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Kein BVB-Einspruch: Südtribüne wird gesperrt

DFB ahndet Plakataktionen der Dortmunder Fans

Sport - Kein BVB-Einspruch: Südtribüne wird gesperrt

Die Gelbe Wand bleibt grau: Borussia Dortmund verzichtet auf einen Kampf gegen die Sperrung seiner Südtribüne. Der entsprechende Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses ist damit rechtskräftig. Am Samstag gegen Wolfsburg bleibt die Tribüne geschlossen.

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Borussias Zustimmung basiere auch auf der Überzeugung, "dass es in der emotional noch immer aufgeladenen Atmosphäre derzeit weder möglich noch sinnvoll erscheint, eine inhaltliche Debatte über ein im juristischen Sinne 'angemessenes', 'erforderliches', 'verhältnismäßiges' oder 'weitsichtiges' Strafmaß zu führen", heißt es in der Pressemitteilung der Westfalen. Man sehe außerdem die Gefahr, "dass die Ablehnung des Strafantrages oder von Teilen seiner Inhalte durch den BVB als mangelnde Einsicht des Klubs in das krasse Fehlverhalten von Teilen der Fans fehlinterpretiert werden könnte. Dieser Eindruck wäre fatal!"

BVB war vorbelastet

Der Kontrollausschuss hatte ein Spiel Sperre der 25.000 Zuschauer fassenden Tribüne und 100.000 Euro Strafe beantragt, weil BVB-Fans vor dem Spiel gegen RB Leipzig (1:0) beleidigende Plakate präsentiert hatten. Während des Spiels bei 1899 Hoffenheim (2:2) seien zudem mehrmals Schmählieder gesungen worden, beim Hinspiel in Leipzig (0:1) monierte der Kontrollausschuss "ein beleidigendes Banner im Dortmunder Block". Ausdrücklich keine Auswirkungen hat die Sperre auf die juristische Verfolgung der Randalierer, die vor dem Spiel gegen RB am 4. Februar Steine und Flaschen auf Gästefans geworfen hatten. Zehn Personen wurden dabei vor dem Stadion verletzt.

Wegen früherer Zuschauerausschreitungen spielte der BVB zuletzt unter besonderer Beobachtung. Am 8. Juli 2016 war vom DFB-Sportgericht ein Teilausschluss für den Unterrang der Südtribüne auf Bewährung ausgesetzt worden. Diese Bewährung wird nun widerrufen. Der Oberrang wird aufgrund der jüngeren Vergehen gesperrt.

Strafmaß "sehr hart"

Die Gelbe Wand im Signal-Iduna-Park gilt als größte Stehplatztribüne der Welt und fasst rund 24.500 Zuschauer. "Da steckt ein erhobener moralischer Zeigefinger drin", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel. "Das ist eine Kollektivstrafe, die sehr, sehr vielen Leuten wehtut, die sich komplett von Gewalt und artikulierter Gewalt distanzieren."

Sportdirektor Michael Zorc sagte bei der Ankunft der Mannschaft in Lissabon, wo die Borussia am Dienstag in der Championa League gegen Benfica spielt: "Wir wollten noch einmal ein klares Statement abgeben, dass wir die Vorkommnisse rund um das Spiel gegen Leipzig in jeglicher Form verurteilen." Zorc sagte aber auch, dass die Borussia das Strafmaß als "sehr hart und unverhältnismäßig" empfinde, da auch die Überzahl der friedlichen Fans von dieser "Kollektivstrafe" betroffen sei.

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