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Barcelona gewinnt den Clasico

Real Madrid unterliegt im Bernabeu mit 2:3

Lionel Messi hat Real Madrid eine schmerzhafte Heimniederlage zugefügt. Der Superstar des FC Barcelona erzielte in der Nachspielzeit den Treffer zum 3:2 (1:1)-Sieg im Clasico und machte so das Rennen um die Meisterschaft in der spanischen Liga wieder spannend.

Cristiano Ronaldo (l.) wird von Barcelonas Andres Iniesta bedrängt.
Cristiano Ronaldo (l.) wird von Barcelonas Andres Iniesta bedrängt. Quelle: reuters

Der Titelverteidiger kam am Sonntag in der 174. Auflage des Clásico in der Primera Division bei Real Madrid zu einem 3:2 (1:1) und verdrängte die punktgleichen Königlichen aufgrund der besseren Tordifferenz von der Tabellenspitze. Jedoch hat Real bislang ein Spiel weniger absolviert.

500. Pflichtspieltor für Messi

Sergio Ramos sieht die Rote Karte
Sergio Ramos sieht die Rote Karte Quelle: Reuters

Mittelfeldmotor Casemiro (28.) hatte Madrid in Führung gebracht, fünf Minuten später egalisierte Messi für Barcelona. Nach einem Traumtor des Ex-Schalkers Ivan Rakitic (73.) aus rund 18 Metern glich James Rodriguez (85.) drei Minuten nach seiner Einwechslung erneut aus. Zuvor hatte Madrids Kapitän Sergio Ramos (77.) nach einem groben Einsteigen gegen Messi die Rote Karte gesehen. Der Argentinier stellte dann mit seinem 500. Pflichtspieltor den Endstand her.

Nach dem Halbfinal-Einzug in der Champions League muss Real nun wieder darum bangen, das Double aus Meisterschaft und dem wichtigsten europäischen Wettbewerb zu gewinnen. Dies war den Königlichen zuletzt 1958 gelungen. Bei sieben verbleibenden Ligaspielen sehnt sich der Verein nach dem ersten Meistertitel seit 2012.

Real mit Bale, Barca ohne Neymar

Real konnte für die Startelf wieder auf Flügelstürmer Gareth Bale zurückgreifen, der sich im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals bei Bayern München (2:1) eine Wadenblessur zugezogen und beim 4:2-Triumph im Rückspiel am vergangenen Dienstag gefehlt hatte.

Bei Barcelona fehlte Neymar aufgrund einer Rotsperre, gegen die der Verein vor dem spanischen Sportgericht TAD Protest eingelegt hatte. Da kurzfristig keine Gerichtsentscheidung gefallen war, konnte Barca-Coach Enrique nicht auf den brasilianischen Ausnahmespieler zurückgreifen.

Ronaldo bleibt blass

Für den besonderen Glamour-Faktor im ausverkauften Santiago Bernabeu sorgte Golf-Star und Masters-Sieger Sergio Garcia, der im "Green Jacket" den symbolischen Anstoß ausführte. Real erwischte vor 81.044 Zuschauern den besseren Start und kam des Öfteren über Barcas linke Abwehrseite in die Gefahrenzone. Vor Casemiros Treffer, bei dem Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen unglücklich agierte, kam lediglich der erstaunlich blasse Superstar Cristiano Ronaldo (8.) mit einem Linksschuss gefährlich vor das Tor.

Mit fortlaufender Spieldauer schöpften die Gäste Mut und gewannen an Sicherheit im Offensivspiel. Zuerst zielte Luis Suarez (11.) noch knapp am linken Pfosten vorbei, ehe Messi nach herrlicher Kombination mit Ivan Rakitic und Suarez den Ausgleich erzielte.

Turbulente Schlussphase

Im zweiten Durchgang begannen die Gastgeber erneut stärker. Einen Kopfball von Karim Benzema (54.) konnte ter Stegen nur mit Mühe klären, doch Barca steigerte sich analog zum ersten Abschnitt und kam zu Chancen. Paco Alcacer (56.) und Gerard Pique (59.) per Kopf scheiterten jedoch an Keylor Navas. Nach der Führung erspielte sich Barcelona weiter gute Möglichkeiten. Pique (80.) verpasste in dieser Phase frei vor Navas die Entscheidung, die in der turbulenten Schlussphase letztlich Messi herbeiführte.

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