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Wolfsburg muss in die Relegation

Der 34. Spieltag im Überblick

Der VfL Wolfsburg muss als Tabellensechzehnter der Bundesliga in die Relegation. Die Niedersachsen rutschten im letzten Saisonspiel durch eine 1:2-Niederlage beim Hamburger SV auf Rang 16. Den dritten direkten Champions-League-Startplatz sicherte sich Borussia Dortmund nach einem 4:3-Sieg gegen Werder Bremen.

Philipp Wollscheid (l) und Kyriakos Papadopoulos
Philipp Wollscheid (l) und Kyriakos Papadopoulos Quelle: dpa

Hamburger SV - VfL Wolfsburg 2:1 (1:1)

Der Hamburger SV ist dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte wiedermal von der Schippe gesprungen. Umjubelter Held bei den Hamburgern war der eingewechselte Luca Waldschmidt, der kurz vor dem Abpfiff (88.) das Siegtor erzielte und damit dem Klub die dritte Relegation nach 2014 und 2015 ersparte. Filip Kostic (32.) hatte die Wolfsburger Führung durch Robin Knoche (23.) zuvor ausgeglichen. Die Wölfe bekommen ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt unterdessen in zwei Spielen gegen den Dritten der 2. Liga . Ausgerechnet im 20. Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit droht dem Team von Coach Andries Jonker der bittere Gang in die Zweitklassigkeit.

Der Mannschaftsbus der Hamburger wurde eine gute Stunde vor der Partie von mehr als 10.000 Fans und einem Fahnenmeer bei der Einfahrt in die Arena empfangen. «Das ist schon toll, aber es wäre ja besser, wenn das nicht passiert wäre», sagte Vereinsidol Uwe Seeler der dpa.

Borussia Dortmund - Werder Bremen 4:3 (2:1)

Pierre-Emerick Aubameyang küsst die Torjägerkanone
Pierre-Emerick Aubameyang Quelle: dpa

Borussia Dortmund hat am Ende einer schwierigen Bundesliga-Saison das wichtigste Ziel erreicht und eine gelungene Generalprobe für das DFB-Pokalfinale gefeiert. Begleitet von anhaltenden Spekulationen über die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel verteidigte der Revierklub mit einem spektakulären 4:3 (2:1) über Werder Bremen den dritten Tabellenplatz.
Damit qualifizierte sich der BVB auf direktem Weg für die Champions League.

Vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten Marco Reus (32./75. Foulelfmeter) und Pierre-Emerick Aubameyang (42./89. Foulelfmeter) für das Dortmunder Happy End. Mit einem Elfmetertor hat sich Aubameyang erstmals in seiner Karriere zum Bundesliga-Torschützenkönig gekürt.

TSG Hoffenheim - FC Augsburg 0:0

Jonathan Schmid (l) und Ermin Bicakcic
Jonathan Schmid (l) und Ermin Bicakcic Quelle: dpa

Das Fernduell verloren, die Champions League muss (vorerst) warten: 1899 Hoffenheim hat die direkte Qualifikation für die europäische Königsklasse verpasst. Die TSG kam gegen den FC Augsburg nur zu einem 0:0 - weil Borussia Dortmund zeitgleich punktete und die bessere Tordifferenz aufweist, muss Hoffenheim in die Playoffs.

Dort droht ihm August in den beiden Duellen ein Hammerlos, weil die Kraichgauer in ihrer Vereinsgeschichte noch nie international gespielt haben und bei der Auslosung daher nicht gesetzt sind. Im schlimmsten Fall sind die Hoffenheimer, für die Andrej Kramaric (68.) und Nadiem Amiri (80.) nur den Pfosten trafen, allerdings in der Europa League dabei.

Hertha BSC - Bayer Leverkusen 2:6 (0:3)

Hertha BSC kehrt trotz eines missglückten Saisonfinales auf die internationale Bühne zurück. Die Berliner verloren nach schwacher Vorstellung gegen Bayer Leverkusen zwar mit 2:6 (0:3), beendeten die Saison aber als Tabellensechster. Zuletzt spielte die "Alte Dame" in der Saison 2009/2010 im Europapokal.

Vor 58.000 Zuschauern erzielten Javier Hernandez (5.), Kai Havertz (31./45+1), Stefan Kießling (64.) und Charles Aranguiz (81./beide Foulelfmeter) sowie Joel Pohjanpalo (90.) die Tore für die Gäste. Mitchell Weiser (71.) und Sami Allagui (86.,

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig 2:2 (0:1)

Eintracht Frankfurt hat mit einer Energieleistung eine misslungene Generalprobe für das DFB-Pokal-Finale am 27. Mai verhindert. Am letzten Spieltag der Bundesligasaison kam das Team von Trainer Niko Kovac gegen Vizemeister RB Leipzig noch zu einem 2:2 (0:1)-Unentschieden, obwohl sie bis zur 83. Minute noch 0:2 hinten lagen. Als schwächstes Team der Rückrunde schließt Frankfurt die Saison 2016/17 mit 42 Punkten als Elfter ab.
Jesus Vallejo (83.) und Danny Blum (90.) retteten den Frankfurtern das späte Unentschieden, nachdem Marcel Sabitzer (25.) und Yussuf Poulsen (56.) die Leipziger in Führung gebracht hatten. Die Hessen gewannen nur eins ihrer letzten 15 Ligaspieler und verloren zehn.

