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Barcelona zu abgezockt für Gladbach

Gladbachs Mahmoud Dahoud (l.) im Duell mit Barcas Neymar (r.).

Sport - Barcelona zu abgezockt für Gladbach

Borussia Mönchengladbach lag im Gruppenspiel der Champions League gegen den FC Barcelona in Führung, doch zu viele Fehler verwehrten der Borussia die Sensation.

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Borussia Mönchengladbach hat in der Champions League an einer Überraschung
geschnuppert, musste sich am Ende aber doch dem FC Barcelona geschlagen geben. Die Spanier setzten sich am Niederrhein mit 2:1 (0:1) durch.

Damit hat die Borussia schon nach dem zweiten Gruppenspiel in der Champions League kaum noch Chancen auf das Weiterkommen. Vielmehr dürfte es für die Borussia in den nächsten Spielen gegen Celtic Glasgow um den dritten Platz hinter den Top-Teams Barcelona und Manchester City gehen. Glasgow und City trennten sich im Parallelspiel der Gruppe C 3:3 (2:2).

Hazard besorgt die Führung

46.283 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park waren nach dem Führungstreffer von Thorgan Hazard (34.) regelrecht aus dem Häuschchen. Doch am Ende setzte sich die Klasse von Barca doch durch. Arda Turan (65.) und Gerard Piqué (74.) drehten im zweiten Durchgang das Spiel.

"Das war ein großartiger Abend. Wir haben in der ersten Halbzeit das Quäntchen Glück gehabt, in der zweiten Halbzeit kassieren wir mit der ersten Chance das Tor. Die Mannschaft hat alles in die Waagschale geworfen und sich gegen einen übermächtigen Gegner sehr gut aus der Affäre gezogen. Wir sind jetzt nach einem 1:2 bedröppelt, können aber auch stolz sein", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

Kein Spaziergang für Barcelona

Die Katalanen waren zwar über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, ließen vor dem Tor aber oftmals die nötige Konsequenz vermissen. Da machte sich auch das Fehlen von Weltfußballer Lionel Messi (Leistenzerrung) bemerkbar. Der argentinische Genius hatte Barca im ersten Gruppenspiel noch mit drei Toren zu einem 7:0 gegen Celtic geführt.

Diesmal wurde es kein Spaziergang für Barca, auch weil die Gäste mit ihren Möglichkeiten zu verschwenderisch umgingen. Bereits in der siebten Minute tauchte Neymar frei
vor Yann Sommer auf, doch sein Schuss war zu unplatziert. Vier Minuten später war es Luis Suárez, der nach einer verunglückten Kopfball-Vorlage von Gladbachs Nico Elvedi den Ball neben das Tor setzte. Kurz darauf zeigte sich Suárez zu uneigennützig, als er frei
vor Sommer den Ball noch einmal quer auf Paco Alcazar legte (21.).

Applaus für ter Stegen

In dieser Phase zeigte die Borussia zuviel Respekt vor dem Champions-League-Sieger von 2015. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Elf von Schubert, dessen Vertrag vor dem Spiel bis 2019 verlängert worden war, aber immer mutiger. Dabei zeigte sich wieder einmal, dass die Hintermannschaft der Spanier alles andere als sicher ist. In der 34. Minute war es dann auch passiert: Nach einem feinen Konter über Raffael und Mahmoud Dahoud bugsierte Hazard den Ball über die Linie. Für den Belgier war es einschließlich der Playoff-Spiele bereits das vierte Tor im laufenden Wettbewerb. Barca-Keeper Marc-Andre ter Stegen, der an alter Wirkungsstätte mit großem Applaus und einigen Sprechchören empfangen worden war, hatte keine Chance. 18 Jahre hatte der Torhüter von klein auf für Gladbach gespielt, nun kehrte er erstmals zurück.

Vor allem die Rückkehr des Brasilianers Raffael nach auskurierter Oberschenkelzerrung hatte dem Spiel der Borussia gut getan. Kurz nach der Pause musste der feine Techniker allerdings wieder vom Platz, die Verletzung war offenbar wieder ausgebrochen.

Ohne Raffael und unter dem stärker werdenden Druck zogen sich die Gladbacher nun weit in die eigene Hälfte zurück. Entlastungsangriffe wurden immer seltener. In der 65. Minute war dann auch der Gladbacher Abwehrverbund geknackt. Nach einem Pass von Neymar traf Turan aus halbrechter Position. Und es kam noch schlimmer: Einen Schuss von Sanchez konnte Sommer nur nach vorne abprallen lassen, Pique stocherte den Ball ins Tor.

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