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Berliner Freudentaumel an der Alten Försterei

Union steigt in die Bundesliga auf - VfB muss in 2. Liga

Der 1. FC Union Berlin hat erstmals den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft und damit den dritten Abstieg des VfB Stuttgart besiegelt. Die Berliner setzten sich in der Relegation durch ein 0:0 im Rückspiel gegen die Schwaben durch.

Christopher Lenz (r) am 27.05.19 in Berlin
Glücksmoment: Christopher Lenz jubelt mit Union-Fans
Quelle: dpa

Im Hinspiel in Stuttgart hatten sich beide Klubs 2:2 getrennt. Union Berlin beendete damit die Negativserie der Zweitligisten in der Relegation zum Fußball-Oberhaus. Erstmals seit Fortuna Düsseldorf 2012 setzte sich in den Köpenickern wieder das unterklassige Team im Duell mit einem Bundesligisten durch. Seit der Neu-Einführung der Relegation vor zehn Jahren steigt der VfB Stuttgart als dritter Bundesligist nach Energie Cottbus und Hertha BSC ab.

Packende Partie

Mario Gomez (l), Ozan Kabak (2.v.l.) und Holger Badstuber (2.v.r.) am 27.05.19 in Berlin
Schwer gebeutelte Stuttgarter: Ozan Kabak und Holger Badstuber waren bei einem Kopfballduell unglücklich zusammengeknallt
Quelle: reuters

Trotz langer Überlegenheit in der stimmungsvollen und packenden Partie beim Zweitligadritten wartete der fünffache Meister aus Stuttgart vergeblich auf das dringend benötigte Auswärtstor und muss wie schon 2016 und 1975 ins Unterhaus. Das vermeintlich rettende 1:0 für die Schwaben durch einen Freistoß von Dennis Aogo (9. Minute) hatte Schiedsrichter Christian Dingert nach Studium der Videobilder wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Damit steht der VfB vor dem bitteren Neuaufbau in der 2. Liga, Interimscoach Nico Willig soll wieder zur U19 zurückkehren, der Kieler Tim Walter übernimmt für ihn.

Die Schwaben waren in der ersten Hälfte fußballerisch die bessere Mannschaft, machten aber aus ihrem klaren Chancenplus nichts, auch weil Union-Keeper Rafal Gikiewicz mehrfach stark parierte. Nach der Pause erhöhte der VfB den Druck, ohne Erfolg. Als der Bundesliga-16. mehr ins Risiko gehen musste, nutzten die die Berliner die sich bietenden Räume. Aber erst verstolperte Grischa Prömel die mögliche Führung, dann traf Suleiman Abdullahi zweimal nur den Pfosten.

Berlin feiert - Stuttgart "brutal" enttäuscht

"Das ist brutal enttäuschend. Es ist viel schief gelaufen in dieser Saison. Wir haben drei Trainer ausgewechselt. Es hat am Ende nicht gereicht", sagte VfB-Sportdirektor Thomas Hitzlsperger.

Union schaffte es hingegen vor 22.012 Zuschauern als 56. Verein und fünfter Klub aus Berlin in die Bundesliga und startete mit Schlusspfiff die Party im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei, während die Fans glückselig den Rasen stürmten. "Ich bin seit 40 Jahren im Verein, auf diesen Tag habe ich so lange gewartet", freute sich Union-Präsident Dirk Zingler.

Relegation im Ticker

Saison 2018/19: Entscheidungen im Überblick

  • Deutscher Meister: Bayern München
  • DFB-Pokalsieger: Bayern München
  • Teilnehmer Champions League: Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen
  • Teilnehmer Europa League: Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt (Qualifikation)
  • Bundesliga-Absteiger: VfB Stuttgart, Hannover 96, 1. FC Nürnberg
  • Aufsteiger in die Bundesliga: 1. FC Köln (Meister), SC Paderborn, Union Berlin
  • Absteiger aus der 2. Bundesliga: MSV Duisburg, 1. FC Magdeburg
  • Zweitliga-Relegation: FC Ingolstadt - SV Wehen Wiesbaden
  • Aufsteiger in die 2. Bundesliga: VfL Osnabrück, Karlsruher SC
  • Absteiger aus der 3. Liga: VfR Aalen, Fortuna Köln, Sportfreunde Lotte, Energie Cottbus
  • Aufsteiger in die 3. Liga: Waldhof Mannheim (Regionalliga Südwest), Chemnitzer FC (Regionalliga Nordost), Viktoria Köln (Regionalliga West), Bayern München II (Regionalliga Süd)
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