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VfB steigt ab - Frankfurt muss nachsitzen

Sport - VfB steigt ab - Frankfurt muss nachsitzen

Nach dem nervenaufreibenden Finale am letzten Bundesliga-Spieltag spricht Bremens Sportdirektor Thomas Eichin über die letzten Wochen und die Rolle der Werder-Fans beim Klassenerhalt.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.05.2017, 22:00

Nach 41 Jahren im Oberhaus muss der VfB Stuttgart den bitteren Gang in die Zweite Liga antreten. Die Schwaben unterlagen am 34. Spieltag mit 1:3 in Wolfsburg. Gerettet hat sich dagegen auf den letzten Metern Bremen, das Frankfurt durch ein spätes Tor mit 1:0 besiegte. Frankfurt muss in die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten aus Nürnberg.

Wunder ist ausgeblieben
Das Wunder ist ausgeblieben, der Abstieg des VfB Stuttgart ist Realität: Die Schwaben müssen nach einer katastrophalen Pleitenserie zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Der erneut schwache VfB verlor durch das 1:3 (0:2) beim VfL Wolfsburg das sechste Spiel in Serie - neun Jahre nach dem Meistertitel ist das Kapitel Bundesliga für den VfB erst einmal beendet.

Die Wolfsburger Maximilian Arnold (11.) und Andre Schürrle (29./90.+2) sorgten dafür, dass die Stuttgarter den Absturz nicht mehr verhindern konnten. Daniel Didavi (78.) gelang das zwischenzeitliche 1:2. Ohnehin standen die Chancen schon vor der Begegnung schlecht: Nur bei einem Sieg und Schützenhilfe der direkten Abstiegskonkurrenten Bremen und Frankfurt hätte noch der Sprung auf den Relegationsplatz gelingen können. Sowohl für Trainer Jürgen Kramny als auch für Manager Robin Dutt könnte es das letzte Spiel als Verantwortliche beim Traditionsklub gewesen sein.

Goldenes Tor durch Djilobodji

Werder Bremen hat sich mit einem Erfolg im "Abstiegsendspiel" gegen Eintracht Frankfurt den Klassenerhalt gesichert und die Hessen in die Relegation geschickt. Ein Tor von Papy Djilobodji in der 88. Minute besiegelte einen verdienten, aber hart erkämpften 1:0 (0:0)-Sieg gegen die Gäste, die sich nun in zwei Partien gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg behaupten müssen.

Letztlich gab das unermüdliche Anrennen der Norddeutschen den Ausschlag vor 42.100 Zuschauern zu ihren Gunsten. Eine Halbzeit lang stand die Deckung der Eintracht sehr sicher und geriet nur durch einen Freistoß von Zlatko Junuzovic (31.) in Bedrängnis. In der Folgezeit allerdings konnten die Frankfurter diese konstante Abwehrarbeit nicht mehr fehlerfrei durchhalten. Die Mannschaft von Eintracht-Trainer Niko Kovac hingegen stand bei ihren wenigen Gegenangriffen gleich zweimal dicht vor dem Führungstreffer.

Bayern-Spieler mit der Meisterschale
Bayern München mit der Meister-Schale Quelle: reuters

Ungeplanter Platzsturm der Fans
Nach dem Abpfiff bekamen die Spieler von Champion Bayern München nach dem 3:1 (2:0) gegen Absteiger Hannover 96 die Meisterschale von Liga-Präsident Reinhard Rauball und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert überreicht. Für Meister FC Bayern trugen sich Robert Lewandowski (12.) und zweimal Mario Götze (28./54.) in die Torschützenliste ein. Torschützenkönig Lewandowski erzielte seinen 30. Saisontreffer, womit erstmals seit 39 Jahren wieder ein Bundesliga-Spieler die magische 30-Saison-Tore-Marke erreichte. Artur Sobiech (66.) gelang das Ehrentor für die Niedersachsen.

Mehrere hundert Fans haben nach der Übergabe der Meisterschale an den FC Bayern den Rasen in der Münchner Fußball-Arena gestürmt. Die Party der Mannschaft um Kapitän Philipp Lahm mit den obligatorischen Weißbierduschen war daraufhin schlagartig beendet. Trainer Pep Guardiola und die Bayern-Profis verließen das Spielfeld und flüchteten in die Kabine. Der Zugang zu den Katakomben wurde von Ordnern abgeschirmt. Der Stadionsprecher rief die Anhänger zur Vernunft auf. So war die Feier nicht geplant.

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