Die Sachsen verpassten unterdessen zwei Rekorde. Die Bestmarke der meisten Siege eines Aufsteigers müssen sie sich weiter mit Bayern München (beide 20) aus der Spielzeit 1965/66 teilen, der Aufsteiger-Punkterekord bleibt im Besitz des 1. FC Kaiserslautern (68) aus der Meistersaison 1997/98.

Mönchengladbach - SV Darmstadt 2:2 (0:0)

Borussia Mönchengladbach hat die vierte Europacup-Teilnahme in Folge verpasst. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking musste sich am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 2:2 (0:0) gegen Absteiger Darmstadt 98 begnügen. Die Lilien verabschiedeten sich damit mit ihrem vierten Punkt im 17. Auswärtsspiel aus der Liga. Thorgan Hazard (50.) und Raffael (65.) hatten Gladbach zweimal in Führung gebracht, Sven Schipplock (63.) und Marcel Heller (90.) glichen für Darmstadt jeweils aus.

Bevor Bundesliga-Rekord-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) die 344. und gleichzeitig letzte Begegnung seiner Karriere anpfiff, wurden bei den Gastgebern zwei Profis verabschiedet. Andreas Christensen kehrt zum englischen Meister FC Chelsea zurück, und Mahmoud Dahoud wechselt zum Pokalfinalisten Borussia Dortmund.

1. FC Köln - Mainz 05 2:0 (1:0)

Jonas Hector und Yuya Osako haben den 1. FC Köln zur ersten Europacupteilnahme seit 25 Jahren geführt. Der Nationalspieler (43.) und der Japaner (87.) sorgte mit ihren Treffern für den entscheidenden 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FSV Mainz 05 - Köln beendet seine beste Bundesligasaison seit einem Vierteljahrhundert damit auf dem fünften Platz. Peter Stögers Team nimmt in der kommenden Spielzeit an der Europa League teil. Die Mainzer, bei denen die Zukunft von Trainer Martin Schmidt noch nicht geklärt ist, hatten den Klassenerhalt bereits am vergangenen Wochenende mit dem 4:2 gegen Eintracht Frankfurt praktisch perfekt gemacht.

Schon rund 90 Minuten vor dem Anpfiff bereiteten Hunderte Fans dem Kölner Team einen eindrucksvollen Empfang vor dem Stadion. Der Mannschaftsbus absolvierte die letzten Meter im Schritttempo, die Anhänger standen Spalier und erinnerten noch einmal lautstark an den Auftrag: "Eines Tages wird"s geschehen, und dann fahren wir nach Mailand, um den FC Köln zu sehen."

FC Bayern München - SC Freiburg 4:1 (1:0)

Bayern München feierte seine 27. deutsche Meisterschaft mit allem Brimborium - der SC Freiburg steht vorerst mit leeren Händen da. Durch das 1:4 (0:1) beim deutschen Rekordtitelträger verpasste der starke Aufsteiger die direkte Qualifikation für die Europa League. Die Freiburger, die mit zwei Punkten Vorsprung auf den 1. FC Köln als Tabellensechster und damit fest Qualifizierter in den letzten Spieltag gegangen waren, rutschten auf Rang sieben hinter die "Geißböcke" und Hertha BSC ab. Die Treffer für den FC Bayern erzielten Arjen Robben (4.), Arturo Vidal (73.), Franck Ribery (90.+1) und Joshua Kimmich (90.+4). Der eingewechselte Nils Petersen hatte zwischenzeitlich für den SC nur verkürzen (76.) können.

Die Mannschaft von Trainer Christian Streich muss nun ein weiteres Mal auf Schützenhilfe von Borussia Dortmund hoffen: Gewinnt der BVB, der Werder Bremen nicht an Freiburg vorbeiziehen ließ, am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt in Berlin das Endspiel um den DFB-Pokal, darf Freiburg als Siebtplatzierter immerhin noch als gesetzte Mannschaft die Qualifikation zur Europa League bestreiten. Die Breisgauer haben in ihrer Klubgeschichte bislang dreimal am UEFA-Pokal oder dessen Nachfolge-Wettbewerb teilgenommen.

FC Ingolstadt - Schalke 04 1:1 (1:1)

Schalke 04 hat nach einer verkorksten Saison einen versöhnlichen Abschluss verpasst. Die Mannschaft des in die Kritik geratenen Trainers Markus Weinzierl kam bei Absteiger FC Ingolstadt nicht über ein mageres 1:1 (1:1) hinaus und konnte dadurch auch ihre dürftige Auswärtsbilanz mit gerade einmal drei Siegen nicht verbessern. ""Wir hatten einen sehr guten Start, haben uns aber auf der frühen Führung ausgeruht. Wir sind zu wenig in die Zweikämpfe gekommen", sagte Weinzierl.

Donis Avdijaj hatte Schalke in einem Spiel auf mäßigem Niveau bereits in der 2. Minute in Führung gebracht. Pascal Groß erzielte per Foulelfmeter den Ausgleich (41.). Vorausgegangen war eine Attacke von Naldo, der nach dreimonatiger Verletzungspause erstmals wieder spielte, an Dario Lezcano. Der FCI-Stürmer scheiterte dann in der 64. Minute mit einem Strafstoß am starken S04-Keeper Ralf Fährmann. Benjamin Stambouli hatte Groß, der Ingolstadt in Richtung England verlassen wird, umgerissen und dafür wegen Notbremse die Rote Karte erhalten.

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