 3:0 (3:0)-Sieg in diesem Spiel zumindest für einen Tag wieder auf einen Champions-League-Platz sprang, kassierten die 05er die sechste Niederlage in den vergangenen neun Pflichtspielen und haben im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga im Moment nur ein Argument auf ihrer Seite: die Schwäche der Konkurrenz. Da zeitgleich auch der Hamburger SV gegen Hertha BSC verlor, beträgt der Vorsprung auf Platz 17 vorerst weiter sieben Punkte.

Am 7. Februar hatte Mainz bereits im DFB-Pokal mit 0:3 in Frankfurt verloren. Vor 49.500 Zuschauern schossen diesmal Kevin-Prince Boateng (6. Minute), Luka Jovic (23.) und Ante Rebic (41.) die Tore für die Eintracht. Die Mainzer zeigten zu wenig Biss und zu wenig Qualität und waren dadurch erneut hoffnungslos unterlegen. Eine Trainerdiskussion hatte Sportchef Rouven Schröder jedoch schon vor dem Spiel in einem Sky-Interview unterbunden: «Sandro Schwarz hat einen Vertrag für die Erste und die Zweite Liga. Wenn man erkennen würde, dass die Basis zwischen Trainer und Mannschaft nicht stimmt, dann müsste man handeln. Aber das haben wir überhaupt nicht», sagte er. «Die Mannschaft ist zu 100 Prozent beim Trainer und beim Verein.»

FC Augsburg - Werder Bremen 1:3 (0:2)

Dank des ersten Bundesliga-Doppelpacks von Ishak Belfodil kann Werder Bremen seine Planungen für eine weitere Saison in der deutschen Eliteklasse intensivieren. Angeführt von seinem algerischen Matchwinner bezwangen die Norddeutschen den FC Augsburg am Samstag mit 3:1 (2:0) und machten durch den fünften Sieg in den vergangenen sieben Ligapartien einen weiteren Riesenschritt zum Klassenerhalt. "Die haben hin und her gespielt, lang und kurz, die haben gemacht, was sie wollten. Ich glaube, die hatten richtig Spaß", sagte Augsburgs Torhüter Marvin Hitz, der sich beileibe nicht darüber beschweren wollte und durfte, dass es am Ende nur drei Gegentore waren.

Augsburgs Gojko Kacar (3.v.r.), Caiuby & Ishak Belfodil (2.v.r.)
Augsburgs Gojko Kacar (3.v.r.) und Caiuby kämpfen mit Ishak Belfodil (2.v.r.) von Bremen um den Ball Quelle: dpa

Die spielstarken Bremer haben nun satte acht Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16 und liegen nur noch zwei Zähler hinter dem FCA (35), der nach vier Erfolgen in Serie gegen Werder erstmals wieder unterlag. Vor 30.080 Zuschauern sorgte Belfodil (5. Minute, 40.) für die entspannte Pausenführung der Gäste. Nach einer ersten Halbzeit zum Vergessen kamen die Augsburger besser ins Spiel, brachten am Ende aber nicht mehr als den Anschluss durch Rani Khedira (63.) zustande. Den Bremer Schlusspunkt setzte Kapitän Max Kruse (82.).

Hamburger SV - Hertha BSC 1:2 (1:0)

Trotz des dritten Trainers in der Saison und eines großen Personalumbruchs in der Mannschaft steuert der Hamburger SV weiter auf den ersten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga zu. Im Spiel um die gefühlt letzte Chance auf den Klassenverbleib unterlagen die Norddeutschen am Samstag vor 52.195 Zuschauern im Volksparkstadion Hertha BSC mit 1:2 (1:0). Douglas Santos (25. Minute) hatte die Gastgeber in Führung gebracht, Valentino Lazaro (56.) und Salomon Kalou drei Minuten nach seiner Einwechslung (63.) drehten das Spiel.

Damit sind die Hamburger seit 14 Spielen ohne Sieg und haben sieben Spiele vor Schluss weiterhin sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Am Sonntag könnte die Mannschaft von Neu-Trainer Christian Titz sogar auf den letzten Tabellenplatz abstürzen. Hertha BSC stoppte dagegen seine Negativserie. Nach vier Spielen ohne Sieg und Tor schaffte die Mannschaft von Trainer Pal Dardai den zweiten Sieg in der Rückrunde und baute den Vorsprung auf die Abstiegsränge aus. Die Berliner beendeten ihre Torflaute nach 448 Minuten. Ein Negativrekord in ihrer Bundesliga-Geschichte ist es dennoch.

Die Stimmen der Trainer

SC Freiburg - VfB Stuttgart 1:2 (0:1)

Mario Gomez jubelt
Mario Gomez schießt den VfB zum Sieg Quelle: imago/Sportfoto Rudel

Mario Gomez hat dem VfB Stuttgart durch einen Doppelpack fast schon die Rettung in der Fußball-Bundesliga beschert und beste Eigenwerbung vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw betrieben. Im Derby beim SC Freiburg sorgte der 32-Jährige für den verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg zum Auftakt des 27.Spieltages und das siebte VfB-Spiel in Folge ohne Niederlage.

Gomez sorgte schon nach vier Minuten per Kopf für die Gäste-Führung, in der 75. Minute gelang ihm dann die Entscheidung. Freiburg reichte dagegen ein herrlicher Lupfer von Torjäger Nils Petersen (53.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich nicht. «Es war ein verdammt schweres Stück Arbeit. Ich bin froh, dass ich noch das zweite Tor machen konnte. Freiburg hat zu Hause wahnsinnige Stärken. Alles in allem war es aber ein hochverdienter Sieg. Es werden immer die 40 Punkten vorgerechnet. Die zwei Mannschaften, auf die wir schauen, müssten vier Spiele gewinnen. Ich glaube aber auch nicht, dass wir alle sieben verlieren. Wir haben einen guten Lauf, müssen einfach dranbleiben», sagte Gomez.

Die Freiburger müssen dagegen als Tabellen-14. noch ein wenig zittern. Das Polster von fünf Punkten auf den Relegationsrang könnte sich am Samstag noch verkleinern. 24.000 Zuschauer sahen im ausverkauften Schwarzwald-Stadion ein durchwachsenes Bundesliga-Spiel ohne viele Torchancen. Der VfB kontrollierte über weite Strecken die Partie und konnte sich im Angriff auf seinen Torjäger verlassen.



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