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Hannover beurlaubt Trainer Schaaf

Sport - Hannover beurlaubt Trainer Schaaf

Hausgemachte Probleme haben Hannover 96 in den Keller geführt, sagt Simon Rolfes im Nachspiel - und führt als Beispiel den Almeida-Transfer an. Zwei Stoßstürmer seien einer zuviel.

Beitragslänge:
12 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.04.2017, 08:00

Der stark abgestiegsbedrohte Bundesligist Hannover 96 hat nach der zehnten Niederlage in elf Spielen unter Trainer Thomas Schaaf (54) die Reißleine gezogen und die Trennung vom Chefcoach sechs Spieltage vor Saisonende vollzogen. Der bisherige U19-Trainer Daniel Stendel soll die Mannschaft bis Saisonende betreuen.

Am Samstag hatten der abgeschlagene Tabellenletzte im Nordduell gegen den Hamburger SV 0:3 verloren. Am vergangenen Mittwoch hatten die Niedersachsen bekannt gegeben, dass Schaaf die Niedersachsen im Abstiegsfall verlassen werde. Sein bis 2017 laufender Vertrag gilt nur für die Bundesliga. Am 21. Dezember 2015 hatte Michael Frontzeck seinen Rücktritt bei 96 vollzogen. Der ehemalige Bremer Meister-Coach Schaaf sollte als Nachfolger die Hannoveraner zum Klassenerhalt führen.

Talfahrt unter Schaaf
Aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft trog, die Mannschaft setzte unter Schaaf zu einer sportlichen Talfahrt an. Schaafs Bilanz ist desaströs. Dem 54 Jahre alten Coach gelang es nicht, der völlig verunsicherten Mannschaft Selbstvertrauen zu verleihen.

In seiner Amtszeit schossen die 96-Profis auch nur vier Tore. Auch die sechs Neuzugänge der Hannoveraner, die im Winter-Transferfenster von Manager Martin Bader verpflichtet wurden, erwiesen sich größtenteils als Flops.

Bader: "Noch einmal ein neuer Impuls"
"Wir haben uns die Entscheidung ganz bestimmt nicht leicht gemacht. Thomas ist seiner Arbeit immer sehr akribisch und zielorientiert nachgegangen. Er hat zusammen mit seinem Trainerteam alle Möglichkeiten ausgeschöpft, positive Ergebnisse mit der Mannschaft zu erzielen. Das ist leider nicht gelungen", erklärt Sportdirektor Bader auf der Homepage von Hannover 96.

"Nach der zehnten Niederlage im elften Spiel sind wir daher zu dem Entschluss gekommen, dass wir so die Saison nicht beenden wollen und versuchen mit dem Wechsel auf der Trainerposition noch einmal einen neuen Impuls zu geben. Wohl wissend, dass der Klassenerhalt bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch sehr theoretisch möglich ist." Neben Schaaf werden auch die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach freigestellt.

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