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Leverkusen düpiert RB Leipzig

Fußball-Bundesliga, der 29. Spieltag im Überblick

Bayer Leverkusen hat im Rennen um einen Champions-League-Platz einen ganz wichtigen Auswärtssieg geschafft. Beim direkten Konkurrenten RB Leipzig gewann die Werkself mit 4:1 (1:1) und kletterte auf Platz vier. Die Sachsen fielen auf Rang sechs zurück.

RB Leipzig - Bayer Leverkusen

Nach der Leipziger Führung durch Marcel Sabitzer (17. Minute) sorgten Kai Havertz (45.), Nationalspieler Brandt (51.), Panagiotis Retsos (56.) und Kevin Volland (69.) im vierten Montagsspiel der Saison in wenigen Minuten für die Wende zu Gunsten der Werkself. Für die Sachsen war es die höchste Heimniederlage in dieser Saison.

Eintracht Frankfurt - TSG 1899 Hoffenheim 1:1 (0:0)

Am Sonntag hatte sich Eintracht Frankfurt durch ein 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen 1899 Hoffenheim zunächst auf Rang vier geschoben. Nach dem Montagsspiel sind die Hessen zwischen Leverkusen und Leipzig nun Fünfter.Luka Jovic hatte die Eintracht in der 49. Minute in Führung gebracht. Sechs Minuten nach seinem achten Saisontor musste der Serbe verletzt ausgewechselt werden, wiederum nur eine Minute später traf Serge Gnabry zum Ausgleich (56.).

Luka Jovic und Pavel Kaderabek
Luka Jovic und Pavel Kaderabek Quelle: reuters

Auch angesichts der schwierigen Umstände zurzeit in Frankfurt hilft dieser Punkt der Eintracht mehr als der TSG. Denn das Kovac-Team musste in diesen spannenden und intensiven 90 Minuten nicht nur die Spekulationen über einen möglichen Weggang ihres Trainers zum FC Bayern München ausblenden, sondern auch noch zwei äußerst wichtige Leistungsträger ersetzen. Die Wucht des Stürmers Ante Rebic und die strategischen Fähigkeiten des Mittelfeldspielers Omar Mascarell werden der Eintracht noch mehrere Wochen fehlen. Beide sind verletzt.

Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 3:0 (1:0)

Ein kurioser Glückstreffer von Christian Pulisic und der Torinstinkt von Michy Batshuayi lassen Borussia Dortmund weiter auf die Champions League hoffen. Die Mannschaft von Trainer Peter Stöger besiegte den VfB Stuttgart mit 3:0 (1:0) und rückte eine Woche vor dem Revierderby bei Schalke 04 als Dritter bis auf einen Punkt an den Erzrivalen heran. Trotz schwacher Anfangsphase gelang dem BVB damit die Wiedergutmachung für das 0:6-Debakel bei Bayern München.

Eine verunglückte Flanke des US-Nationalspielers Pulisic (38.) erwies sich als Dosenöffner. Batshuayi legte mit seinem siebten Saisontor nach (48.), Maximilian Philipp (59.) sorgte für die Entscheidung. Für Stuttgart bedeutete dies im neunten Spiel unter Trainer Tayfun Korkut die erste Niederlage. Der VfB, der zuletzt im Meisterjahr 2007 durch ein Tor von Mario Gomez in Dortmund gewonnen hat, bleibt dennoch im gesicherten Mittelfeld.

FC Augsburg - FC Bayern 1:4 (1:2)

Nicht mehr einzuholen von der Konkurrenz ist dagegen der FC Bayern. Sie gewannen bereits am Samstag ihren 28. deutschen Meisterschaftstitel. Es ist der sechste Titel in Folge. Das Team von Trainer Jupp Heynckes hatte in Augsburg wenig Mühe. Zwar ging der Gastgeber durch ein Eigentor von Niklas Süle (18. Minute) in Führung, doch München drehte die Partie durch die Treffer von Corentin Tolisso (32.) und James (38.). Nach dem Wechsel trafen Arjen Robben (62.) und Sandro Wagner (87.).

Eine ganz besondere Meisterschaft war es für Heynckes. Der Fußball-Lehrer kam im Oktober viereinhalb Jahre nach seinem bis dahin letzten Bayern-Engagement aus dem Ruhestand und wurde Nachfolger des gefeuerten Carlo Ancelotti, den Heynckes am Sky-Mikro aber nicht vergaß zu loben: "Ihm gebührt ebenfalls ein Dank und ein Glückwunsch. Er ist ein großer Trainer."

In der Tabelle hatte München damals fünf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Dortmund. Ein außergewöhnlicher Rekord-Titel war es auch für Franck Ribéry. Mit seiner achten Meisterschaft mit dem FC Bayern hat der in Augsburg spät eingewechselte Franzose in der Bundesliga-Bestenliste mit Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger gleichgezogen.

Hamburger SV - FC Schalke 04 3:2 (1:1)

Von einem Meistertitel ist der Hamburger SV derzeit zwar meilenweit entfernt, hat aber im Kampf gegen den Abstieg wichtige drei Punkte geholt - und zwar war der Sieg des HSV über den Tabellenzweiten völlig verdient. Den Siegtreffer zum 3:2-Endstand in der 84. Minute erzielte Aaron Hunt mit einem perfekten Weitschuss in den Winkel.

