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Koblenz - "Heimspiel" gegen Dresden in Zwickau

DFB-Pokal - 1. Hauptrunde

Etwa 300 bis 400 Fans werden die TuS Koblenz zum Erstrunden-Spiel des DFB-Pokals gegen Dynamo Dresden nach Zwickau begleiten. Für die meisten Anhänger des Fußball-Viertligisten ist dieses nach Westsachsen verlegte «Heimspiel» am Freitagabend (19 Uhr) jedoch einfach zu weit entfernt.

Fans der TuS Koblenz
Fans der TuS Koblenz Quelle: imago/Hartenfelser

Bisher wurden für die Partie im 10.134 Zuschauer fassenden Stadion in Zwickau nur 4000 Karten abgesetzt - die meisten davon in Dresden und Umgebung. Ein Nachteil und eine zusätzliche Hypothek für den Außenseiter, der wegen der Renovierungsarbeiten im heimischen Stadion am Oberwerth nicht daheim antreten kann. Die Suche nach einem Ersatzort gestaltete sich äußerst schwierig. Die meisten Spielorte in der Umgebung lehnten eine Austragung der Partie aus Sicherheitsgründen ab. Deshalb wurde sie nach Zwickau verlegt.

Dresdner Anhänger spenden Geld

Zwei Fanbusse werden sich am Freitag aus der Moselstadt auf den etwas mehr als 400 Kilometer langen Weg machen. Bemerkenswert ist dabei die Unterstützung der in Deutschland eher gefürchteten Dynamo-Anhänger. Rund 3500 Euro seien gespendet worden, um den Koblenzer Fans die Reise und eventuell auch eine Übernachtung zu ermöglichen, sagte TuS-Vizepräsident Hannes van Heesch in der «Rhein-Zeitung».

Zusätzliche Unterstützung kam von der Stadt Koblenz, dem Dachverband Koblenzer Fanclubs sowie einem Einzelsponsor. Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig hat der TuS einen Zuschuss von 50 000 Euro versprochen, wodurch die durch den Umzug entstehenden Mehrkosten für den Verein deutlich reduziert werden können. «Natürlich ist die Situation mit dem Spielort Zwickau vor allem für unsere tollen Fans, aber auch für die Mannschaft suboptimal. Wir alle hätten uns ein echtes Heimspiel auf dem Oberwerth gewünscht», sagte TuS-Präsident Arnd Gelhard. Durch die mit der Stadt Koblenz vereinbarte Entschädigung werde der Verein aber zumindest finanziell mit einem blauen Auge davon kommen.

Dresdens Cheftrainer sieht Dynamo als Favorit

Sportlich gesehen ist Zweitligist Dynamo Dresden der Favorit gegen den Regionalligisten Koblenz. «Es ist die Aufgabe des Trainers, 100 Prozent aus der Mannschaft herauszukitzeln. Wenn mir das gelingt, sind wir klarer Favorit und ziehen in die zweite Runde ein», sagte Dynamos Cheftrainer Uwe Neuhaus auf der Pressekonferenz der Sachsen.

Unterschätzen möchte er den Gegner nicht. «Ich kann nicht sagen, ob mir einer der Spieler schon einmal über den Weg gelaufen ist oder wo sie schon einmal gespielt haben. Dennoch haben sie sehr gute Spieler», warnte der 57-Jährige zugleich vor Koblenz-Coach Petrik Sander und dessen Mannschaft. Verzichten muss Neuhaus im Pokalspiel, das in Zwickau ausgetragen wird, auf die verletzten Pascal Testroet, Niklas Hauptmann und Justin Löwe. Ob Kapitän Marco Hartmann und Neuzugang Eero Markkanen auflaufen können, entscheidet sich am Spieltag.

Die erste Runde im Überblick

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