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Furioses Juve? So grausam kann Fußball sein

Sport - Furioses Juve? So grausam kann Fußball sein

0:1 Paul Pogba (6. Min.); 0:2 Juan Cuadrado (28. Min.); 1:2 Robert Lewandowski (73. Min); 2:2 Thomas Müller (90.+1 Min); 3:2 Thiago (108. Min); 4:2 Kingsley Coman (110. Min).

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.03.2017, 18:06

„Mia san Mia“ gegen „Fino alla fine“ – es konnte nur einen Sieger geben. Nach einem verrückten Finish durfte letztlich der FC Bayern feiern, für Juventus Turin war dagegen im Achtelfinale der Champions League tatsächlich Endstation. ZDF-Studioexperte Oliver Kahn musste indes nicht aktiv eingreifen. Stimmen aus Presse und Netz zum Achtelfinale der Champions League.

Juve Furiosa! Quelle: twitter

Der „Corriere dello Sport” verspürte gegen Redaktionsschluss offenbar nicht mehr den Drang, seine Schlagzeile zu überarbeiten. "Juve Furiosa!" titelt die italienische Sportzeitung am Tag nach dem Achtelfinal-Aus von Juventus Turin gegen den FC Bayern in großen schwarzen Lettern. Das Ausscheiden der „Alten Dame“ fällt erst beim zweiten Hinsehen ins Auge. Wohl nicht ohne Grund. Die rote Dachzeile informiert über das 2:4 nach Verlängerung und einen „arbitro disastro“ („Schiedsrichter ein Desaster“), auf dem Titelbild schreit Bayern-Star Thomas Müller seine Freude über den späten 2:2-Ausgleich in Richtung seines Ex-Mitspielers Mario Mandzukic raus.

„Vom Traum zum grausamen Hohn“

Auch „Tuttosport“ machte seinem Unmut über die Leistung des Unparteiischen Platz. „Non è giusto!“ – Das ist nicht gerecht, führt das seit jeher juventusnahe Sportblatt an: „Juve dominiert mehrals eine Stunde lang in München, führt 2:0 und bekommt ein reguläres Tor aberkannt, leidet dann aber unter der Rückkehr des FC Bayern. Vom Traum zum grausamen Hohn.“ Die dritte große Sportzeitung des Landes packte ihre Enttäuschung in eine – aus italienischer Sicht – treffende Schlagzeile. „Così è crudele“ – so ist es grausam, kommentierte die „Gazzetta dello Sport“.

Bitterkeit auf der einen Seite, Ekstase pur auf der anderen – auch wenn manch einer schon nicht mehr an das Weiterkommen glaubte. Das Fußball-Fachmagazin „11 Freunde“ hatte in seinem Liveticker schon das spontane Comeback eines Münchner Experten im ZDF-Studio heraufbeschworen: " Oliver Kahn geht mit nach vorn.“ Müllers Last-Minute-Ausgleich machte dieses Gedankenspiel freilich zunichte.

Juves längste 45 Minuten

Die Pfiffe in der ausverkauften Münchner WM-Arena beim Zwischenstand von 0:2 blieben ebenfalls nicht unkommentiert. „Auch, wenn mir der @FCBayern egal ist: heute war es eine Lehrstunde an alle, die ein Spiel in der 75 Min enttäuscht verlassen“, twitterte der User "Platzstürmer" nach dem Ende der Verlängerung. Der italienische Rekordmeister schien der 2:0-Pausenführung indes nicht so recht zu trauen. „Es beginnen die längsten und härtesten 45 Minuten. Alle zusammen, bis zum Ende!!“, teilten die „Bianconeri“ vor der zweiten Halbzeit auf ihrem offiziellen Twitter-Account mit.


Tatsächlich nahm der Fußballabend eine für alle Seiten unfassbare Wendung. Dafür musste schon der ungläubige Gesichtsausdruck herhalten, den Bayern-Trainer Pep Guardiola bei der Fünf-Tore-Gala von Robert Lewandowski gegen den VfL Wolfsburg im September zum Besten gegeben hatte. Dachte sich zumindest „Paddy Power Italia“ und twitterte dazu den verrückten Verlauf der deutsch-italienischen Achtelfinal-Serie: Bayern 2-0 Juve, Bayern 2-2 Juve, Bayern 2-4 Juve, Bayern 4-4 Juve. Verlängerung! #BayernJuve #UCL.“

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