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Hannover überrascht Schalke 04

2. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Aufsteiger Hannover hat den zweiten Sieg im zweiten Spiel eingefahren. Die 96er besiegten Schalke 04 mit 1:0. RB Leipzig hat indes Stärke gezeigt und den SC Freiburg mit 4:1 bezwungen.

Bundesliga: Hannover - Schalke
Jonathas entscheidet mit seinem Treffer die Partie gegen Schalke. Quelle: imago

Am Samstag hatten bereits Dortmund und der FC Bayern ihre Spiele gewonnen. Der BVB gewann das Abendspiel gegen Hertha BSC mit 2:0. Der FC Bayern siegte dank zweier später Tore beim SV Werder Bremen ebenfalls mit 2:0.

Mühe hatte der VfL Wolfsburg bei seinem 1:0-Sieg in Frankfurt. Der FSV Mainz 05 hat mit dem 0:1 gegen den VfB Stuttgart nun gegen beide Aufsteiger verloren. Die Spiele Bayer Leverkusen - TSG Hoffenheim und FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach endeten 2:2.

Bundesliga in Zahlen

Hannover 96 - Schalke 04 1:0 (0:0)

Trainer Domenico Tedesco hat mit seinem beim starken Aufsteiger Hannover 96 den ersten Rückschlag einstecken müssen. Vor 49.000 Zuschauern traf für Hannover der kurz zuvor eingewechselte Neuzugang Jonathas in der 67. Minute zum Sieg. Schalke ist nach dem zweiten Spieltag damit Achter der Tabelle, Hannover Vierter. 96 war eine Woche nach dem 1:0-Auftaktsieg in Mainz insgesamt das aktivere Team und hatte vor allem in der ersten Halbzeit deutlich mehr Torchancen. Die Gäste spielten in der Defensive solide, waren bei ihren Angriffen jedoch viel zu harmlos.

"Es war ein hochintensives Spiel, beide Teams haben sich nichts geschenkt. Hannover hat den einen Fehler genutzt, den wir gemacht haben", sagte Schalke-Sportvorstand Christian Heidel bei Sky: "Da kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Vor dem Anpfiff richteten sich die Augen auf die Nordkurve der 96er. Der Streit zwischen 96-Präsident Martin Kind und den Anhängern der Niedersachsen hatte vor dem Duell für jede Menge Wirbel gesorgt. Im ersten Bundesliga-Heimspiel nach dem Wiederaufstieg setzten die Hannover-Fans ihren Protest gegen die anstehende Übernahme der Profiabteilung durch den Unternehmer fort - ein Teil der Kurve blieb weitgehend stumm.

RB Leipzig - SC Freiburg 4:1 (0:1)

Leipzig hat mit dem deutlichen Sieg einen drohenden Fehlstart abgewendet. Nach der 0:2-Auftaktpleite auf Schalke verbuchte der Vorjahres-Zweite den ersten wichtigen Dreier. Vor 39.265 Zuschauern trafen Timo Werner (48./71. Minute), Kapitän Willi Orban (54.) sowie Neuzugang Bruma (80.) und bewahrten den Champions-League-Starter vor größerem Druck gleich zum Auftakt. Für die Breisgauer traf Florian Niederlechner in der 27. Minute.

Den Sachsen fehlte in der ersten Hälfte in ihren Angriffsbemühungen die letzte Präzision. Das war jedoch auch dem engagierten Auftritt der Breisgauer geschuldet. Hasenhüttl musste in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben. Denn in der zweiten Halbzeit zeigte sich RB in gewohnter Form. Sehenswert war Brumas Treffer zum 4:1. Der kurz zuvor eingewechselte Portugiese setzte mit einem fulminanten Drehschuss in den Winkel den Schlusspunkt.

Borussia Dortmund - Hertha BSC 2:0 (1:0)

Borussia Dortmund setzt auch unter dem neuen Trainer Peter Bosz die glänzende Heimserie in der Bundesliga fort. Nach dem 2:0-Sieg gegen Hertha BSC ist der BVB nun seit 39 Meisterschaftsspielen nacheinander daheim ungeschlagen. Pierre-Emerick Aubameyang (15. Minute) und der überragende Nuri Sahin (57.) stellte den Sieg gegen starke Berliner sicher.

Nuri Sahin (m.) jubelt mit Lukasz Piszczek (l.) und Ömer Toprak (r.).
Nuri Sahin (m.) jubelt mit Lukasz Piszczek (l.) und Ömer Toprak. Quelle: imago

Hertha zog sich bei Dortmunder Ballbesitz meist weit zurück, machte die Räume eng und lauerte auf den Ballgewinn, um über Konter Nadelstiche zu setzen. Allerdings ging die Taktik nur eine Viertelstunde auf. Die Borussia gab den Gästen kaum Luft zum Atmen. Und es war nur eine Frage der Zeit, wann sich das hohe Pressing und die spielerische Überlegenheit des BVB auch numerisch auszahlen würde.

Selbst die Auswechslung von Abwehrchef Sokratis (39.), dem übel geworden war, brachte den BVB nicht aus der Fassung. Ömer Toprak ersetzte den Griechen. Dennoch machte die Hertha dem BVB das Leben weiterhin schwer, ließ sich kaum aus der Reserve locken.

Dann platzte Nuri Sahin der Kragen: Einen zunächst abgewehrten Ball nahm er außerhalb des Strafraums volley und hämmerte ihn vor der Südtribüne mit 104 km/h ins Netz. Zwar reagierte Hertha-Trainer Pal Dardai nun mit der Hereinnahme von Esswein und Haraguchi, doch Zählbares kam nicht mehr heraus.

