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Kratzen, beißen und genießen

Andre Schubert

Sport - Kratzen, beißen und genießen

M'gladbachs Coach André Schubert freut sich auf das Spiel gegen das von Pep Guardiola trainierte Team von Manchester City: Im Vorfeld der Partie hat er mit ZDF-Reporter Thomas Skulski gesprochen.

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Die Generalprobe für den Auftakt in der Champions League ging mit dem 1:3 bei Aufsteiger Freiburg gewaltig daneben. Deshalb setzen die Gladbacher vor der Partie bei Manchester City (20:45 Uhr) nun auf ihr Wissen und die Erlebnisse aus dem vergangenen Herbst.

Die drei Jahre in München haben Spuren hinterlassen bei Pep Guardiola - und bei seinem neuen Klub. So sorgte der Katalane unter anderem dafür, dass Anfang Juni erst Ilkay Gündogan (zuvor Dortmund) und zwei Monate später auch Leroy Sané (Schalke) Verträge bei Manchester City unterzeichneten. Und mit einem Besuch aus der Bundesliga werden Guardiolas Erinnerungen ans alte Trainerleben nun in geballter Form aufgefrischt.

Finale zum Auftakt

Zum Auftakt in der Champions League empfangen die Citizens die Gladbacher - was bei ihrem Übungsleiter trotz des perfekten Starts in die Premier League einen leicht nervösen Reflex auslöst. So führt Guardiolas Team nach dem 2:1 im Stadtderby bei Manchester United mit vier Siegen aus vier Spielen zwar die englische Liga an. Der Trainer dachte kurz nach Abpfiff aber schon an Dienstagabend (20:45 Uhr) und betonte: "Für uns ist das Spiel ein Finale.“

Schließlich betrachtet der 45-Jährige seinen Hausklub FC Barcelona als unerreichbare Größe in der Gruppe C. "Niemand spielt besser als Barcelona“, findet Guardiola, dem zudem die letzten vier sieglosen Bundesliga-Duelle gegen Gladbach mit den Bayern im Kopf herumgeistern. Er sei auch wegen dieses Gegners beunruhigt, erklärte Guardiola nach der Auslosung. Denn: "Ich kenne sie sehr gut, das wird ein guter Test für uns.“

Alles anders

Pep Guardiola
Kennt die Gladbacher nur zu gut: ManCity-Coach Pep Guardiola Quelle: dpa

Beim Sieg über ManUnited vermisste er speziell die Durchschlagskraft im Angriff - ein Problem, das am Wochenende auch die Gladbachern hatten. Allerdings in stark potenzierter Form. Die zuvor so hochgelobte Borussen-Offensive enttäuschte bei der Niederlage in Freiburg auf ganzer Linie. Entsprechend machen sich die Protagonisten mit dem Verweis auf bereits bewiesene Fähigkeiten Mut.

Schon im Vorjahr traf das Team von André Schubert in der Gruppenphase auf Manchester City, zahlte bei den niveauvollen 1:2- und 2:4-Niederlagen vor allem in taktischer Hinsicht Lehrgeld. "Wir haben vor keiner Mannschaft Angst“, betonte der Brasilianer Raffael nun. Und Angriffspartner André Hahn versprach: "Wir werden am Dienstag nicht untergehen. Das ist ein anderes Spiel, ein anderer Gegner, ein anderer Platz.“

Chance auf Imagepolitur

Die neue Rolle, immer häufiger als Favorit anzutreten, bereitete den Fohlen-Kickern in Freiburg erkennbar Schwierigkeiten. Dieses Problem werden sie gegen Guardiolas mit 212 Millionen Euro verstärktes Ensemble nicht haben. "Das ist ein Highlight, das wir genießen wollen“, lautet der logische Wunsch von Max Eberl, der im Breisgau erkannte: "Nur Fußballspielen reicht nicht. Man muss auch kratzen und beißen.“

Kurz vor dem Abflug auf die Insel meldete sich der Sportdirektor am Montag dann noch mal auf einer Pressekonferenz zu Wort und meinte: "Bei aller vermeintlichen Übermacht des Gegners - wir sind in Manchester nicht chancenlos.“ Fest steht jedenfalls: Die Chance zu einer schnellen Imagepolitur behagt den Gladbachern.

Bekannte Bühne

"Wir wissen, dass wir es besser können“, sagt etwa Christoph Kramer. Die guten Vorjahres-Auftritte der Borussia in der Königsklasse verfolgte der Mittelfeldspieler noch von Leverkusen aus. Im Gegensatz zum 19-jährigen Verteidiger Nico Elvedi, der mit Verweis auf zurückliegende Live-Erlebnisse erklärt: "Wir wissen, wie es ist, auf dieser Bühne zu spielen. Und das nehmen wir mit.“

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