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DFB-Pokal: Bayern, HSV und Gladbach geben sich keine Blöße

Auch Arminia Bielefeld steht im Viertelfinale

Thiago umarmt Philipp Lahm

Sport - DFB-Pokal: Bayern, HSV und Gladbach geben sich keine Blöße

Titelverteidiger Bayern München, Borussia Mönchengladbach, der HSV und Zweitligist Arminia Bielefeld haben als erste Mannschaften das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht.

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FC Bayern - VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)

Der FC Bayern setzte sich im Achtelfinale gegen den lange harmlosen VfL Wolfsburg mit 1:0 (1:0) durch und wurden dabei erst in der Schlussphase ernsthaft gefordert. Damit lebt der Traum vom zweiten Titel-Triple nach 2013 weiter.

Flügelstürmer Douglas Costa traf in der 17. Minute mit einem Distanzschuss, den VfL-Kapitän Luiz Gustavo unhaltbar abfälschte. Auch wenn die Münchner wieder keinen Glanz verströmten, gegen die Mannschaft von Trainer Valerien Ismael reichte eine durchschnittliche Vorstellung. Als harter Prüfstein und Standortbestimmung eine Woche vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Arsenal taugte der VfL kaum. Zudem setzte sich die Horrorbilanz der Wolfsburger in der diesmal mit 73.500 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Allianz Arena fort. In 24 Spielen in München haben die Wölfe 23-mal verloren. Das Sportliche geriet nach dem Abpfiff schnell in den Hintergrund: Bayern-Kapitän Philipp Lahm kündigte sein Karriereende für den Sommer an. Auch den Posten als Sportdirektor will er vorerst nicht übernehmen.

Greuther Fürth - Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:2)

Die Gladbacher bejubeln das Tor von Hazard (2.v.r.).
Die Gladbacher bejubeln das Tor von Hazard (2.v.r.). Quelle: dpa

Borussia Mönchengladbach hat seinen Aufschwung unter dem neuen Trainer Dieter Hecking auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Der Bundesliga-Elfte löste seine Achtelfinal-Aufgabe beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit einem souverän herausgespielten 2:0 (2:0). Damit ist die Borussia nur noch zwei Schritte vom Cupfinale in Berlin entfernt. Den letzten von drei Pokalsiegen hatte die Fohlen-Elf 1995 mit Anführer Stefan Effenberg geholt. Nach dem frühen Führungstor von Oscar Wendt (12.) profitierten die überlegenen Gäste vor 12.336 Zuschauern noch von einem Platzverweis für den Fürther Adam Pinter (18.). In Überzahl machte der starke Thorgan Hazard per Foulelfmeter (36.) noch vor der Pause den Gladbacher Viertelfinaleinzug praktisch klar. Damit verbuchten die Borussen in vier Spielen unter Hecking drei Siege und ein Unentschieden.

Hamburger SV - 1. FC Köln 2:0 (1:0)

30 Jahre nach seinem letzten Pokal-Triumph darf der HSV wieder vom Finale in Berlin träumen. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol steht nach einem starken Auftritt erstmals seit drei Jahren in der Runde der letzten Acht. Zudem dürfen sich die chronisch klammen Hanseaten über einen unverhofften Geldsegen freuen. Für das Erreichen des Viertelfinals kassiert der Klub garantierte DFB-Prämien von 1,265 Millionen Euro, hinzu kommen Zuschauereinnahmen und TV-Gelder.

Hamburgs Gideon Jung (3.v.r.) trifft gegen Köln.
Gideon Jung trifft gegen Köln Quelle: imago

Die Treffer für den Bundesliga 16. erzielten Gideon Jung (5.) und Bobby Wood (75.). Mittelfeldspieler Jung traf per Abstauber, nachdem Keeper Thomas Kessler patzte und einen harmlosen Schuss von Luca Waldschmidt nicht festhalten konnte. Wood brachte den verdienten Sieg nach sehenswertem Doppelpass mit Jung unter Dach und Fach. Auch mit sechs Wechseln im Vergleich zum jüngsten 1:0-Erfolg gegen Leverkusen diktierten die Hamburger von Beginn an das Spielgeschehen. Ein gutes Debüt gab der brasilianische Olympiasieger Walace im HSV-Trikot. Im zweiten Abschnitt erhöhte der FC die Schlagzahl. Doch René Adler hielt seinen Kasten dicht. Es entwickelte sich ein Duell mit offenem Visier, in dem vor allem die Hamburger weiter für Akzente und Großchancen fast im Minutentakt sorgten.

FC Walldorf - Arminia Bielefeld 4:5 i.E., 1:1 (1:1, 0:0)

Walldorfs Marcel Carl (l.) schießt auf das Tor.
Torschütze für Walldorf: Marcel Carl (li.) Quelle: imago

Arminia Bielefeld hat den Siegeszug der Feierabend-Fußballer des FC Astoria Walldorf mit viel Glück gestoppt und steht nach zwei Jahren wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Zweitliga-Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny kam erst mit einem hart erkämpften 5:4 im Elfmeterkrimi weiter. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1,0:0) gestanden. Erst in der 53. Minute ging der Favorit durch Tom Schütz in Führung, Marcel Carl glich vor rund 4000 Zuschauern im ausverkauften Sportpark für die Amateure aus der Regionalliga Südwest mit einem kuriosen Kopfballtreffer aus (78.). Stephan Salgar verhinderte mit dem entscheidenden Treffer vom Punkt eine Blamage der Ostwestfalen. Walldorf hatte schon Bochum und Darmstadt 98 aus dem Pokal befördert. Bielefeld stand zuletzt 2015 im Viertelfinale, besiegte damals Mönchengladbach im Elfmeterschießen und schied im Halbfinale mit 0:4 gegen Wolfsburg aus.

Historisch war der Wechsel bei Walldorf von Benjamin Hofmann für Marcus Meyer in der 117. Minute - einen vierten Spielertausch in der Verlängerung gab es im deutschen Fußball noch nie.

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