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Wolfsburg entlässt Hecking

Dieter Hecking

Sport - Wolfsburg entlässt Hecking

Der VfL Wolfsburg trennt sich nach dem 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga von Trainer Dieter Hecking. Mit nur 6 Punkten aus 7 Spielen und Tabellenplatz 14 zog der Klub die Reißleine.

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Der VfL Wolfsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Dieter Hecking (52) getrennt. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage in der Fußball-Bundesliga gegen Aufsteiger RB Leipzig zog der Klub damit die Konsequenzen aus dem schwachen Saisonstart.

Vorerst soll U23-Coach Valérien Ismaël das Mannschaftstraining des Tabellen-14. leiten. Zuvor hatte die "Wolfsburger Allgemeine" am Montag entsprechend berichtet. Damit hat sich auch der dritte norddeutsche Bundesliga-Klub von seinem Coach getrennt. Zuletzt hatten Werder Bremen und der Hamburger SV ihre Übungsleiter Viktor Skripnik und Bruno Labbadia beurlaubt.

Eine Niederlage zu viel

Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs hatte am Sonntag nach der dritten Saisonniederlage ein Bekenntnis pro Hecking verweigert. Erstmals hatte es in der Volkswagen-Arena auch "Hecking-raus"-Rufe durch die Fans gegeben. In diesem Jahr haben die Wolfsburger nur 25 Punkte in 24 Spielen geholt. In dieser Spielzeit sind es gerade einmal sechs Zähler. Dabei investierte der VfL zu Saisonbeginn rund 42 Millionen für acht neue Profis. Sieben Akteure wurden für rund 50 Millionen abgegeben. Das Training des kriselnden Klubs am Montag leitete Hecking noch. Es begann allerdings nach einem Gespräch zwischen dem Cheftrainer und Allofs mit 20-minütiger Verspätung.

"Menschlich tut mir dieser Schritt sehr leid", sagte Sportchef Klaus Allofs, den die monatelange Durststrecke nun zum Handeln bewog: "Wir haben in den intensiven fast vier Jahren eng und erfolgreich zusammengearbeitet, mit dem Gewinn des DFB-Pokals und der Vize-Meisterschaft 2015 als Höhepunkt einer bis dahin kontinuierlich nach oben führenden Entwicklung." Nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen sei man aber zu der Entscheidung gekommen, durch einen Wechsel auf der Cheftrainerposition dem Team neue Impulse zu geben. Auch Assistenztrainer Dirk Bremser wird den VfL deshalb verlassen.

Hecking zeigt sich enttäuscht

Hecking reagierte sachlich auf die Entscheidung: "Natürlich bin ich enttäuscht, aber es gehört als Trainer in diesem Geschäft dazu, dass man mit einer Trennung rechnen muss, wenn die Erfolge ausbleiben. Das war bei uns zuletzt leider der Fall." Er hätte gerne mit der Mannschaft weitergearbeitet und sie wieder in die Erfolgsspur zurückgeführt, respektiere aber die Entscheidung des Klubs.

In der Vergangenheit hatte Wolfsburgs Sportchef noch nie einen Trainer beurlaubt. Hecking selbst hatte seine Engagements in Lübeck, Aachen und Hannover selbstständig beendet. Hecking war kurz vor Weihnachten 2012 von Allofs geholt worden. Nach 1395 Tagen endet nun die Zusammenarbeit. Heckings größter Erfolg in Wolfsburg war der DFB-Pokalsieg im Jahr 2015 mit dem Sieg gegen Borussia Dortmund sowie die Vizemeisterschaft in der gleichen Saison hinter Rekordmeister FC Bayern München.

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