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2:0 zu Schweinsteigers Abschied

Sport - 2:0 zu Schweinsteigers Abschied

Die DFB-Elf hat ihrem Kapitän Bastian Schweinsteiger einen Sieg zum Abschied geschenkt. Die Tore beim 2:0-Sieg über Finnland schossen Max Meyer und Mesut Özil.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.08.2017, 21:22

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihren Kapitän Bastian Schweinsteiger mit einem Sieg verabschiedet. Das Weltmeister-Team setzte sich in Mönchengladbach im ersten Länderspiel nach der EM mit 2:0 (0:0) gegen Finnland durch.

Von Manuel Neuer und Thomas Müller wurde er auf den Schultern in die Fankurve getragen - die ganze Mannschaft hob ihren scheidenden Kapitän in die Luft. Dieser Abend gehörte nur Bastian Schweinsteiger. Bei seinem Abschied hat der scheidende DFB-Kapitän mit der Nationalmannschaft noch einmal einen Sieg bejubeln können.

"Wie eine Familie"

"Dass es so schön sein würde, hätte ich mir nicht erträumt. Es hat mich sehr gerührt", sagte Schweinsteiger im ZDF: "Die Nationalmannschaft ist wie eine Familie." Max Meyer (54. Minute) und Özil (78.) erzielten vor 31.000 Zuschauern in Mönchengladbach die Tore.

Schon vor dem Anstoß war die Stimmung emotional. "Es war für mich eine große Ehre, für Deutschland und euch Fans zu spielen", sagte der 32 Jahre alte Schweinsteiger über das Stadionmikrofon. Die Zuschauer im Borussen-Park applaudierten minutenlang. Schweinsteiger liefen die Tränen über das Gesicht, seine Familie jubelte auf der Tribüne. "Ich spüre einen tiefen Dank", rief der Weltmeister.

Junge Mannschaft

In seinem letzten Einsatz nach über zwölf Jahren im Trikot des Deutschen Fußball-Bundes musste Schweinsteiger ein junges und völlig neu zusammengestelltes Team anführen. Bundestrainer Joachim Löw machte aus der Generalprobe für die am Sonntag in Norwegen startende WM-Qualifikation einen Talente-Test. Der scheidende Kapitän konnte allein auf mehr Länderspiel-Einsätze verweisen (121) als seine zehn Mitspieler zusammen (117).

Schweinsteiger leitete auch die erste gefährliche Aktion ein - doch Torhüter Lukas Hradecky war zur Stelle. Der zum FC Arsenal gewechselte Shkodran Mustafi, neben Schweinsteiger und Mario Götze der einzige Weltmeister in der Startelf, köpfte wenig später aus sechs Metern über das Suomi-Tor. Den größten Beifall aber gab es immer, wenn Schweinsteiger - meist unbedrängt - am Ball war.

Süles Debüt

Die drei olympischen Silbermedaillen-Gewinner von Rio, die Löw ins A-Team und gleich in die Startelf befördert hatte, brachten sich gut ins deutsche Spiel ein. Der Hoffenheimer Niklas Süle als 83. Neuling in der Ära Löw verteidigte in der Dreierkette ohne Probleme und schoss mutig aus der Distanz (42.). Der Schalker Max Meyer und der Leverkusener Julian Brandt waren an gefälligen Offensiv-Kombinationen beteiligt.

Als Meyer den Ball geschickt zu Mario Götze durchsteckte, zeigte sich wieder eine Hauptschwäche aus den EM-Tagen von Frankreich: Die mangelnde Chancenverwertung. Götze hatte schon zwei Gegenspieler ausgespielt, das leere Tore quasi vor Augen - doch ein dritter Finne konnte klären (32.). Auch nach der Pause vergab Götze freistehend (65.).

Meyers erstes Tor

Den Bann brach Meyer: Nachdem Kevin Volland ein Eingabe von Götze hatte passieren lassen, war der Schalker zur Stelle und erzielte sein erstes Länderspieltor.
Nach 67 Minuten gab es den großen Abschiedsmoment: Julian Weigl kam für Schweinsteiger aufs Feld. „Schweinsteiger, Fußball-Gott“, skandierten die Zuschauer. Die Kapitänsbinde nahm Schweinsteiger einfach mit auf die Bank - und umarmte dort Löw und alle seine Kollegen. Wer Nachfolger wird, ließ Löw offen. "Bis 24 Uhr ist Bastian unser Kapitän", sagte der Bundestrainer.

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