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Leverkusen dreht Spiel auf Schalke

Sport - Leverkusen dreht Spiel auf Schalke

2:0 geführt, am Ende 2:3 verloren: Nach einem verrückten Spiel gegen Leverkusen stellt sich Schalkes Sportchef den Fragen von Boris Büchler und spricht auch über die Unruhe im Umfeld des Vereins.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.04.2017, 21:08

Bayer Leverkusen hat einen weiteren großen Schritt in Richtung direkter Qualifikation für die Champions League gemacht. Beim FC Schalke gewann die Werkself nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 und festigte den dritten Tabellenplatz. Für Bayer war es der sechste Sieg in Folge.

Für die seit vier Partien sieglosen Königsblauen geht es in den restlichen drei Partien dagegen wohl nur noch darum, überhaupt einen Europacup-Platz abzusichern. Eric Maxim Choupo-Moting (14.) und Leroy Sané (29.) hatten Schalke bis zur Pause  in Führung gebracht. Zuvor war Klaas-Jan Huntelaar (5.) mit einem Foulelfmeter an Leverkusens Torwart Bernd Leno gescheitert.

Nach Wiederbeginn drehten Julian Brandt (54.), Karim Bellarabi (56.) und Javier Hernadez (60.) innerhalb von nur sechs Minuten die Partie. Nach der Niederlage von Hertha BSC am Nachmittag gegen Bayern München beträgt der Vorsprung der Werkself auf die viertplatzierten Berliner nun schon fünf Punkte. "Wir wussten, wenn wir ein Tor machen, ist noch was drin", sagte Leverkusens Trainer Roger Schmidt, der mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft aber überhaupt nicht zufrieden sein konnte. "Wir lagen verdient 0:2 hinten", so der Coach.

Huntelaar zeigt Nerven

Tatsächlich hatte Schalke die Partie sehr druckvoll begonnen und in der ersten Halbzeit eine der stärksten Saisonleistungen gezeigt. In der 5. Minute zögerte Schiedsrichter Wolfgang Stark nach einem Foul von Ömer Toprak am davoneilenden Sané im Strafraum keine Sekunde und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch anders als im Derby gegen Borussia Dortmund zeigte Huntelaar Nerven.

Kaum zehn Minuten später konnten die Schalke-Fans dann doch jubeln. Choupo-Moting zog nach feiner Einzelleistung von halbrechts ab, und Leno war erstmals nach 497 Bundesliga-Minuten wieder geschlagen. Allerdings hatte Toprak den Schuss unhaltbar abgefälscht. Erst nach dem Rückstand wachte Bayer etwas auf, vergab aber durch Kevin Kampl (18.) die Chance zum Ausgleich. Schalke ließ nicht locker, zeigte die zuletzt oft vermisste Spielfreude und Zug zum Tor: Der verdiente Lohn war das 2:0 durch Sané, der von Meyer glänzend bedient wurde und kaltschnäuzig zu seinem siebten Saisontor abschloss. Zwar hatte Bayer danach mehr Ballbesitz, strahlte aber bis zur Pause wenig Torgefahr aus.

Signal zur Aufholjagd

Mit der Hereinnahme von Stürmer Stefan Kießling für Lars Bender in der zweiten Hälfte setzte Trainer Schmidt das Signal zur Aufholjagd. Prompt wurde das Bayer-Spiel zwingender. Karim Bellarabi (51.) scheiterte zunächst an Schalke-Keeper Ralf Fährmann. Doch nach dem Doppelschlag von Brandt und Bellarabi wurde es turbulent und spannend. Nach Chicharitos Treffer zur Leverkusener Führung drängte Schalke vergeblich auf den Ausgleich. Die beste Chance hatte Huntelaar (68.), der jedoch am glänzenden Leno scheiterte.

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