Erlösung beim HSV nach dem Tor von Aaron Hunt
Man könnte von Erlösung beim HSV sprechen nach dem Tor von Aaron Hunt. Quelle: imago

Die weiteren Tore für den HSV, der durch den Sieg am 1. FC Köln vorbeizog und nun wieder 17. ist, erzielten Filip Kostic (17.) und Lewis Holtby (52.). Naldo hatte die Gäste in der 9. Minute in Führung gebracht, Guido Burgstaller zum 2:2 ausgeglichen (63.). Durch den mit viel Kampf, aber auch spielerisch in einigen Phasen überzeugenden Sieg, meldete sich der taumelnde Traditionsklub zurück. Zuletzt hatte der HSV am 26. November 2017 gewonnen - 3:0 gegen 1899 Hoffenheim.

1. FC Köln - Mainz 05 1:1 (1:0)

Claudio Pizarro
Chance verpasst: Claudio Pizarro Quelle: dpa

Der 1. FC Köln hat im Kampf um das "Wunder" Klassenverbleib die vielleicht letzte große Chance verpasst. Gegner Mainz hat dagegen weiter gute Chancen, den direkten Abstieg zu vermeiden: Im intensiven Kellerduell hielten die Rheinhessen fünf Spiele vor Saisonende als 16. den Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Vorletzten aus dem Rheinland. Pablo De Blasis rettete den Mainzern mit dem ersten Tor (50.) der 05er nach 455 erfolglosen Minuten den wichtigen Punkt. Rechtsverteidiger Giulio Donati sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot.

In der 7. Minute hatte Jonas Hector den FC in Führung gebracht. Die Mainzer sind nun seit sechs Spielen in Serie ohne Dreier, in Köln war er bei zahlreichen Chancen in der Schlussphase durchaus möglich. Dementsprechend sagte 05-Trainer Sandro Schwarz: "Am Ende hatten wir riesige Möglichkeiten, um das Spiel zu gewinnen. Mit der Leistung und der Mentalität bin ich zufrieden. Unser Ziel waren drei Punkte, aber auch der eine hilft uns." So sah es auch Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck: Es war am Ende alles möglich. Uns hat das Spielglück gefehlt. Insgesamt ist das für uns zu wenig, für Mainz reicht es."

SC Freiburg - VfL Wolfsburg 0:2 (0:1)

Der VfL Wolfsburg kann unter Trainer Bruno Labbadia doch gewinnen und hat mit dem 2:0 gegen Freiburg drei wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Trotz einer über weite Strecken schwachen Leistung reichte ein Doppelpack von Daniel Didavi (2./82. Minute) vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion für den ersten VfL-Sieg unter Labbadia nach fünf Partien ohne Erfolg. Damit rückten die Wölfe bis auf einen Zähler an den SC heran, der nun bereits seit sechs Spielen auf einen Bundesliga-Sieg wartet.

Freiburgs Toptorjäger Nils Petersen, der nach seiner aufgehobenen Sperre doch spielen durfte, vergab in der 94. Minute einen Handelfmeter und die Chance zum Anschlusstreffer. Zuvor hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann selbst die Videobilder studiert.

M'gladbach - Hertha BSC 2:1 (0:1)

Einen Videobeweis gab es auch in der Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC. Nach Fabian Lustenbergers Foul an Nico Elvedi entschied Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus mit Hilfe aus Köln auf Strafstoß für Mönchengladbach, den Joker Thorgan Hazard sicher zum 2:1-Endstand verwandelte (79.). Damit hat sich die Borussia die Chancen auf die Europa-League-Teilnahme gewahrt.

Hazard erzielte auch den 1:1-Ausgleich (75.), nachdem Salomon Kalou die Hertha in Führung (40.) gebracht hatte. Gladbach beendete damit seine Serie von vier Spielen ohne Sieg. Mit nun 40 Punkten darf die Borussia Richtung internationales Geschäft schauen. Die Berliner vergaben vor 51.417 Zuschauern zu viele Chancen und bleiben bei 36 Zählern.

Hannover 96 - Werder Bremen 2:1 (2:0)

Am Freitagabend hatte Hannover gegen Werder die Niederlagenserie beendet. Vor 49.000 Zuschauern im ausverkauften Hannoveraner Stadion erzielten Martin Harnik (17.) und Felix Klaus (42.) die Tore für die Elf von Trainer André Breitenreiter, die nach zuletzt fünf Niederlagen nacheinander erstmals seit Februar wieder als Sieger vom Feld ging. Ishak Belfodil gelang für Werder nur noch der Anschluss (74.).

In der Tabelle rückten die Niedersachsen mit 35 Zählern bis auf einen Punkt an die Gäste aus Bremen heran. Werder hatte aus den vergangenen fünf Partien 13 Zähler geholt. Die zaghaften Träume von einer Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb dürften für Werder nach der Auswärtsniederlage nun aber beendet sein.

das aktuelle sportstudio

Sport | das aktuelle sportstudio - Eberl: "Emotionen kann man nicht abstellen"

Seit knapp zehn Jahren ist Max Eberl Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach. Im sportstudio spricht er über Emotionen im Fußball, die Transferpolitik der Borussia und analysiert das Abschneiden seiner Mannschaft in der aktuellen Saison.

Videolänge:
18 min
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