Sie sind hier:

Löw: Noch keine Streichkandidaten im Kopf

Sport - Löw: Noch keine Streichkandidaten im Kopf

Die Personalsituation entspannt sich im Lager der deutschen Fußball-Nationalmanschaft. Dennoch wird Bundestrianer Löw im Testspiel am Sonntag einige Stammkräfte schonen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.05.2017, 20:08

Vier geben ihr Debüt, sieben bleiben daheim: Joachim Löw wird im Testspiel am Sonntag, 17.45 Uhr (ARD), gegen die Slowakei allen Neulingen eine Chance geben. Streichkandidaten hat der Bundestrainer vor der Nominierung des endgültigen EM-Kaders noch nicht im Kopf.

Torwart Bernd Leno, Julian Weigl, Julian Brandt und Joshua Kimmich sind die Männer im vorläufigen EM-Kader, die noch kein A-Länderspiel bestritten haben. "Ich plane, dass alle auf jeden Fall einen Einsatz bekommen. Ob 45 Minuten oder länger, muss man sehen", sagte Löw bei der Pressekonferenz. Auch seine Wackelkandidaten wird der Bundestrainer bei der Partie in Augsburg genau beobachten. Bei angeschlagenen Spielern will er dagegen kein Risiko eingehen. Das Wechselkontingent will er "komplett ausnutzen". 18 Spieler wird der Bundestrainer mit nach Augsburg nehmen.

Die Daheimgebliebenen

Nicht mitreisen aus dem Trainingslager in Ascona werden die Vielspieler Mesut Özil, Thomas Müller und Manuel Neuer und aus gesundheitlichen Gründen Marco Reus, Bastian Schweinsteiger, Mats Hummels und Karim Bellarabi. Lukas Podolski vom frischgebackenen türkischen Pokalsieger Galatasaray Istanbul stößt zum DFB-Trupp, gehört aber noch nicht zum Aufgebot.

Löw versicherte, dass er derzeit noch keinen potenziellen Streichkandidaten im Kopf habe: "Noch können sich alle präsentieren. Es gibt keine Tendenz." Klar ist aber auch, dass er für die EM alle Postionen nur doppelt und nicht dreifach besetzt. Von daher sind sowohl Kimmich und Weigl für den defensiven als auch Sane und Brandt für den offensiven Bereich direkte Konkurrenten.

Für Weigl ist die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld am größten. Nur wenn es der angeschlagene Kapitän Bastian Schweinsteiger nicht schaffen sollte, hätte der junge Dortmunder wohl eine Chance. Kimmich hat den Vorteil, dass er auch in der Viererkette auf allen Positionen über Erfahrung verfügt. Für Sane spricht vor allem seine Unberechenbarkeit.

Erst Leno, dann ter Stegen

Beim Testspiel gegen die Slowakei wird Torwart Bernd Leno sein Debüt geben, in der zweiten Halbzeit wird ihn Marc-Andre ter Stegen ablösen. Links in der Abwehr wird Jonas Hector spielen, der Kölner wurde von seinem Klub am letzten Spieltag geschont, ist fit und gesetzt und war nicht international belastet.

In der Innenverteidigung wird Jerome Boateng nach seiner Verletzung im Frühjahr wohl 90 Minuten spielen dürfen, neben ihm verteidigen wohl Antonio Rüdiger oder Shkodran Mustafi - möglicherweise auch je eine Halbzeit.

Wer spielt rechts hinten?

Rechts hinten ist es wie immer offen. Vielleicht bekommt Wackelkandidat Sebastian Rudy eine Chance, vielleicht testet Löw auch Benedikt Höwedes. Im defensiven Mittelfeld werden die Youngster Joshua Kimmich und Julian Weigl wohl je eine Halbzeit spielen. Einer an der Seite von Sami Khedira der andere möglicherweise neben Emre Can.

In der Offensive wird Julian Brandt auf jeden Fall zu seinem Debüt kommen, Leroy Sane zu seinem zweiten Einsatz. Auch Andre Schürrle bekommt wohl eine Chance.

Im Sturm dürfte Mario Gomez beginnen und - je nach Fitness von Mario Götze - eventuell sogar 90 Minuten spielen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet