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BVB feiert Zittersieg gegen Bremen

Sport - BVB feiert Zittersieg gegen Bremen

Im Gespräch mit Jochen Breyer äußert sich BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke über die Lage der Liga aus Dortmunder Sicht sowie den bevorstehenden Europa-League-Kracher gegen den FC Liverpool.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.04.2017, 08:00

3:2 gegen Bremen in einem wahren Zitterspiel - Borussia Dortmund hat das erste große Saisonziel erreicht und sich wieder für die Champions League qualifiziert: Im ersten Jahr unter Chefcoach Thomas Tuchel kehrt der BVB in die Königsklasse zurück.

Schon vor dem Erfolg gegen gegen Werder Bremen war durch die Ergebnisse der Konkurrenz klar, dass die Teilnahme in der europäischen Eliteliga Tuchel und Co. in den verbleibenden sechs Bundesligapartien bei 67 Punkten und weiter fünf Zählern Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern nicht mehr zu nehmen ist. Im schlechtesten Fall können die Dortmunder noch Dritter werden.

Gelungene Generalprobe
Sechs Tage vor dem erwarteten Spektakel beim Viertelfinalhinspiel in der Europa League gegen den FC Liverpool mit dem einstigen BVB-Meistermacher Jürgen Klopp knackte Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang erst in der 53. Minute die Defensive der Bremer. Werder glich durch Alejandro Galvez (69.) aus, dessen Schuss von Gonzalo Castro zum 1:1 abgefälscht wurde.

Zlatko Junuzovic (75.) gelang sogar die Bremer Führung, ehe der eingewechselte Shinji Kagawa in seinem 100. Erstligaspiel in der 77. Minute für das 2:2 sorgte und «Joker» Adrian Ramos die BVB-Fans mit dem Siegtreffer (82.) doch noch jubeln ließ. Werder steckt mit 28 Zählern als vorerst 14. weiter in Abstiegsgefahr.

Keine Gala im Tempel

Eine Gala der Westfalen war das 3:2 vor den 81 359 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Fußball-Tempel nicht. Obwohl sich dem BVB durch Aubameyang (14./19./45.), Erik Durm (15./23.) und Marcel Schmelzer (39./Außennetz) im ersten Abschnitt beste Möglichkeiten boten, blieb es für die Schwarzgelben trotz 13:1-Torschüssen und 70 Prozent Ballbesitz ein zähes Unterfangen: Die lange Zeit abwehr- und kampfstarken, offensiv aber harmlosen Bremer wehrten sich nach allen Kräften.

Acht Minuten nach Wiederbeginn war es dann soweit: Henrich Mchitarjan spielte Aubameyang perfekt in den Lauf - und der Top-Torschütze aus Gabun ließ sich seinen 23. Erstligatreffer dieser Saison nicht mehr vom Fuß nehmen. Sechs Minuten nach dem 0:1 rettete Werder-Keeper Felix Wiedwald gegen Durm (59.). Dann drehten Galvez und Junuzovic die Partie. In der turbulenten Schlussphase glich der Japaner Kagawa zum 2:2 aus - und der gleichfalls eingewechselte Ramos machte alles klar.

Tuchel muss improvisieren

In der 46. Saison-Pflichtpartie musste Tuchel improvisieren: Neven Subotic, der mit einer Armthrombose für den Rest der Spielzeit ausfällt, und der an Magen-Darm-Problemen laborierende Sokratis standen für die Innenverteidigung nicht zur Verfügung. Außerdem fiel Mittelfeld-Inspirator Ilkay Gündogan (Fußverletzung) erneut aus, wird aber in der kommenden Woche wieder im Mannschaftstraining erwartet.

BVB-Kapitän Mats Hummels bekam nach den Länderspielen gegen England und Italien eine Pause. Sven Bender und Matthias Ginter bildeten die Abwehrzentrale der Westfalen. Bei den Bremern fehlten der verletzte zwölffache Torschütze Claudio Pizarro und der gesperrte Abwehrchef Papy Djilobodji.

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