Einen Tag nach der Bestätigung, dass Ousmane Dembélé für eine fixe Ablösesumme von 105 Millionen Euro (plus bis zu 42 Millionen Euro variable Transferentschädigungen) zum FC Barcelona wechselt, gab es von den BVB-Fans keinerlei Reaktionen auf das Wechsel-Theater. Peter Bosz muss ohnehin seit Saisonbeginn auf das 20 Jahre alte Offensivtalent verzichten.

Werder Bremen - Bayern München 0:2 (0:0)

Torschütze des Tages war Robert Lewandowski. In der 72. Minute beförderte er den Ball mit dem Rücken zum Tor über die Linie. Drei Minuten später war der Torjäger mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze erfolgreich.

Max Kruse (r.) im Duell mit Arjen Robben (l.).
Der Gladbacher Max Kruse (r.) im Duell mit Arjen Robben. Quelle: imago

Bis zum Strafraum funktionierte die Ballzirkulation beim FC Bayern zunächst wie gewohnt, doch gefährlich vor das Tor kamen die Schützlinge von Trainer Carlo Ancelotti in den ersten 45 Minuten nur selten. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild vorerst kaum. Dominant, aber ohne zündende Einfälle, berannten die Münchner das Werder-Tor. Auch konkrete Torchancen blieben aus, ehe Lewandowski das Spiel entschied.

Nicht zum Münchner Aufgebot zählte der abwanderungswillige Renato Sanches. "Er hat unseren Trainer darum gebeten, nicht im Kader zu sein, weil er einige Angebote hat. Ancelotti hat es erlaubt", sagte der Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic vor der Partie bei "Sky".

Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

Die Wolfsburger bestimmten das Spiel 20 Minuten lang sehr geschickt, in dem sie den erwarteten Frankfurter Druck durch lange Ballstafetten gar nicht erst aufkommen ließen. Die Eintracht reagierte darauf völlig hilflos.

Nach Daniel Didavis Tor in der 22. Minute überließ der VfL der Eintracht komplett das Spiel. Vier dicke Chancen besaßen die Hessen allein bis zum Halbzeitpfiff.

Frankfurts Neuzugang Kevin-Prince Boateng stand nur bei einer Szene im Mittelpunkt: Da pfiff Schiedsrichter Benjamin Cortus nach einem Foul an dem früheren Schalke- und AC-Milan-Star zunächst Elfmeter für Frankfurt, nahm diese Entscheidung nach dem Einsatz des Videobeweises aber wieder zurück. Boateng hatte bei dieser Aktion im Abseits gestanden (28.).

Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 2:2 (1:0)

Andrej Kramaric (47.) und Mark Uth (70.) erzielten nach den Bayer-Führungen durch Wendell (33./Foulelfmeter) und Karim Bellarabi (49.) jeweils den Ausgleich. Es waren die einzigen Großchancen für Hoffenheim.

Die Hoffenheimer wirkten trotz zahlreicher Änderungen müde und uninspiriert, reagierten nur anstatt wie sonst gewohnt zu agieren. So kam Bayer zu einer Vielzahl von Chancen.

FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach 2:2 (1:2)

Der Augsburg-Fluch von Borussia Mönchengladbach hält an. Die Fohlen warten auch nach dem siebten Anlauf auf den ersten Sieg in Augsburg. Alfred Finnbogason brachte den FCA nach 35 Sekunden in Führung. Lange darüber freuen konnte sich das Team von Trainer Manuel Baum aber nicht. Gladbach gelang in der 7. Minute durch Denis Zakaria der Ausgleich. Oscar Wendt drehte in der 30. Minute mit dem 2:1 die Partie, ehe Sergio Cordova mit seinem Tor in der 89.Minute dem FCA einen verdienten Punkt rettete.

Bei Gladbach stand Raul Bobadilla nicht im Kader. Der Stürmer, der vor Kurzem vom FCA nach Gladbach gewechselt war, spielte auf Wunsch seines Ex-Klubs nicht.

VfB Stuttgart - Mainz 1:0 (0:0)

Holger Badstuber hat Aufsteiger VfB Stuttgart den Heimsieg über den FSV Mainz beschert. Der ehemalige Nationalspieler, dessen Verpflichtung durch den geschassten Sportvorstand Jan Schindelmeiser nicht unumstritten war, erzielte in der 53. Minute das Tor des Tages.

Die Stuttgarter waren die bessere von zwei nicht allzu überzeugenden Mannschaften. Der Aufsteiger mühte sich redlich um kultiviertes Offensivspiel, am oder noch seltener im Strafraum aber gelang ihm wenig.

1. FC Köln - HSV 1:3 (0:2)

Die Hamburger mussten den Großteil der zweiten Halbzeit mit zehn Spieler bestreiten. Ihr Kapitän Mergim Mavraj hatte die Gelb-Rote Karte gesehen. André Hahn (28.) und der US-Amerikaner Bobby Wood (34.) sorgten im Freitagsspiel vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Stadion für den zweiten Sieg zum Saisonstart. Für die Kölner stellte Frederik Sörensen den Anschluss her (90.+7). Lewis Holtby machte umgehend den Sieg perfekt (90.+8).

Für eine ungewöhnliche Szene sorgte Schiedsrichter Felix Brych, der in der 49. Minute verletzt vom Platz musste. Nach einer achtminütigen Unterbrechung übernahm für den FIFA-Referee der Vierte Offizielle Sören Storks die Leitung der Partie - und zeigte keine Minute nach seinem ersten Pfiff Mavraj wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Doch auch in Unterzahl feierte der HSV seinen ersten Auswärtssieg seit Februar.

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