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Gisdol neuer Trainer beim HSV

Sport - Gisdol neuer Trainer beim HSV

Alles auf Null beim Hamburger SV. Einmal mehr wechselt der Bundesliga-Dino seinen Trainer aus. Der Neue lässt sich von dieser Vorgeschichte aber nicht abschrecken.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.09.2017, 19:20

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat Trainer Markus Gisdol als Nachfolger von Bruno Labbadia verpflichtet. Gisdol erhält nach Club-Angaben vom Sonntag einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017.

Die Hanseaten gaben die Verpflichtung des 47-Jährigen am Sonntagabend keine zwölf Stunden nach der Entlassung von Bruno Labbadia bekannt. Gisdol, der im Oktober 2015 bei 1899 Hoffenheim entlassen worden war, wird am Montag vorgestellt und sitzt am Samstag bei Hertha BSC Berlin erstmals auf der Bank des Bundesliga-Dinos. Er unterzeichnete auf eigenen Wunsch einen Vertrag bis zum Saisonende. Gisdol wird am Montag mit seinen Co-Trainern Frank Fröhling und Frank Kaspari das erste Training leiten.

Beiersdorfer bestätigte Kontakte am Morgen

Klub-Chef Dietmar Beiersdorfer hatte schon am Sonntagmorgen bestätigt, mit Gisdol bereits "Gespräche" geführt zu haben. "Ich bin hundertprozentig von der Mannschaft überzeugt", sagte Beiersdorfer: "In der bestehenden Konstellation wäre die Trendwende nicht möglich gewesen." Beim HSV erwarten Gisdol, an dem auch Werder Bremen interessiert war, große sportliche Probleme.

Seit Monaten haben die Hanseaten Schwächen in der Offensive. Das schlechteste Liga-Team 2016 mit nur fünf Siegen in 22 Spielen kreiert kaum Torchancen. Gerade mal acht Tormöglichkeiten in den bisherigen fünf Saisonspielen sind ein Armutszeugnis. Dabei hat der HSV gerade seine Offensive mit Bobby Wood, Filip Kostic, Alen Halilovic und Luca Waldschmidt verstärkt.

Probleme in der Abwehrzentrale

Beiersdorfer hofft auf ein wirksames Konzept von Gisdol, der auch Probleme in der Abwehrzentrale lösen muss. In Emir Spahic, Johan Djourou und Cléber Reis stehen lediglich drei Innenverteidiger zur Verfügung. Und das Trio patzt zudem regelmäßig. Immerhin gilt Gisdol als Taktik-Experte und Fachmann, der Talente entwickeln kann. Letzteres hatte man HSV-Vorgänger Labbadia abgesprochen.

Gisdol arbeitete viele Jahre im Nachwuchsbereich, ehe er in Hoffenheim die Chefrolle übernahm. Im Kraichgau, wo er vom 2. April 2013 bis zum 26. Oktober 2015 das Kommando hatte, wurden Kevin Volland, Sebastian Rudy und der Brasilianer Roberto Firmino zu Nationalspielern. Die Olympia-Silbermedaillengewinner Niklas Süle und Jeremy Toljan schafften unter ihm den Sprung in die U21-Auswahl. Süle hat kürzlich sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gegeben.

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