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Eintracht-Kapitän: Bei Dopingtest Tumor entdeckt

Sport - Eintracht-Kapitän: Bei Dopingtest Tumor entdeckt

Nach dem nervenaufreibenden Finale am letzten Bundesliga-Spieltag spricht Bremens Sportdirektor Thomas Eichin über die letzten Wochen und die Rolle der Werder-Fans beim Klassenerhalt.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.05.2017, 22:24

Schock für Eintracht Frankfurt: Bei Verteidiger Marco Russ ist über eine positive Dopingprobe eine schwere Tumorerkrankung diagnostiziert worden. Dies teilte der Fußball-Bundesligist, der heute Abend im  Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Nürnberg um den Klassenerhalt kämpft, am späten Mittwochabend mit.

Demnach sei der Klub über eine positive Dopingprobe des Spielers durch die NationaleAnti-Doping-Agengur (NADA) in Kenntnis gesetzt worden. Bei dem Befund habe es sich um einen auffällig erhöhten Wert des Wachstumshormons HCG gehandelt. "Die NADA hatte darauf hingewiesen, dass der hohe Wert des Wachstumshormons auch ein Hinweis auf eine krankheitsbedingte körpereigene Produktion sein kann und hat gleichzeitig zum Schutz des Spielers eine klinische Untersuchung empfohlen", hieß es in dem Statement weiter.

Russ will spielen

Die Nürnberger wünschen Frankfurts Marco Russ via Twitter eine schnelle Genesung.
Nürnberg wünscht Marko Russ via Twitter eine schnelle Genesung Quelle: Twitter

Der 30-jährige Russ sei daraufhin von einem urologischen Facharzt untersucht worden, der eine "schwere Tumorerkrankung" diagnostiziert habe. "Dieser Befund wurde noch am Abend durch die sofort eingeleitete Blutuntersuchung von einem biochemischen Institut leider bestätigt", erklärten die Hessen.

Russ selbst möchte ungeachtet des Schocks gegen den Club offenbar eingesetzt werden: "Trotz der tragischen Diagnose erklärt sich der Spieler spielbereit, was von ärztlicher Seite bestätigt wurde", erklärte die Eintracht. Wie die "Bild-"Zeitung berichtet, nahm die Frankfurter Staatsanwaltschaft unterdessen Ermittlungen auf.  Russ' Zimmer im Hotel, in dem die Eintracht vor dem Relegationsspiel übernachtet, soll von der Polizei durchsucht worden sein. Diese Aktion habe für Empörung bei den Hessen gesorgt.

Bruchhagen fordert Professionalität

Nach Angaben des Frankfurter Vorstandschefs Heribert Bruchhagen habe Russ "sehr gefasst" auf die schwere Tumor-Diagnose einen Tag vor dem Relegationsspiel gegen den 1. FC Nürnberg reagiert. "Er wirkte sehr gefasst und seine Frau kam auch noch hinzu. Marco hat dem Trainer dann im Laufe des Abends mitgeteilt, dass er sich zum Spiel bereit fühlt", sagte Bruchhagen am Donnerstag dem Radiosender FFH.

"Ich kann mich nicht in die Gemütslage eines Menschen hineinfühlen, eines jungen Sportlers, wenn er eine so niederschmetternde Diagnose bekommt", erklärte Bruchhagen. "Aber es wird gespielt, es muss gespielt werden." Er sei "kein Tiefenpsychologe, sondern Fußball- Manager", sagte der 67-Jährige. Man könne erwarten, dass das Team "hochkonzentriert in das Spiel geht und möglicherweise auch für Marco Russ spielt." Man könne aber "nicht schildern und ich kann es auch nicht prognostizieren, was das für die Spieler bedeutet."

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